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Verkehrsunfallstatistiken

Das Unfallgeschehen im Verkehr im Kanton Schwyz wird jährlich statistisch erhoben. So können Unfallschwerpunkte analysiert sowie Massnahmen ergriffen und umgesetzt werden.

Hier finden Sie die aktuellen Zahlen und Statistiken aus den vergangenen Jahren zu Verkehrsunfällen im Kanton Schwyz.

2024

Weniger Verkehrsunfälle und Verkehrstote

Nach dem letztjährigen Rückgang ist die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Jahr 2024 wieder leicht gesunken. Drei Personen verunfallten auf Schwyzer Strassen tödlich. Missachten des Vortritts sowie das Nichtanpassen der Geschwindigkeit waren die Hauptursachen für die Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 743 (2023: 792) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen drei Menschen ihr Leben. 49 (61) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, davon drei (fünf) lebensbedrohliche. Die Zahl der Leichtverletzten lag bei 263 (255). Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden sank auf 261 (271) und diejenigen mit Sachschaden sank um 38 auf 482.

Mit 125 Unfällen ist das Missachten des Vortritts wieder die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 94 Unfällen.

Die Anzahl verunfallter Fussgänger ist erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr um elf gesunken und liegt bei 31 (42).

2023

Weniger Verkehrsunfälle, aber mehr Verkehrstote

Nach dem letztjährigen Anstieg ist die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Jahr 2023 mit 792 (818) wieder leicht gesunken. Sechs Personen verunfallten auf Schwyzer Strassen tödlich, vier mehr als im Vorjahr. Missachten des Vortritts sowie Ablenkung und Unaufmerksamkeit waren die Hauptursachen für die Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 792 (2022: 818) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen sechs Menschen ihr Leben, vier mehr als im Vorjahr. 61 (54) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, fünf (zwei) lebensbedrohliche. Die Zahl der Leichtverletzten liegt bei 255 (326). Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden sank um 48 auf 271 und diejenigen mit Sachschaden stieg um 22 auf 521.

Mit 136 Unfällen ist das Missachten des Vortritts wieder die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 132 Unfällen.

Die Anzahl verunfallter Fussgänger ist gegenüber dem Vorjahr um 9 gestiegen und liegt bei 42 (33). Zwei Personen starben bei einem Fussgängerunfall. Insgesamt wurden 37 (48) Unfälle mit einem Fahrrad registriert, was einen Rückgang bedeutet. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, sind wieder leicht gesunken. Die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 20 (25).

15'579 (14'855) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. An 18 Schulorten standen zudem insgesamt 518 Schüler- und Erwachsenenpatrouilliere im Einsatz. 1750 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs insgesamt 20 durchgeführten Radtests, wovon über 93 % bestanden haben.

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 69'207 (68'445) Ordnungsbussen sowie 1'115 (1'176) Anzeigen an die Staatsanwaltschaft. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist leicht gesunken und liegt nun bei 0.42 % (0.51 %). Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'226'770 (5'472'620) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 482'893 (574'066) aus.

2022

Weniger Todesopfer, mehr Unfälle und Verletzte

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 818 (2021: 740) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen zwei Menschen ihr Leben, zwei weniger als im Vorjahr. 48 (38) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, zwei (vier) lebensbedrohliche. Die Zahl der Leichtverletzten liegt bei 267 (209). Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden stieg um 64 auf 319 und diejenigen mit Sachschaden minim um 14 auf 499.

Mit einem markanten Anstieg von 107 auf 160 Unfälle ist das Missachten des Vortritts neu wieder die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung. In dieser Kategorie gab es einen Rückgang von 146 auf 119 Unfälle. Das Nichtanpassen der Geschwindigkeit ist mit einem Rückgang von 127 auf 112 neu auf dem dritten Platz.

Die Zahl der Fussgängerunfälle liegt bei 33 (29) und bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, bewegen sich weiterhin auf relativ tiefem aber tendenziell steigendem Niveau. Die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 25 (17). Die Zahl der auf normalen Fahrrädern Verunfallten stieg von 36 auf 48.

Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden wiederum fünf Personen erheblich verletzt. Die Zahl der Leichtverletzten verdreifachte sich allerdings von 6 auf 18. 13 (10) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Die Zahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder stieg nach einem zweijährigen Rückgang von 7 auf 13 Verunfallte. Die Kantonspolizei Schwyz setzt alles daran, diese Zahl wieder zu senken. Dies mit Präventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden und gezieltem Verkehrsunterricht in den Schulen.

14'855 (13'818) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. An 19 Schulorten standen zudem insgesamt 431 Schüler- und Erwachsenenpatrouilliere im Einsatz. 1'240 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs insgesamt 18 durchgeführten Radtests, wovon über 97 % bestanden haben.

