Kriminalstatistiken
Im Kanton Schwyz erfasste Straftaten werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik zusammengetragen und im Jahresrhythmus veröffentlicht. Die Kriminalstatisik bietet einen Überblick zu Ausmass und Entwicklung der Kriminalität sowie umfangreiche Zusatzinformationen.
2024
Zunahme bei den verübten Straftaten
Die Anzahl der registrierten Straftaten im Kanton Schwyz stieg im vergangenen Jahr erneut und erreicht einen Elf-Jahres-Höchststand. Hauptursächlich war die Zunahme im Bereich der digitalen Kriminalität und der Straftaten gegen das Vermögen.
Im Jahr 2024 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6'806 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 306 Straftaten (+5 %) entspricht und zugleich einen 11-Jahres-Höchststand bedeutet.
Bei den Straftaten nach Strafgesetzbuch war eine Zunahme von 9 % (+470 Taten) zu verzeichnen. Die Hauptgründe hierbei liegen zum einen in der digitalen Kriminalität (+30 % / +255 Taten), zum anderen aber auch bei den Straftaten gegen das Vermögen (+13 % / 422 Taten).
Bei der digitalen Kriminalität gab es insbesondere beim Phänomen Phishing eine Zunahme von 117 % (+109 Taten). Beim Betrug mittels Missbrauch von Online-Zahlungssystemen/Wertkarten oder fremder Identität war eine Zunahme von 81 % (+144 Taten) zu verzeichnen. Die Schadenssumme der digitalen Taten belief sich auf CHF 21.8 Mio. (+163 %).
Die Zunahme bei den Straftaten gegen das Vermögen ist auf die Diebstähle von Fahrrädern und E-Velos (+47 % / +123 Taten) sowie auf Einbruch- und Einschleichdiebstähle (+8 % / 95 Taten) zurückzuführen.
Die schweren Gewaltstraftaten nahmen um 16 % (+4 Taten) zu. Es fanden wiederum drei versuchte Tötungsdelikte statt. Die Aufklärungsquote bei den Gewaltstraftaten liegt weiterhin bei erfreulich hohen 85.2 % (+0.9%).
Die Straftaten gegen die sexuelle Integrität nahmen in den letzten zehn Jahren (2014 - 2024) um 47 %, bzw. 34 Taten zu. Insbesondere die Anzahl Vergewaltigungen stieg im vergangenen Jahr (+33 % / 4 Taten).
Eine Zunahme von 22 % (+54 Taten) wurde bei Straftaten gegen die Ausländergesetzgebung verzeichnet.
2023
Zunahme bei den verübten Straftaten
Die Anzahl der registrierten Straftaten im Kanton Schwyz stieg im vergangenen Jahr erneut und erreicht einen Zehn-Jahres-Höchststand. Hauptursächlich war die Zunahme im Bereich der digitalen Kriminalität und der Diebstähle. Auch der Bereich Gewaltstraftaten nahm zu.
Im Jahr 2023 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6'500 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 479 Straftaten (+8 %) entspricht und zugleich einen 10-Jahres-Höchststand bedeutet. Als Hauptgründe sind Delikte in der digitalen Kriminalität (+33 %) und Diebstähle (+32 %) für diesen Anstieg erkannt.
Bei den Straftaten nach Strafgesetzbuch war eine Zunahme von 13 % (+564 Taten) zu verzeichnen. Die Hauptgründe hierbei liegen zum einen in der digitalen Kriminalität (+33 % / +208 Taten), zum anderen aber auch bei den herkömmlichen Diebstählen (+32 % / +287 Taten).
Im digitalen Raum gab es beim Missbrauch von Online-Zahlungssystem/Wertkarten eine Zunahme von +192 % (+117 Taten). Beim Kleinanzeigenplattformbetrug war ein Anstieg von +42 % (72 Taten) zu verzeichnen. Ebenso stiegen die Taten bei den Phänomenen Phishing (+52 % / +32 Taten) und Online-Anlage-Betrug (+79 % / +27 Taten). Die Schadenssumme der digitalen Taten belief sich auf CHF 8.3 Mio. (+27 %).
Die Zunahme bei den Diebstählen ist auf die Diebstähle ab/aus Fahrzeugen (+167 % / +100 Taten), Ladendiebstähle (+42 % / 64 Taten) und Fahrzeugeinbruchdiebstähle (+273 % / +30 Taten) zurückzuführen.
Bei den Gewaltstraftaten (Versuchte Tötungen, Angriffe, Raufhandel, schwere/einfache Körperverletzungen, Freiheitsberaubungen/Entführungen, Vergewaltigungen) ist ein Anstieg von 17 % (+66 Taten) zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote bei den Gewaltstraftaten liegt bei erfreulich hohen 84.3 % (+5.7 %). Konkurs- und Betreibungsdelikte nahmen um 55 % (+17 Taten) zu.
2022
Polizeiliche Kriminalstatistik 2022: Gute Sicherheitslage
Die Anzahl der registrierten Straftaten im Kanton Schwyz stieg im vergangenen Jahr um 21.1 Prozent und liegt erstmals seit über zehn Jahren wieder bei über 6'000. Im Bereich der Cyberdelikte wurde ein Anstieg von 45 Prozent auf 634 Straftaten verzeichnet. Die sinkende Tendenz bei der Häuslichen Gewalt setzte sich nicht weiter fort. Es musste eine Zunahme von 36.2 Prozent bei den Straftaten und 18.7 Prozent bei zusätzlichen Interventionen festgestellt werden. Erfreulich ist der Rückgang bei der Gewalt und Drohung gegen Beamte (46.2 Prozent), sowie bei der Hinderung einer Amtshandlung / Störung des Polizeidienstes (12.3 Prozent) im vergangenen Jahr.
Im Jahr 2022 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6'021 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 1'050 Straftaten (21.1 %) entspricht. Im schweizweiten Vergleich ist Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch der drittsicherste Kanton.
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 242 Delikte (203) verzeichnet werden, was einer Zunahme um 19.2 % entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 89.7 % (91.6 %). Im Jahr 2022 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt (2021 kein vollendetes, zwei versuchte Tötungsdelikte). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 59 auf 73 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen sanken von dreizehn auf acht Delikte. Es waren neun Raubüberfälle (8) zu verzeichnen. Im Bereich Häusliche Gewalt wurden 158 Straftaten registriert. Das sind 42 Delikte mehr als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.
Die Delikte gegen das Vermögen stiegen an. So wurden 2'765 Straftaten verzeichnet, 35.9 % mehr als im Vorjahr. Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten sank auf 28.4 % (30.2 %). Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 86 auf 225 Delikte gestiegen. Dies bedeutet eine Zunahme um 61.9 %. Die Aufklärungsquote stieg auf 10.7 % (8.6 %). Mit 788 Sachbeschädigungen wurde eine Zunahme um 151 Taten (23.7 %) verzeichnet, 24.1 % (23.4 %) konnten aufgeklärt werden. Erpressungsdelikte stiegen um 72.7 % auf 57 Straftaten an.
