Steuersenkungen bei den Schwyzer Bezirken und Gemeinden

Budgets und Steuerfüsse für das Jahr 2025

Oberiberg darf sich besonders über die Steuersenkung freuen. (Foto: Stefan Zürrer)

Die Bezirke und Gemeinden haben ihre Budgets und Steuerfüsse für das Jahr 2025 beschlossen. Achtzehn Gemeinwesen senkten den Steuerfuss. Insgesamt reduziert sich der budgetierte Aufwandüberschuss aller Bezirke und Gemeinden gegenüber dem Vorjahr um 19.8 Mio. Franken. Rund zwei Drittel der Gemeinwesen erwarten gegenüber dem Vorjahr ein besseres Resultat, was auch in der Verstärkung des Innerkantonalen Finanzausgleichs und der Kostenverschiebungen zum Kanton begründet ist.

Die Stimmberechtigten der Bezirke und Gemeinden haben die Budgets für das Jahr 2025 verabschiedet und die Steuerfüsse genehmigt. Zwei Bezirke und sechzehn Gemeinden senken die Steuerfüsse für das kommende Jahr. Die Steuersenkungen der einzelnen Körperschaften bewegen sich zwischen fünf und fünfzig Prozent einer Steuereinheit. Begründet werden diese Steuerfusssenkungen insbesondere mit den gegenüber den Vorjahren erhöhten Zusicherungen aus dem Finanzausgleich. Zudem werden die Gemeinden im Rahmen der vom Kantonsrat verabschiedeten Finanz- und Aufgabenprüfung 2022 und den damit verbundenen Kostenverschiebungen zum Kanton zusätzlich deutlich entlastet.

Bedeutende Entlastungen für alle Steuerpflichtigen
In den letzten fünf Jahren konnte die Gesamtsteuerbelastung für alle Steuerpflichtigen deutlich gesenkt werden. Der Steuerfuss für die Staats-, Bezirks- und Gemeindesteuern in der Gemeinde Unteriberg ist gegenüber dem Jahr 2021 um 105 % einer Einheit tiefer. Auch im Bezirk Gersau und in den Gemeinden Arth und Oberiberg werden die Steuerpflichtigen insgesamt um 100 % einer Einheit entlastet. In weiteren 19 Gemeinden konnte die Gesamtsteuerbelastung zwischen 50 und 90 % einer Einheit reduziert werden.

Leicht steigende Aufwände und Erträge
Der Gesamtaufwand der Bezirke und Gemeinden nimmt gegenüber dem Vorjahr um 1.1 % respektive 79.2 Mio. Franken zu und beträgt 1 106.8 Mio. Franken. Dies begründet sich in steigenden Personal- und Sachaufwänden, hauptsächlich infolge Teuerung und steigendem Abschreibungsaufwand aufgrund der Investitionstätigkeit. Hingegen rechnen die Gemeinwesen für das Jahr 2025 erneut mit höheren Steuererträgen und budgetieren insgesamt einen Ertrag von 1 088.7 Mio. Franken. Dies entspricht einem Zuwachs von 97.6 Mio. Franken oder ebenfalls 1.1 % gegenüber dem Voranschlag 2024.

Insgesamt kalkulieren der Bezirk March sowie acht Gemeinden einen Ertragsüberschuss. Die restlichen Bezirke und Gemeinden gehen von einem Aufwandüberschuss aus. Über alle Gemeinwesen resultiert im Budget der Erfolgsrechnung ein gegenüber dem Vorjahr um 19.8 Mio. Franken tieferer Aufwandüberschuss von 18.1 Mio. Franken. Gesamthaft planen die Bezirke und Gemeinden Investitionen in der Höhe von 287.3 Mio. Franken. Die geplanten Investitionen fallen damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.2 % höher aus.

Finanzdepartement


Alex Maissen
Leiter Gemeindefinanzen
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