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 68'445 (72'927) Ordnungsbussen sowie 1'176 (927) Anzeigen an die Staatsanwaltschaft. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen stieg erneut leicht an und liegt nun bei 0.51 % (0.40 %). Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'472'620 (5'811'230) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 574'066 (678'605) aus.

2021

Weniger Todesopfer, Verletzte und Unfälle

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 740 (782 im Vorjahr) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen vier Menschen ihr Leben, sechs weniger als im Vorjahr. 43 (69) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, sechs (fünf) lebensbedrohliche. Nach einem markanten Anstieg im Vorjahr, wurden mit 255 Personen (338) wieder wesentlich weniger Leichtverletzte registriert. Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden sank um 69 und liegt damit wieder im Bereich der Vorjahre, während diejenigen mit Sachschaden um 33 auf 485 angestiegen sind.

Mit einem Anstieg von 112 auf 146 Unfälle ist Unaufmerksamkeit und Ablenkung neu wieder die häufigste Unfallursache. Ebenfalls angestiegen und zweithäufigste Unfallursache ist das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse (107 auf 127). Missachten des Vortritts ist mit einem Rückgang um 34 auf 107 Unfälle neu auf dem dritten Platz.

Nach einer Zunahme um 15 auf 44 Fussgängerunfälle im Vorjahr gingen die Unfälle wieder auf 29 zurück. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, bewegen sich weiterhin auf einem tiefen Niveau, die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 17 (25). Die Zahl der auf Fahrrädern Verunfallten sank erneut, nämlich von 58 auf 36.

Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden fünf Personen erheblich verletzt, was eine Abnahme um vier Verunfallte bedeutet. 10 (14) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Die Zahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder ging erneut zurück, von elf auf sieben Verunfallte. Die Kantonspolizei Schwyz setzt weiterhin alles daran, die Zahlen weiter zu senken. Dies mit Präventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden und gezieltem Verkehrsunterricht in den Schulen. 13'818 (11'539) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. An 19 Schulorten standen zudem insgesamt 466 Schülerpatrouilleure im Einsatz. 1'651 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs insgesamt 22 durchgeführten Radtests, wovon über 95 % bestanden haben. Für die Miteinbindung der Erziehungsberechtigten wurden massgeschneiderte Informationsvideos produziert, welche insgesamt 4'700 Aufrufe generierten.

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 72'927 (71'740) Ordnungsbussen sowie 927 (1'020) Anzeigen an die Staatsanwaltschaft. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen stieg minim an und liegt neu bei 0.40 % (0.39 %). Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'811'230 (5'601'230) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 678'605 (701'052) aus.

2020

Rückgang der Unfallzahlen - Anstieg der Todesopfer und der Verletzten

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 782 (832 im Vorjahr) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen zehn Menschen ihr Leben, vier mehr als im Vorjahr. 69 (48) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, fünf (sechs) lebensbedrohliche. Eine markante Zunahme um 95 auf 338 Personen war bei den leicht Verletzten feststellbar. Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden stieg um 68, während diejenigen mit Sachschaden um 118 auf 458 markant abgenommen haben.

Mit einem leichten Anstieg von 135 auf 141 ist das Missachten des Vortritts die häufigste Unfallursache. Die Unfälle aufgrund von Unaufmerksamkeit oder Ablenkung sind um 30 auf 112 zurückgegangen. Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse war im 2020 bei jedem siebten Verkehrsunfall die Hauptursache. Im Vergleich zum Vorjahr wurden hier drei Unfälle weniger registriert.

Mit einer Zunahme um 15 auf 44 Fussgängerunfälle stieg die Zahl markant an. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, bewegen sich weiterhin auf einem tiefen Niveau, die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 25 (17). Die Zahl der auf Fahrrädern Verunfallten ist um einen auf 58 zurückgegangen.

Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden neun Personen erheblich verletzt, was eine Zunahme um fünf Verunfallte bedeutet. 14 (13) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Nachdem im Vorjahr ein Anstieg bei den auf dem Schulweg verunfallten Kinder zu verzeichnen war, ist die Zahl im 2020 erfreulicherweise von 18 auf 11 gesunken. Die Kantonspolizei Schwyz setzt weiterhin viel daran, die Zahlen zu senken. Dies mit Präventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden und gezieltem Verkehrsunterricht in den Schulen. 11'539 (19'056) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 541 Schülerpatrouilleure im Einsatz. Coronabedingt mussten die praktischen Radfahrertests 2020 ausgesetzt werden. Auch die Elternabende konnten nicht alle durchgeführt werden, weshalb lediglich 574 (1'701) Erziehungsberechtigte in den Genuss der Informationen der Kantonspolizei kamen. Die Informationskampagnen zu diversen Themen der Verkehrssicherheit wurden fortgeführt.