Zudem ist eine Zunahme der Anzahl Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität um 43 auf 138 Delikte (45.3 %) zu verzeichnen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 91.3 % (91.6 %). Deutlich gesunken sind sexuelle Handlungen mit Kindern auf 9 Straftaten (16). Pornografie stieg um 56.0 % auf 78 Straftaten. Gestiegen ist der Exhibitionismus auf 11 Straftaten (5). Die Vergewaltigung stieg um 66.7 % auf 10 Straftaten (6).
Die Anzahl der Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist um 37 auf 771 Delikte (4.6 %) gesunken. Eine Zunahme ist beim Eigenkonsum um 23 auf 699 Delikte (3.4 %) zu verzeichnen. Stark abgenommen haben die Anzahl Straftaten bei Anbau/Herstellung um 20 auf 12 Fälle (62.5 %) sowie beim Handel um 26 auf 16 Delikte (61.9 %). Beim Schmuggel ist eine Zunahme um 6 auf 17 Delikte (54.5 %) zu verzeichnen. 2022 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 9'204 g (21'551 g), LSD 434 Stück (142 Stück), Ecstasy 74 Stück (24 Stück), Halluzinogene 100 g (1'317 g), Hanfpflanzen 527 Stück (1'309 Stück), Kokain 144 g (102 g) sowie GHB/GBL 20 ml (87 ml). Im Berichtsjahr verstarben zwei Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 243 Fällen (213) aus. Dabei wurden insgesamt 447 Personen (278) angehalten. Der Arbeitsaufwand sank um 18 Stunden auf 1029 Stunden.
Die Zahl der Brandstiftungen ist um einen auf 5 Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 100.0 % (75.0 %). Abgenommen haben die Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 18 auf 21 Anzeigen, was eine Abnahme um 46.2 % bedeutet.
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist mit 57.1 % gesunken (62.8 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 50.2 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 42.3 % (45.5 %) und damit leicht unter dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschuldigten erhöhte sich um 401 auf 3'143 (14.6 %). Bei den Straftaten waren 53.3 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (54.4 %). Einer Ausländerrate von 46.7 % steht eine solche von 45.6 % im Vorjahr gegenüber. 31.9 % der Beschuldigten sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (31.0 %). 4.7 % der Beschuldigten waren Asylsuchende (3.5 %) und 15.0 % (14.0 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 372 (361) ist um 3.0 % gestiegen. Die Jugendrate sank auf 11.8 % (13.2 %).
Die Anzahl Cybercrime-Straftaten ist um 199 auf 634 Delikte gestiegen (435). Davon entfielen 307 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 6'538'707.
2021
Gute Sicherheitslage - zweitsicherster Kanton schweizweit
Im Jahr 2021 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4'971 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 664 Straftaten (- 11.8 %) entspricht. Im schweizweiten Vergleich ist Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch der zweitsicherste Kanton.
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 203 Delikte (2020: 237) verzeichnet werden, was einer Abnahme um 14.3 % entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 91.6 % (2020: 93.2 %). Im Jahr 2021 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz zwei versuchte Tötungsdelikte, aber kein vollendetes Tötungsdelikt (2020: ein vollendetes und vier versuchte Tötungsdelikte). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen sank die Deliktszahl von 65 auf 59 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sechs auf dreizehn Delikte. Es waren acht Raubüberfälle (2020: 5) zu verzeichnen. Im Bereich Häusliche Gewalt wurden 116 Straftaten registriert. Das sind 39 Delikte weniger als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.
Die Delikte gegen das Vermögen gingen zurück. So wurden 2035 Straftaten verzeichnet, 11.9 % weniger als im Vorjahr. Zurückgegangen sind Betrugsdelikte von 324 auf 282 Straftaten. Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten sank auf 30.2 % (2020: 31.4 %). Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 48 auf 139 Delikte zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme um - 25.7 %. Die Aufklärungsquote sank auf 8.6 % (2020: 12.3 %). Mit 637 Sachbeschädigungen wurde eine Abnahme um 43 Taten (- 6.3 %) verzeichnet, 23.4 % (2020: 28.7 %) konnten aufgeklärt werden. Erpressungsdelikte stiegen jedoch um + 266.7 % auf 33 Straftaten an.
Zudem ist eine Zunahme der Anzahl Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität um 7 auf 95 Delikte (+ 8.0 %) zu verzeichnen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 91.6 % (2020: 97.7 %). Deutlich gestiegen sind sexuelle Handlungen mit Kindern auf 16 Straftaten (2020: 12). Pornografie stieg um 19.0 % auf 50 Straftaten. Gesunken ist der Exhibitionismus auf 5 Straftaten (2020: 6). Die Vergewaltigung blieb unverändert bei 6 Straftaten.
Die Anzahl der Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist um 300 auf 808 Delikte (- 27.1 %) deutlich gesunken. Eine Abnahme ist auch beim Eigenkonsum um 350 auf 676 Delikte (- 34.1 %) zu verzeichnen. Stark zugenommen hat die Anzahl Straftaten bei Anbau/Herstellung um 23 auf 32 Fälle (+ 255.6 %). Eine leichte Zunahme ist beim Handel um 5 auf 42 Delikte (+ 13.5 %) sowie beim Schmuggel um 1 auf 11 Delikte (+ 10.0 %) zu verzeichnen. 2021 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 21 551 g (2020: 16'017 g), Halluzinogene 1'317 g (2020: 41 g), LSD 142 Stück (2020: 41 Stück), Hanfpflanzen 1'309 Stück (2020: 1'510 Stück), Ecstasy 24 Stück (2020: 82 Stück), Kokain 102 g (2020: 4'634 g) sowie GHB/GBL 87 ml (2020: 802 ml). Im Berichtsjahr verstarben keine Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 213 Fällen (2020: 221) aus. Dabei wurden insgesamt 278 Personen (2020: 279) angehalten. Der Arbeitsaufwand sank um 76 Std. auf 1047 Std.
Die Zahl der Brandstiftungen ist um 4 auf 4 Fälle gesunken. Die Aufklärungsquote liegt bei 75.0 % (2020: 25.0 %). Zugenommen haben die Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 14 auf 39 Anzeigen, was eine Zunahme um 56.0 % bedeutet.
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist mit 62.8 % gestiegen (2020: 61.7 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 52.1 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 45.5 % (2020: 44.8 %) und damit leicht über dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschuldigten reduzierte sich um 578 auf 2'742 (- 17.4 %). Bei den Straftaten waren 54.4 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2020: 55.8 %). Einer Ausländerrate von 45.6 % steht eine solche von 44.2 % im Vorjahr gegenüber. 31.0 % der Beschuldigten sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2020: 32.1 %). 3.5 % der Beschuldigten waren Asylsuchende (2020: 3.7 %) und 14.0 % (2020: 15.0 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 361 (2020: 491) ist um 26.5 % gesunken. Die Jugendrate sank auf 13.2 % (2020: 14.8 %).
Die Anzahl Cybercrime-Straftaten ist auf 435 Delikte gesunken (2020: 520). Davon entfielen 219 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 15'704'847.
