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Staatsarchiv

Das Staatsarchiv des Kantons Schwyz sammelt, erschliesst und verwahrt das Archivgut des Kantons und sorgt mit geeigneten konservatorischen Mitteln für dessen Erhaltung.
Es ist Aufbewahrungsort aller erhaltungswürdigen staatlichen Archivbestände und stellt diese der Öffentlichkeit und der Verwaltung zur Verfügung. Die Benutzung dieses Archivgutes steht gemäss den gesetzlichen Richtlinien allen Personen offen.
Hier erhalten Sie Informationen zu Recherchemöglichkeiten, zu archivierten Beständen und zur Arbeit des Archivs.

Wartungsarbeiten am Online-Archivkatalog QUERY

Wegen Wartungsarbeiten steht der Online-Archivkatalog vom Freitag 19.01.2018 bis und mit Freitag 27.01.2018 nicht zur Verfügung. Bei dringenden Suchanfragen melden Sie sich bitte per Email (staatsarchiv@sz.ch) beim Staatsarchiv.
Die Mitarbeiter des Staatsarchivs werden Sie, während der Zeit des Unterbruchs, bei Ihren Suchanfragen unterstützen.

Aktuelles

Foto von Zwangsarbeitsanstalt Kaltbach in Schwyz
Die kantonale «Zwangsarbeitsanstalt Kaltbach» in Schwyz war von 1902 bis 1971 in Betrieb.

Aktensuche für Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung

Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierung haben die Möglichkeit, beim Bund ein Gesuch um einen Solidaritätsbeitrag zu stellen. Das Gesuch und die dazu notwendigen Unterlagen müssen bis am 31. März 2018 beim Bundesamt für Justiz eingereicht werden.

Informationen zum Gesuch und zur Gesetzeslage auf der Homepage des Bundesamts für Justiz:
https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/gesellschaft/fszm.html

Im Kanton Schwyz erhalten Betroffene Unterstützung bei der Opferberatungsstelle in Goldau. Dort wird ihnen bei der Beschaffung der Akten und dem Ausfüllen des Gesuchs für den Solidaritätsbeitrag geholfen.

Wegleitung und Gesuchsformular

Kontakt:
Opferberatungsstelle des Kantons Schwyz
Gotthardstrasse 25
Postfach 434
6410 Goldau

Telefon +41 848 821 282
http://opferhilfe.arth-online.ch/anlaufstelle-zwangsmassnahmen/

Das Staatsarchiv koordiniert die Suche nach Akten im Kanton Schwyz. Es gelangt mit der Aufforderung nach Aktensuche auch an Gemeinden und Bezirke sowie an die Archive anderer Kantone und Institutionen.

Ablaufschema im Kanton Schwyz

Aus dem Archiv

Humanitäre Aktion: Aufnahme von Ferienkindern aus Österreichisch-Ungarn und Deutschland

Die soziale und wirtschaftliche Lage vieler Menschen in den kriegführenden Ländern wurde im Lauf des Ersten Weltkriegs immer verzweifelter. Denn die Lebensmittel wurden knapper und teurer. Die Kinder litten besonders darunter. In der Schweiz, insbesondere im Kanton Schwyz, fanden deshalb Ferienkinder aus Deutschland und vor allem aus Österreich-Ungarn während einigen Monaten Aufnahme und Pflege. An diese beinahe vergessene humanitäre Aktion soll dieser Artikel erinnern.

Ferienkinder finden Aufnahme in der Schweiz

Frühe Darstellung eines Pfeifenrauchers im Kanton Schwyz

Bild: Initiale mit pfeifenrauchendem Mann (STASZ, Gülten Arth, GB Nr. 747)