2020
Gute Sicherheitslage - jedoch deutlich mehr Cyberdelikte
Im Jahr 2020 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'635 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 33 Straftaten (+ 0.6 %) entspricht. Im schweizweiten Vergleich gehört Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch zu den drei sichersten Kantonen.
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 237 Delikte (2019: 258) verzeichnet werden, was einer Abnahme um 8.0 % entspricht. Die Aufklärungsquote liegt bei 93.2 % (2019: 92.2 %). Im Jahr 2020 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz ein vollendetes und vier versuchte Tötungsdelikte (2019: ein vollendetes und kein versuchtes Tötungsdelikt). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen sank die Deliktszahl von 97 auf 65 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen sanken von neun auf sechs Delikte. Es waren fünf Raubüberfälle (2019: 12) zu verzeichnen. Im Bereich Häusliche Gewalt wurden 155 Straftaten registriert. Das sind 21 Delikte weniger als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.
Die Delikte gegen das Vermögen gingen leicht zurück. So wurden 2'309 Straftaten verzeichnet, 6.0 % weniger. Betrugsdelikte stiegen um + 2.2 % auf 324 Straftaten an. Zurückgegangen sind Erpressungen von 21 auf 9 Straftaten. Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten erhöhte sich auf 31.4 % (2019: 29.1 %). Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 44 auf 187 Delikte zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme um - 19.0 %. Die Aufklärungsquote sank auf 12.3 % (2019: 16.0 %). Mit 680 Sachbeschädigungen wurde eine Zunahme um 25 Taten (+ 3.8 %) verzeichnet, 25.7 % (2019: 19.1 %) konnten aufgeklärt werden.
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um 24 auf 88 Delikte (- 21.4 %) gesunken. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 97.7 % (2019: 89.3 %). Deutlich gesunken ist der Exhibitionismus auf 6 Straftaten (2019: 15). Die Aufklärungsquote liegt bei 100.0 % (2019: 73.3 %). Sexuelle Handlungen mit Kindern sanken um 36.8 % auf 12 Straftaten (2019: 19) und Vergewaltigung sank auf 6 Straftaten (2019: 8).
Hingegen ist eine Zunahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 105 auf 1'108 Delikte (+ 10.5 %) zu verzeichnen. Stark zugenommen hat die Anzahl Straftaten bei Schmuggel um 26 auf 41 Fälle (+ 173.3 %). Eine Zunahme ist auch beim Besitz um 73 auf 432 Delikte (+ 20.3 %) zu verzeichnen. Die Anzahl Straftaten beim Handel in schweren Fällen sank um 5 auf 3 Delikte (2019: 8). Die leichten Fälle sanken um 10 auf 34 Fälle. 2020 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 16'017 g (2019: 36'353 g), Kokain 4'634 g (2019: 159 g), Heroin 12 g (2019: 656 g), Ecstasy 82 Stück (2019: 202 Stück), Halluzinogene 41 g (2019: 2'707 g), GHB/GBL 2'356 ml (2019: 802 ml) sowie Hanfpflanzen 1'510 Stück (2019: 2'468 Stück). Im Berichtsjahr verstarben zwei Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 185 Fällen (2019: 255) aus. Dabei wurden insgesamt 243 Personen (2019: 308) angehalten. Der Arbeitsaufwand sank um 1'118 Std. auf 903 Std.
Die Zahl der Brandstiftungen ist konstant bei acht Fällen geblieben. Die Aufklärungsquote liegt bei 25.0 % (2019: 37.5 %). Abgenommen haben die Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 15 auf 25 Anzeigen, was eine Abnahme um 37.5 % bedeutet.
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist mit 61.7 % gestiegen (2019: 59.8 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 52.5 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 44.8 % (2019: 43.3 %) und damit leicht über dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschuldigten erhöhte sich um 107 auf 3 320 (+ 19.8 %). Bei den Straftaten waren 55.8 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2019: 56.7 %). Einer Ausländerrate von 44.2 % steht eine solche von 43.3 % im Vorjahr gegenüber. 32.1 % der Beschuldigten sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2019: 28.4 %). 3.7 % der Beschuldigten waren Asylsuchende (2019: 4.6 %) und 15.0 % (2019: 18.0 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Im 2020 wurden 108 Kriminaltouristen weniger, nämlich 175, in Haft genommen. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 491 (2019: 410) ist um 19.8 % gestiegen. Die Jugendrate stieg auf 14.8 % (2019: 12.7 %).
Die Anzahl Cybercrime-Straftaten ist um 100 auf 520 Delikte gestiegen (2019: 420). Davon entfielen 232 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 5'135'778.
2019
Gute Sicherheitslage im Kanton Schwyz - hingegen deutlich mehr Cyberdelikte
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl Straftaten im Kanton Schwyz um 6.2 Prozent gesunken. Die Kantonspolizei registrierte weniger Delikte bei den Straftaten gegen das Strafgesetz und das Betäubungsmittelgesetz. Die Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz blieben konstant. Die Zahl der Einbruchsdelikte ging erneut zurück. Delikte im Bereich Cyberkriminalität, vor allem Cyber-Betrugsdelikte sowie Delikte gegen die sexuelle Integrität, nahmen hingegen stark zu. Jugendliche begingen im Jahr 2019 weniger Straftaten, was eine Reduktion der Jugendquote zur Folge hat.
Im Jahr 2019 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'602 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 373 Straftaten (- 6.2 %) entspricht. Im schweizweiten Vergleich gehört Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch zu den vier sichersten Kantonen.
Leib und Leben
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 258 Delikte (2018: 239) und damit eine Zunahme um 8.0 % verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 92.2 % (2018: 93.7 %). Im Jahr 2019 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz ein vollendetes und kein versuchtes Tötungsdelikt (2018: 1 vollendetes und 2 versuchte Tötungsdelikte). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 92 auf 97 Straftaten (+ 5.4 %). Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sieben auf neun Delikte. Die Aufklärungsquote liegt hier wie im Vorjahr bei 100 %. Es waren zwölf Raubüberfälle (2018: 7) zu verzeichnen.
Vermögen
Die Delikte gegen das Vermögen sind leicht zurückgegangen. So wurden 2'445 Straftaten (2018: 2'588) verzeichnet, was eine Abnahme um - 5.5 % bedeutet. Betrugsdelikte stiegen um + 21.0 % auf 317 Straftaten an (2018: 262). Zurückgegangen sind Erpressungen um - 16.0 % auf 21 Straftaten (2018: 25). Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten erhöhte sich leicht auf 29.1 % (2018: 28.1 %). Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 15 auf 231 Delikte zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme um - 6.1 %. Die Aufklärungsquote stieg auf 16.0 % (2018: 12.6 %). Dies ist auf die Klärung einer grösseren Einbruchsserie zurückzuführen. Mit 655 Sachbeschädigungen wurde eine Abnahme um 116 Taten (- 15.0 %) verzeichnet. 19.1 % (2018: 22.4 %) der Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.
Sexuelle Integrität
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist markant um 36 auf 112 Delikte (+ 47.4 %) angestiegen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 89.3 % (2018: 75.0 %). Deutlich angestiegen ist der Exhibitionismus auf 15 Straftaten (2018: 4). Die Aufklärungsquote liegt bei 73.7 % (2018: 50.0 %). Pornografische Delikte stiegen um +95.5 % auf 43 Straftaten (2018: 22).
Betäubungsmittel
Es ist eine leichte Abnahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 64 auf 1'003 Delikte (- 6.0 %) zu verzeichnen. Zurückgegangen ist der Konsum um 43 auf 559 Fälle (- 7.1 %). Stark ging die Anzahl Straftaten beim Handel in schweren Fällen zurück. Es wurden nur noch 8 Delikte (2018: 16) verzeichnet und damit eine Reduktion von -50.0 % erreicht. Die leichten Fälle nahmen um 1 auf 44 Fälle (- 2.2 %) ab. 2019 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 36'353 g (2018: 20'506 g), Kokain 159 g (2018: 574 g), Heroin 656 g (2018: 1168 g), Ecstasy 202 Stück (2018: 229 Stück), Halluzinogene 2'707 g (2018: 58 g) sowie Hanfpflanzen 2'468 Stück (2018: 7'912 Stück). Im Berichtsjahr verstarb erneut eine Person nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Aufgriffe von illegal Einreisenden
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 255 Fällen (2018: 278) aus. Dabei wurden insgesamt 308 Personen (2018: 452) angehalten. Der Arbeitsaufwand hingegen sank nur leicht um 284 Std. auf 2021 Std.
Diverse Delikte
Die Zahl der Brandstiftungen ist um fünf auf acht Fälle zurückgegangen. Die Aufklärungsquote liegt bei 37.5 % (2018: 61.5 %). Stark gestiegen ist die Anzahl von Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 11 auf 40 Anzeigen, was eine Zunahme um 37.9 % bedeutet.
Im Bereich Häusliche Gewalt waren 176 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 21 Delikte weniger (- 10.7 %) als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, einfachen Körperverletzungen oder Beschimpfungen.
Aufklärungsquote
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist mit 59.8 % gleichgeblieben (2018: 59.8 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 51.2 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 43.3 % (2018: 44.2 %) und damit leicht unter dem Vorjahr.
Ermittelte Straftäter
Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter ging um 830 auf 3213 (- 20.5 %) zurück. Bei den Straftaten waren 56.7 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2018: 57.7 %). Einer Ausländerrate von 43.3 % steht eine solche von 42.3 % im Vorjahr gegenüber. 28.4 % der Straftäter sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2018: 30.3 %). 4.6 % der ermittelten Straftäter waren Asylsuchende (2018: 4.9 %) und 18.0 % (2018: 16.2 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Im 2019 wurden 135 Kriminaltouristen weniger, nämlich 283 (- 32.3 %), in Haft genommen. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 410 (2018: 546) ist um 33.2 % zurückgegangen. Die Jugendrate fiel auf 12.7 % (2018: 13.5 %).
Cybercrime
Nach dem Aufbau des Fachbereiches Cybercrime wurden im Jahr 2019 erstmalig die Anzahl Cyber-Straftaten erfasst, nämlich 420. Davon entfielen 252 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 8'940'874.35.
Verschiedenes
Von allen im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen erneut 43.6 % auf den inneren und damit 56.4 % auf den äusseren Kantonsteil.
Prävention
Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei führten zahlreiche Präventionsanlässe durch. Dabei erhielten über 3100 Jugendliche und Erwachsene wertvolle Präventionstipps zu den Themen Gewalt, Drogen, Alkohol, Umgang mit neuen Medien, Sicherheit im Alter und im Alltag. Im Kampf gegen Einbruchdiebstähle hat die Kantonspolizei erneut grosse Anstrengungen unternommen. Dank 124 (Kampagne 2018: 184) Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung konnten während der Kampagne «Bei Verdacht Tel. 117» insgesamt fünf Verhaftungen (7) von mutmasslichen Einbrechern verbucht werden.
Würdigung aus Sicht des Kommandanten und des Sicherheitsdirektors
Polizeikommandant Oberstlt Damian Meier zeigt sich sehr erfreut über den erneuten Rückgang an Delikten. «Unsere Bemühungen tagen Früchte, wobei sich vor allem der grosse Mitteleinsatz im Kampf gegen die Einbruchskriminalität lohnt: Die Einbrüche gingen um fast 12 % auf einen rekordtiefen Wert zurück. Dennoch setzen wir unsere Bemühungen auch in diesem Bereich fort, denn jeder Einbruch ist ein Einbruch zu viel!» Sorgen bereiten dem Polizeikommandanten die vermehrten Verzeigungen wegen Gewalt und Drohungen gegen Beamte: «Hier gilt Null-Toleranz, solche Übergriffe werden konsequent verfolgt.» Der Aufbau des Fachbereichs Cybercrime sei notwendig gewesen und habe sich gelohnt: «Die Zahlen im Bereich Cybercrime steigen stark an. Hier ist auch eine Spezialisierung seitens der Polizei gefragt», fügt Kommandant Meier an. Er ist dankbar für die in diesem Bereich von der Politik zusätzlich gesprochenen 2 Stellen.
Für den Vorsteher des Sicherheitsdepartements, Regierungsrat André Rüegsegger, zeigt die vorliegende Statistik, dass auch in ländlichen Kantonen wie Schwyz nicht mehr nur eine heile Welt herrscht. Dennoch überwiegen für ihn die positiven Erkenntnisse: «Die Bevölkerung im Kanton Schwyz kann sich sicher fühlen, dies nicht zuletzt auch dank der hervorragenden Arbeit unserer Polizei». Anhand verschiedener Kennzahlen zeige sich, dass der Kanton Schwyz in vielen sicherheitsrelevanten Bereichen deutlich besser abschneide als der schweizerische Durchschnitt oder gar an der Spitze stehe. Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen sei es essentiell, sich auch auf neue Mittel und Ausprägungen der Kriminalität auszurichten. «Dementsprechend haben wir im letzten Jahr beispielsweise die Fachbereiche Cyberkriminalität und Nachrichtendienst weiter gezielt ausgebaut. Die Anforderungen an die Polizei, welche der Wandel der Zeit mit sich bringt, werden in Zukunft aber noch weiter steigen», so Rüegsegger abschliessend.
2018
Gute Sicherheitslage im Kanton Schwyz trotz leichter Zunahme der Straftaten
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl Straftaten im Kanton Schwyz um 1.8 Prozent angestiegen. Die Kantonspolizei stellte mehr Delikte bei den Straftaten gegen das Strafgesetz und das Ausländer- und Integrationsgesetz fest. Die Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz nahmen ab. Die Zahl der Einbruchsdelikte ging erneut zurück. Delikte im Bereich Cyberkriminalität nehmen stark zu. Jugendliche begingen im Jahr 2018 wiederum mehr Straftaten, was eine Erhöhung der Jugendquote zur Folge hat.
Im Jahr 2018 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'975 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer leichten Zunahme von 103 Straftaten (+ 1.8 %) entspricht.