In archivarischen Erschliessungsarbeiten stösst man manchmal auf historische Fundstücke, welche einen erstaunlichen Einblick in die vormoderne Welt gewähren. Bei der Erschliessung eines grösseren Gültenbestandes fand sich ein aus dem Jahre 1695 stammendes Schriftstück mit der Miniaturdarstellung eines Pfeifenrauchers, wahrscheinlich die früheste Darstellung eines Rauchers im Kanton Schwyz. Der Schreiber der Kapitalverschreibung Caspar Hammer hat sich vermutlich in einer Selbstdarstellung in der Anfangsinitiale des Schriftstücks als pfeifenschmauchender Raucher zusammen mit seinen Namensinitialen CH verewigt. Tabak gehörte zu denjenigen Pflanzen, die wie die Kartoffel, die Tomate oder der Mais seit der Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 im Laufe der Zeit ihren Weg nach Europa fanden. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurde Tabak als eigentliches Luxusprodukt zunehmend konsumiert. Spuren des Tabakkonsums lassen sich im Gebiet des Kantons seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der schriftlichen Überlieferung nachweisen: So wurde Jacob Späck von Arth durch den Schwyzer Landrat am 10. Februar 1663 „wegen Fluochenss und Schwerenss“ (Fluchen und Gotteslästerung) zu einer Turmstrafe verurteilt. Zudem wurde ihm „Wein, Most und Tabac zetrinken gentzlich abgeschlagen und verpoten, by Straff der Gefangnisschafft.“ Wiederholt befasste sich der Schwyzer Landrat auch in der folgenden Zeit mit der Problematik des „Tabaktrinkens“ respektive „Tabakrauchens“. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war der Tabakkonsum schon so weit verbreitet, dass der Schwyzer Landrat vor allem wegen der Feuersgefahr Massnahmen gegen das Tabakrauchen in Angriff nahm. Der dreifache Schwyzer Landrat erliess am 3. März 1712 folgendes Mandat: „Aldiweilen der unanständige Misbruch dess unnöthigen vilfeltigen Tabach Rauchens so weith erwachssen, dass so wohl Geist- und Weltlich, Fründ und Heimbsche sich ergern, dardurch auch nit wenige, ja sehr grosse Gefahr dess Feürss in Heüsern und s.h. Stählen endtstehn thuet und zu vermuoten, dz schon vil Unglükh deswegen beschechen. Damit danne in Zeiten solchen Gefahren vorgesorget und die Misbrüch und Unanständigkheit umb etwass underbrochen werde, alss haben unssere gnedige Herren und Obern, Landtamman, Rhät und gemeine Landtlüth eines 3 fachen Landtrhatss mänigklich hiermit gantz wohlmeinend und väterlich erihnern und ermahnen wollen, ihnen und andern ehrlichen Lüten vor Schaden zu sein, dass man krafft dis Gebots und Verbots in den s. h. Stählen und an den jenigen Ohrten, so Gefahr des Feürss erwachssen möchte, man dess Tabach Rauchens sich müesigen solle. Ess ist auch anbey erkent und verboten, dz man allhier auf dem Platz und an den jenigen Ohrten, wo man mit dem hochwürdigen Guoth Processions Weiss gehet, auch allhier in der Wacht, in Wirths- und particular Heüsern, wer der auch sei, nit Tabach rauchen solle und wer über abmahnen mit Tabach rauchen fortfahre, von einem solchen die Leüfer fünf Batzen Buos, so offt ess zu Verschulden kombt, einziechen sollen. Ess ist auch in dem Spital bey hochoberkheitlichem Verboth Tabach zu rauchen mängiklich abgeschlagen und verboten.

Oliver Landolt

Lebensmittelknappheit im Ersten Weltkrieg

Foto von Kartoffelfeld Huoloch

Im Laufe des Ersten Weltkriegs verschärfte sich die Lebensmittelknappheit immer mehr. Dafür verantwortlich waren zunehmende Probleme bei den Importen, die ungenügende Verteilung sowie Ernteausfälle wegen des schlechten Wetters 1916. Als Konsequenz hiervon stiegen die Lebensmittelpreise. Erst im Laufe des Jahres 1917 besserte sich die Situation aufgrund guter Ernteergebnisse wieder. Neben Privaten haben auch Betriebe beim Mehranbau mitgemacht. Hier bereiten Arbeiterinnen und Arbeiter der Firma Stähli das «Kartoffelfeld Huoloch», gemeint ist das Huwenloch bei Buesigen, für das Anpflanzen von Kartoffeln vor. (Staatsarchiv Schwyz)

Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg

Öffnungszeiten des Staatsarchivs
Dienstag bis Freitag
08.00–11.45 Uhr
13.30–17.00 Uhr

Damit wir uns optimal auf Ihr Anliegen vorbereiten können, bitten wir um eine Voranmeldung. Unter Umständen dauern die Vorbereitungsarbeiten mehr als einen Arbeitstag. Für einige Anliegen benötigen Sie für die Einsicht ein Akteneinsichtsgesuch.

Schliesstage

Schmutziger Donnerstag, Nachmittags
Donnerstag, 8. Februar 2018
Güdelmontag
Montag, 12. Februar 2018
Güdeldienstag
Dienstag, 13. Februar 2018
Josefstag
Montag, 19. März 2018
Karfreitag
Freitag, 30. März 2018
Ostermontag
Montag, 2. April 2018
Auffahrt
Donnerstag, 10. Mai 2018
Pfingstmontag
Montag, 21.Mai 2018
Fronleichnam
Donnerstag, 31.Mai 2018
Nationalfeiertag
Mittwoch, 1. August 2018
Maria Himmelfahrt
Mittwoch, 15. August 2018
Allerheiligen
Donnerstag, 1. November 2018
Weihnachtsferien
Montag, 24. Dezember 2018
bis und mit Dienstag, 1. Januar 2019

Telefon +41 41 819 20 65
E-Mail staatsarchivNULL@sz.ch

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