Leib und Leben
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 239 Delikte (2017: 256) verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 93.7 % (2017: 93.0 %). Im Jahr 2018 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz ein vollendetes und zwei versuchte Tötungsdelikte (2017: 0/0). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen sank die Deliktszahl von 128 auf 92 Straftaten (- 28.1 %). Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen sanken von zwölf auf sieben Delikte. Die Aufklärungsquote liegt hier wie im Vorjahr bei 100 %. Es waren sieben Raubüberfälle (2017: 13) zu verzeichnen.
Vermögen
Die Delikte gegen das Vermögen sind leicht angestiegen. So wurden 2'588 Straftaten (2017: 2'494) verzeichnet, was eine Zunahme um 3.8 % bedeutet. Leicht zurückgegangen sind die Betrugsdelikte um - 5.1 % auf 262 Straftaten (2017: 276). Die Erpressungen stiegen markant um + 400 % auf 25 Straftaten an (2017: 5). Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten ging leicht auf 28.1 % (2017: 30.0 %) zurück. Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist erneut um 43 auf 246 Delikte zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme um 14.9 %. Die Aufklärungsquote stieg auf 12.6 % (2017: 11.8 %). Dies ist auf die Klärung einer grösseren Einbruchsserie zurückzuführen.
Mit 771 Sachbeschädigungen wurde eine Zunahme um 66 Taten (+ 9.4 %) verzeichnet. 22.4 % (2017: 19.6 %) der Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.
Sexuelle Integrität
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um zwei auf 76 Delikte (- 2.6 %) gesunken. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 75.0 % (2017: 89.7 %). Wieder angestiegen sind die sexuellen Handlungen mit Kindern. 2018 wurden zwölf Straftaten (2017: 8) erfasst. Die Aufklärungsquote liegt bei 66.7 % (2017: 75.0 %).
Betäubungsmittel
Es ist eine leichte Abnahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 102 auf 1'067 Delikte (- 8.7 %) zu verzeichnen. Zurückgegangen ist der Konsum um 40 auf 602 Fälle (- 6.2 %), aber insbesondere auch der Handel in schweren Fällen von 17 auf 16 (- 5.9 %) sowie in leichten Fällen um 24 auf 45 Fälle (- 34.8 %). 2018 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 20'506 g (2017: 96'669 g), Kokain 574 g (2017: 1'508 g), Heroin 1'168 g (2017: 291 g), Ecstasy 229 Stück (2017: 19 Stück), Halluzinogene 58 g (2017: 211 g) sowie Hanfpflanzen 7'912 Stück (2017: 1'305 Stück). Im Berichtsjahr verstarb wiederum eine Person nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Aufgriffe von illegal Einreisenden
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 278 Fällen (2017: 391) aus. Dabei wurden insgesamt 452 Personen (2017: 707) angehalten. Der Arbeitsaufwand hingegen sank nur leicht um 406 Std. auf 2'305 Std.
Diverse Delikte
Die Zahl der Brandstiftungen ist um acht auf 13 Fälle angestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 61.5 % (2017: 20.0 %). Ebenfalls gestiegen ist die Anzahl von Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 17 auf 29 Anzeigen, was eine Zunahme um 141.7 % bedeutet.
Im Bereich Häusliche Gewalt waren 197 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 23 Delikte weniger (- 10.5 %) als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.
Aufklärungsquote
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist leicht auf 59.8 % zurückgegangen (2017: 61.4 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 50.4 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch konnte mit 44.2 % (2017: 44.8 %) gehalten werden.
Ermittelte Straftäter
Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg um 708 auf 4043 (+ 21.4 %). Bei den Straftaten waren 57.7 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2017: 58.3 %). Einer Ausländerrate von 42.3 % steht einer Rate von 41.7 % im Vorjahr gegenüber. 30.3 % der Straftäter sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2017: 28.7 %). 4.9 % der ermittelten Straftäter waren Asylsuchende (2017: 5.0 %) und 16.2 % (2017: 13.9 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Im 2018 wurden zwei Kriminaltouristen weniger, nämlich 418 (- 0.5 %), in Haft genommen. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 546 (2017: 385) ist um 41.8 % angestiegen. Die Jugendrate ist auf 13.5 % angewachsen (2017: 11.5 %). Dies ist der zweite Anstieg in Folge.
Verschiedenes
Von allen im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen erneut 41.9 % auf den inneren und damit 58.1 % auf den äusseren Kantonsteil.
Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei führten zahlreiche Präventionsanlässe durch. Dabei erhielten über 4'300 Jugendliche und Erwachsene wertvolle Präventionstipps zu den Themen Gewalt, Drogen, Alkohol, Umgang mit neuen Medien, Sicherheit im Alter und im Alltag. Im Kampf gegen Einbruchdiebstähle hat die Kantonspolizei erneut grosse Anstrengungen unternommen. Dank 184 (Kampagne 2017: 151) Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung konnten während der Kampagne «Bei Verdacht Tel. 117» insgesamt sieben Verhaftungen (4) von mutmasslichen Einbrechern verbucht werden.
Schwergewichte 2019
Die Verhinderung und Aufklärung von Wohnungseinbrüchen und von Gewaltdelikten sowie die Optimierung des umgesetzten Bedrohungsmanagements sind Schwerpunkte im Jahr 2019. Aber auch die Aufklärung von Raubdelikten, Strukturermittlungen im Betäubungsmittelhandel sowie die Konsolidierung besonderer Ermittlungsformen bilden weitere Schwerpunkte kriminalpolizeilichen Handelns. Zudem wird ein Fachbereich «Cybercrime» aufgebaut, der dem Dienst Wirtschaftsdelikte zugeordnet ist.
2017
Leichter Rückgang der Straftaten bestätigt die im schweizweiten Vergleich gute Sicherheitslage im Kanton Schwyz
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl Straftaten im Kanton Schwyz um 0.4 Prozent zurückgegangen. Die Kantonspolizei stellte mehr Delikte bei den Betäubungsmitteln fest. Die Verstösse gegen das Strafgesetzbuch sowie das Ausländergesetz nahmen ab. Die Zahl der Einbruchsdelikte ging stark zurück. Jugendliche begingen im Jahr 2017 mehr Straftaten, was eine Erhöhung der Jugendquote zur Folge hat.
Im Jahr 2017 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'872 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 25 Straftaten (- 0.4 %) entspricht.
Leib und Leben
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 256 Delikte (2016: 266) verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 93.0 % (2016: 89.8 %). Im Jahr 2017 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz erneut kein vollendetes und auch kein versuchtes Tötungsdelikt (2016: 1). Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 108 auf 128 Straftaten (+ 18.5 %). Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sieben auf zwölf Delikte. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 100 % (2016: 57.1 %). Es waren 13 Raubüberfälle (2016: 11) zu verzeichnen.
Vermögen
Die Delikte gegen das Vermögen sind leicht angestiegen. So wurden 2'494 Straftaten (2016: 2'488) verzeichnet, was eine Zunahme um 0.2 % bedeutet. Angestiegen sind die Betrugsdelikte um + 128.1 % auf 267 Straftaten (2016: 121). Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten stieg auf 30.0 % (2016: 23.0 %).
Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 69 auf 289 Delikte zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme um 19.3 %. Die Aufklärungsquote stieg auf 11.8 % (2016: 8.7 %). Dies ist darauf zurückzuführen, dass 2017 eine grössere Einbruchsserie aufgeklärt werden konnte.
Mit 705 Sachbeschädigungen wurde eine Abnahme um 68 Taten (- 8.8 %) verzeichnet. 19.6 % (2016: 19.4 %) der Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.
Sexuelle Integrität
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um einen auf 78 Delikte (+ 1.3 %) angestiegen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 89.7 % (2016: 83.1 %). Stark zurückgegangen sind erneut die sexuellen Handlungen mit Kindern. 2017 wurden acht Straftaten (2016: 16) erfasst, was eine Abnahme von 50.0 % bedeutet. Die Aufklärungsquote liegt bei 75.0 % (2016: 100 %). Erneut angestiegen sind die Fälle von Pornografie um neun auf 26 Fälle (+ 52.9 %), während die Straftaten von Exhibitionismus um vier auf drei Fälle zurückgingen.
Betäubungsmittel
Es ist eine starke Zunahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 225 auf 1'169 Delikte (+ 23.8 %) zu verzeichnen. Zugenommen haben insbesondere der Konsum um 98 auf 642 Fälle (+ 22.1 %), aber auch der Handel in schweren Fällen von zehn auf 17 (+ 70.0 %). 2016 konnten deutlich mehr Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 96'669g (2016: 21'501g), Kokain 1'508g (2016: 420g) und Halluzinogene 211g (2016: 4g). Im Berichtsjahr verstarben wiederum drei Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Aufgriffe von illegal Einreisenden (Perronfälle)
Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau rückte die Kantonspolizei in 391 Fällen (2016: 472) aus. Dabei wurden insgesamt 707 Personen (2016: 739) angehalten, welche von Süden her in den Kanton Schwyz reisten. Der Arbeitsaufwand hingegen stieg um 308 Std. auf 2'711 Std.
Diverse Delikte
Die Zahl der Brandstiftungen ist mit fünf Delikten gleich geblieben. Die Aufklärungsquote liegt bei 20.0 %.
Die Anzahl von Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte ist 2017 um fünf auf 12 Anzeigen zurückgegangen, was ein Rückgang um 29.4 % bedeutet.
Im Bereich Häusliche Gewalt waren 220 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 33 Delikte mehr (+ 17.6 %) als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen oder einfachen Körperverletzungen.
Aufklärungsquote
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist auf 61.4 % angestiegen (2016: 56.8 %). Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch konnte auf 44.8 % (2016: 40.0 %) erhöht werden. Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 36.0 %.
Ermittelte Straftäter
Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg um 317 auf 3'335 (+ 10.5 %). Bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch waren 58.3 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2016: 55.0 %). 28.7 % der Straftäter sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2016: 27.1 %). Wiederum 5.0 % der ermittelten Straftäter waren Asylsuchende und 13.9 % (2016: 19.2 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet. Kriminaltouristen begingen 94 Delikte mehr, nämlich 420 (+ 28.8 %).
1'392 (2016: 1'357) der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 41.7 %. Im Vorjahr lag die Ausländerrate bei 45.0 %. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 385 (2016: 318) ist um 21.1 % angestiegen. Die Jugendrate ist auf 11.5 % angestiegen (2016: 10.5 %). Nach mehreren Jahren einer generell sinkenden Jugendquote ist diese in diesem Jahr erstmalig wieder angestiegen.
Regionale Verteilung
Die regionale Verteilung der Straftaten hat sich leicht zum Nachteil von Ausserschwyz verschoben. Von allen im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 41.9 % (2016: 41.4 %) auf den inneren und damit 58.1 % (2016: 58.6 %) auf den äusseren Kantonsteil, welcher die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal umfasst.
Verschiedenes
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit führte die Koordinationsstelle für die Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) von fedpol im Auftrag und unter Führung der Kantonspolizei Schwyz gemäss Schwyzer Polizeigesetzgebung 24 (2016: 58) verdeckte polizeiliche Vorermittlungen im Bereich der Kinderpornografie durch.
Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei führten zahlreiche Präventionsanlässe durch. Dabei erhielten über 4'000 Jugendliche und Erwachsene wertvolle Präventionstipps zu den Themen Gewalt, Drogen, Alkohol, Umgang mit neuen Medien, Sicherheit im Alter und im Alltag.
Im Kampf gegen Einbruchdiebstähle hat die Kantonspolizei erneut grosse Anstrengungen unternommen. Dank 151 (Kampagne 2016: 235) Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung konnten während der Kampagne «Bei Verdacht Tel. 117» insgesamt vier Verhaftungen (5) von mutmasslichen Einbrechern verbucht werden.
Schwergewichte 2018
Die Verhinderung und Aufklärung von Wohnungseinbrüchen sowie von Gewaltdelikten und die Optimierung des umgesetzten Bedrohungsmanagements sind Schwerpunkte im 2018. Aber auch die Aufklärung von Raubdelikten, Strukturermittlungen im Betäubungsmittelhandel sowie die Konsolidierung besonderer Ermittlungsformen bilden weitere Schwerpunkte kriminalpolizeilichen Handelns.
2016
Trotz mehr Straftaten ist die Sicherheitslage im Kanton Schwyz im schweizweiten Vergleich gut
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl Straftaten im Kanton Schwyz um 13.5 Prozent angestiegen. Die Kantonspolizei stellte allgemein mehr Delikte insbesondere bei den Betäubungsmittel- und Delikten gegen die Ausländergesetzgebung fest. Die Zahl der Einbruchsdelikte nahm leicht zu. Jugendliche begingen im Jahr 2016 leicht mehr Straftaten, dennoch sank die Jugendquote. Eine markante Zunahme erfolgte bei den Aufgriffen von Ausländern aus den Zügen im Bahnhof Goldau.
Im Jahr 2016 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'897 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 703 Straftaten (+ 13.5 %) entspricht.
Leib und Leben
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 266 Delikte (2015: 206) verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 89.8 % (2015: 87.4 %). Im Jahr 2016 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz kein vollendetes Tötungsdelikt. Das eine versuchte Tötungsdelikt (2015: 4) konnte aufgeklärt werden. Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 81 auf 108 Straftaten (+ 33.3 %). Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sechs auf sieben Delikte. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 57.1 % (2015: 87.7 %). Der in den letzten Jahren kontinuierliche Rückgang von Raubüberfällen hat sich nicht bestätigt. Es waren elf Raubüberfälle (2015: 6) zu verzeichnen.
Vermögen
Die Delikte gegen das Vermögen sind gesunken. So wurden 2'488 Straftaten (2015: 2'611) verzeichnet, was eine Abnahme um 4.7 % bedeutet. Die Abnahme ist insbesondere auf die geringeren Deliktszahlen bei den allgemeinen Fahrzeugdiebstählen zurückzuführen. Angestiegen sind die Betrugsdelikte um + 14.2 % auf 121 Straftaten (2015: 106). Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten sank leicht auf 23.0 % (2015: 25.5 %).
Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 23 auf 358 Delikte angestiegen. Dies bedeutet eine Zunahme um 6.9 %. Die Aufklärungsquote sank auf 8.7 % (2015: 19.4 %). Dies ist darauf zurückzuführen, dass 2016 keine grösseren Einbruchsserien aufgeklärt werden konnten.
Mit 773 Sachbeschädigungen wurde eine leichte Zunahme von 79 Taten (+ 11.4 %) verzeichnet. 19.4 % (2015: 20.0 %) der Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.
Sexuelle Integrität
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um fünf auf 77 Delikte (+ 6.9 %) angestiegen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 83.1 % (2015: 87.5 %). Stark zurückgegangen sind die sexuellen Handlungen mit Kindern. 2016 wurden 16 Straftaten (2015: 28) erfasst, was eine Abnahme von 42.9 % bedeutet. Die Aufklärungsquote liegt bei 100 % (2015: 96.4 %). Leicht angestiegen sind die Fälle von Pornografie um zwei auf 17 Fälle (+ 13.3 %), während die Straftaten von Exhibitionismus gleich blieben, nämlich bei sieben Fällen.
Betäubungsmittel
Es ist eine starke Zunahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 451 auf 944 Delikte (+ 91.5 %) zu verzeichnen. Dies ist mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass 2015 der Konsum von Cannabisprodukten durch Erwachsene im Ordnungsbussenverfahren geahndet und diese Fälle nicht in der PKS erfasst wurden. 2016 wurde diese Praxis erneut geändert, in dem Sinne, dass neu die Ordnungsbussenverfahren wiederum in die PKS Eingang finden. 2016 konnten deutlich mehr Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 21'501g (2015: 2'110g), Haschisch 11809g (2015: 114g) und Heroin 1'120g (2015: 210g). Im Berichtsjahr verstarben drei Personen (2015: 0) nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.
Aufgriffe von illegalen Einwanderern (Perronfälle)
Die Kantonspolizei Schwyz verzeichnete erneut eine markante Zunahme der Aufgriffe von illegalen Einwanderer in den Zügen beim Bahnhof Goldau. Insgesamt rückte die Kantonspolizei in 472 Fällen (2015: 307) aus. Dabei wurden insgesamt 739 Personen angehalten, welche von Süden her in den Kanton Schwyz reisten.
Diverse Delikte
Die Zahl der Brandstiftungen hat sich um vier auf fünf Delikte verringert. Die Aufklärungsquote liegt deutlich gesunken bei 40.0 %.
Die Anzahl von Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte ist 2016 um eine auf 17 Delikte zurückgegangen, was ein Rückgang um 5.6 % bedeutet.
Im Bereich Häusliche Gewalt waren 187 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 58 Delikte mehr (+ 45.0 %) als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen oder einfachen Körperverletzungen.
Aufklärungsquote
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist auf 56.8 % angestiegen (2015: 51.7 %). Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch konnte auf 40.0 % (2015: 39.7 %) erhöht werden. Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 35.3 %.
Ermittelte Straftäter
Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg um 337 auf 3'018 (+ 12.6 %). Bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch waren 55.0 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2015: 51.4 %). 27.1 % der Straftäter sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2015: 24.4 %). 5.0 % der Delikte wurden durch Asylsuchende verübt (2015: 3.8 %) und 19.2 % durch die übrige ausländische Bevölkerung, so zum Beispiel durch Kriminaltouristen (2015: 20.7 %).
1'357 (2015: 1'303) der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 45.0 %. Im Vorjahr lag die Ausländerrate höher, nämlich bei 48.6 %. 169 (2015: 114) Jugendliche waren ausländischer Nationalität, was einer klar gestiegenen Rate von 53.1 % gegenüber 36.2 % im Vorjahr entspricht.
Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 318 (2015: 315) ist um 1 % angestiegen. Die Jugendrate ist auf 10.5 % gesunken (2015: 11.7 %). Dies wiederspiegelt eine seit langem im Kanton Schwyz erkennende Tendenz hin zu einer sinkenden Jugendquote.
Regionale Verteilung
Die regionale Verteilung der Straftaten hat sich zum Nachteil von Ausserschwyz verschoben. Von allen im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 41.4 % (2015: 45.1 %) auf den inneren und damit 58.6 % (2015: 54.9 %) auf den äusseren Kantonsteil, welcher die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal umfasst. In fünf Bezirken war eine Zunahme der Anzahl Delikte zu verzeichnen, so im Bezirk March (+ 35.6 %), Küssnacht (+ 11.8 %), Höfe (+ 9.2 %), Einsiedeln (+ 5.4 %) und Schwyz (+ 3.5 %). Einzig im Bezirk Gersau wurden im Berichtsjahr 27.8 % weniger Straftaten (- 20 Delikte) verübt.
Verschiedenes
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit führte die Koordinationsstelle für die Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) von fedpol im Auftrag und unter Führung der Kantonspolizei Schwyz gemäss Schwyzer Polizeigesetzgebung 58 (2015: 7) verdeckte polizeiliche Vorermittlungen im Bereich der Kinderpornografie durch.
Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei führten zahlreiche Präventionsanlässe zu den Themen «Polizei – was nun», Gewalt, Drogen, Alkohol, Umgang mit neuen Medien, Sicherheit im Alter und Sicherheit im Alltag durch. Dabei erhielten über 5'000 Jugendliche und Erwachsene wertvolle Präventionstipps.
Im Kampf gegen Einbruchdiebstähle hat die Kantonspolizei erneut grosse Anstrengungen unternommen. Dank 235 (Kampagne 2015: 265) Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung konnten während der Kampagne «Bei Verdacht Tel. 117» insgesamt fünf Verhaftungen (14) von mutmasslichen Einbrechern verbucht werden.
Schwergewichte 2017
Die Verhinderung und Aufklärung von Wohnungseinbrüchen sowie von Gewaltdelikten und die Optimierung des umgesetzten Bedrohungsmanagements sind Schwerpunkte im 2017. Aber auch die Aufklärung von Raubdelikten, Strukturermittlungen im Betäubungsmittelhandel sowie die Implementierung besonderer Ermittlungsformen bilden weitere Schwerpunkte kriminalpolizeilichen Handelns.
2015
Weniger Straftaten – Abnahme bei den Delikten gemäss Strafgesetzbuch und bei den Betäubungsmitteldelikten
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl Straftaten im Kanton Schwyz zurückgegangen. Die Kantonspolizei stellte weniger Delikte gemäss Strafgesetzbuch und bei den Betäubungsmittelstraftaten fest. Ebenso nahm die Zahl der Einbruchsdelikte stark ab. Jugendliche begingen im Jahr 2015 weniger Delikte, folglich sank die Jugendquote. Die Ausländerrate sank ebenfalls leicht. Die Sicherheitslage im Kanton Schwyz ist im schweizweiten Vergleich gut.
Im Jahr 2015 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 5'194 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer markanten Abnahme von 737 Straftaten (- 12.4 %) entspricht.
Leib und Leben
Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 206 Delikte (2014: 298) verzeichnet werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 87.4 % (2014: 92.3 %). Im Jahr 2015 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz kein vollendetes Tötungsdelikt. Von den vier versuchten Tötungsdelikten (- 20.0 %) konnten alle aufgeklärt werden. Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen sanken die Deliktszahl auf 81 Straftaten (- 32.5 %). Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen sank von elf auf sechs Delikte. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 87.7 % (2014: 91.7 %). Der in den letzten Jahren kontinuierliche Rückgang von Raubüberfällen hat sich nicht bestätigt. Es waren wiederum sechs Raubüberfälle zu verzeichnen.
Vermögen
Die Delikte gegen das Vermögen sind gesunken. So wurden 2'611 Straftaten (2014: 2'997) verzeichnet, was eine Abnahme um 12.9 % bedeutet. Die Abnahme ist insbesondere auf die geringeren Deliktszahlen bei den allgemeinen Diebstählen sowie den Einbruchdiebstählen zurückzuführen. Ebenfalls gesunken sind die Betrugsdelikte nämlich um - 7.8 % auf 106 Straftaten (2014: 115). Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten stieg leicht auf 25.2 % (2014: 22.5 %) an. Die Zahl der Ein- und Aufbrüche ist um 82 auf 335 Delikte gesunken. Dies bedeutet eine Abnahme um 19.7 %. Die Aufklärungsquote stieg auf 19.4 % (2014: 12.2 %). Dies ist darauf zurückzuführen, dass im 2015 mehrere Einbruchsserien aufgeklärt werden konnten. Mit 694 Straftaten im Bereich von Sachbeschädigungen wurde eine Abnahme von 229 Taten (- 24.8 %) verzeichnet. 20.0 % (2014: 17.1 %) der Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.
Sexuelle Integrität
Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität ist um eines auf 72 Delikte (- 1.4 %) gesunken. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 87.5 % (2014: 87.7 %). Stark angestiegen sind die sexuellen Handlungen mit Kindern. 2015 wurden 28 Straftaten (2014: 13) erfasst, was eine Zunahme von 115.4 % bedeutet. Die Aufklärungsquote liegt bei 96.4 % (2014: 92.3 %). Deutlich gesunken sind die Fälle von Pornografie um elf auf 15 Fälle (- 42.3 %), während die Straftaten von Exhibitionismus anstiegen, nämlich um fünf Fälle auf sieben.
Betäubungsmittel
Es war eine starke Abnahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um 267 auf 493 Delikte (- 35.1 %) zu verzeichnen. Dies ist mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass der Konsum von Cannabisprodukten durch Erwachsene neu im Ordnungsbussenverfahren geahndet wird und diese Fälle nicht mehr in der PKS erfasst werden (2015: 135). 2015 konnten deutlich weniger Betäubungsmittel sichergestellt werden, mit Ausnahme von Ecstasy 261 Stk. (2014: 79 Stk.) sowie Amphetamine 238 g (2015: 93 g).
Diverse Delikte
Die Zahl der Brandstiftungen hat sich um eines auf neun Delikte erhöht. Trotz des statistischen Anstiegs von + 12.5 % liegt der absolute Wert verglichen mit den vergangenen Jahren sehr tief. Die Aufklärungsquote liegt deutlich erhöht bei 77.8 % (2014: 37.5 %). Die Anzahl von Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte nimmt wiederum zu. 2015 wurden 18 (2014: 15) Delikte angezeigt, was eine Zunahme um + 20.0 % bedeutet. Im Bereich Häusliche Gewalt waren 129 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 92 Delikte weniger (- 41.6 %) als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Drohungen, einfachen Körperverletzungen oder Tätlichkeiten. Die Kantonspolizei rückte in weiteren 112 (2014: 125) Fällen aus, ohne dass ein Straftatbestand erfüllt war.
Aufklärungsquote
Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz ist auf 51.7 % angestiegen (2014: 49.9 %). Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch konnte auf 39.7 % (2014: 36.7 %) erhöht werden. Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 32.0 %. Bei den Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz ist die Quote mit 99.0 % wiederum über dem schweizerischen Durchschnittswert (96.7 %).
Ermittelte Straftäter
Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter sank um 264 auf 2'681 (- 9.0 %). Bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch waren 51.4 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2014: 50.9 %). 24.4 % der Straftäter sind der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2014: 28.7 %). 3.8 % der Delikte wurden durch Asylsuchende verübt (2014: 2.9 %) und 20.7 % durch die übrige ausländische Bevölkerung, so zum Beispiel durch Kriminaltouristen (2014: 19.9 %). 1‘303 (2014: 1'445) der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 48.6 %. Im Vorjahr lag die Ausländerrate höher, nämlich bei 49.1 %. 114 (2014: 123) Jugendliche waren ausländischer Nationalität, was einer klar gestiegenen Rate von 36.2 %, gegenüber 30.1 % im Vorjahr entspricht. Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 315 (2014: 409) ist um 23.0 % gesunken. Die Jugendrate ist ebenfalls auf 11.7 % gesunken (2014: 13.9 %). Dies wiederspiegelt eine seit langem im Kanton Schwyz erkennende Tendenz hin zu einer sinkenden Jugendquote.
Regionale Verteilung
Die regionale Verteilung der Straftaten hat sich zum Nachteil von Innerschwyz verschoben. Von allen im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 45.1 % (2014: 44.7 %) auf den inneren und damit 54.9 % (2014: 55.3 %) auf den äusseren Kantonsteil, welcher die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal umfasst. In fünf Bezirken war eine Abnahme der Anzahl Delikte zu verzeichnen, so im Bezirk Küssnacht (- 17.3 %), March (- 16.7 %), Schwyz (- 13.0 %), Einsiedeln (- 13.0 %) und Höfe (- 11.2 %). Einzig im Bezirk Gersau wurden im Vorjahr 63.6 % mehr Straftaten (+ 28 Delikte) verübt.
Verschiedenes
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit führte die Koordinationsstelle für die Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) von fedpol im Auftrag und unter Führung der Kantonspolizei Schwyz gemäss Schwyzer Polizeigesetzgebung sieben (2014: 28) verdeckte polizeiliche Vorermittlungen im Bereich der Kinderpornografie. Mitarbeitende der Kantonspolizei Schwyz führten an verschiedenen Schulen und Gymnasien Präventionsanlässe durch. In diesen wurden rund 6'000 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema «Polizei – was nun», Gewalt, Drogen und Alkohol sowie dem Umgang mit neuen Medien konfrontiert.
Im Kampf gegen Einbruchdiebstähle hat die Kantonspolizei grosse Anstrengungen unternommen. Dank 265 (Kampagne 2014: 180) Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung konnten während der Kampagne «Bei Verdacht Tel. 117» insgesamt 14 Verhaftungen (16) von mutmasslichen Einbrechern verbucht werden.
Schwergewichte 2016
Die Verhinderung und Aufklärung von Wohnungseinbrüchen sowie von Gewaltdelikten und die Umsetzung eines angepassten Bedrohungsmanagements sind Schwerpunkte im 2016. Aber auch die Aufklärung von Raubdelikten, Strukturermittlungen im Menschen- und Betäubungsmittelhandel sowie die Implementierung besonderer Ermittlungsformen bilden weitere Schwerpunkte kriminalpolizeilichen Handelns.