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 71'740 (79'960) Ordnungsbussen sowie 1'020 (1'471) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist leicht gesunken und liegt neu bei 0.39 %. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'601'230 (6'388'470) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 701'052 (890'220) aus.

2019

Rückgang bei den im Strassenverkehr Verletzten

Im Jahr 2019 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 832 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, im Vorjahr waren es 821. Sechs Personen verloren auf Schwyzer Strassen ihr Leben, 2018 waren es fünf. Am stärksten nahmen die Unfälle mit Sachschaden zu. Unaufmerksamkeit und Ablenkung waren wiederum die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 832 (821 im Vorjahr) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen sechs Menschen ihr Leben, eine mehr als im Vorjahr. 48 Personen erlitten erhebliche Verletzungen, sechs lebensbedrohliche. Die Anzahl der Schwerverletzten verharrt auf Vorjahresniveau. 243 (289) Verkehrsteilnehmer erlitten leichte Verletzungen. Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden ging um 17 zurück, während diejenigen mit Sachschaden um 28 zugenommen haben.

Unfallauswirkungen und –ursachen

Auch wenn die Unfälle aufgrund von Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 142 (156) erneut zurückgegangen sind, bilden sie weiterhin die häufigste Unfallursache. Mit einem Anstieg von 128 auf 135 bleibt das Missachten des Vortritts zweithäufigste Unfallursache und macht den Vorjahresrückgang wieder wett. Auch beim Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse musste 2019 ein Anstieg verzeichnet werden, von 97 auf 110. Mit 58 Unfällen ist der Alkoholeinfluss gleich häufig Unfallursache gewesen wie im Vorjahr. Von einem auf zehn Unfälle angestiegen ist die Ursache Drogeneinfluss.

Mit einer Zunahme um einen auf 29 Fussgängerunfälle verharrt die Zahl auf dem Vorjahresniveau. 14 von diesen Unfällen ereigneten sich auf Fussgängerstreifen, 2018 waren es deren 8, womit der letztjährige Rückgang wieder aufgehoben wurde. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt sind, bewegen sich weiterhin auf einem eher tiefen Niveau, die Kantonspolizei Schwyz registrierte lediglich deren 16 (8). Damit setzt sich die steigende Tendenz nach einem Rückgang im Vorjahr fort. Die Zahl der auf Fahrrädern Verunfallten ist erneut gestiegen, von 55 auf 59. Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden mit vier Personen gleich viele wie im Vorjahr erheblich verletzt, elf (sechs) erlitten leichte Verletzungen. 13 (8) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Unfallorte

Innerorts (von 438 auf 473) und auf der Autobahn (von 139 auf 151) sind die Unfallzahlen gestiegen, Ausserorts sanken sie von 244 auf 208. Auf allen Verkehrsträgern bewegen sich die Zahlen unter dem langjährigen Mittel, innerorts um 9, ausserorts um 53 und auf den Autobahnen um 20 Unfälle pro Jahr. Mehr als die Hälfte der registrierten Verkehrsunfälle passieren innerorts.

Verkehrsprävention

Auch wenn die Anzahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder von elf auf 18 angestiegen ist, liegt die Schuld am Unfall nur selten beim Kind. Häufigste Unfallursache auf dem Schulweg ist das Nichtgewährend es Vortritts auf dem Fussgängerstreifen, gefolgt von Vortrittsmissachtungen beim Abbiegen.

Die Kantonspolizei Schwyz setzt weiterhin viel daran, die Zahlen weiter zu senken. Einerseits mit Präventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden allgemein, andererseits im Verkehrsunterricht in den Schulen. 19'056 (16‘985) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. 1'600 (1'281) Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs durchgeführten Radtests. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 399 Schülerpatrouilleure im Einsatz.

Nebst der Verkehrsinstruktion für die jüngsten Verkehrsteilnehmer stellen die Erziehungsberechtigten wichtige Multiplikatoren für das korrekte Verhalten im Strassenverkehr dar. 1'701 (1‘613) Erziehungsberechtigte besuchten Informationsabende und konnten so mit den aktuellen Ausbildungsinhalten vertraut gemacht werden. Die Schulanfangskampagne «Kinder überraschen!» sensibilisierte sämtliche Verkehrsteilnehmenden für die Kinder auf dem Schulweg.

Auch wenn der Fokus der Präventionstätigkeit bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern liegt, werden mit den Verkehrssicherheitskampagnen zu den Themen Ablenkung und Fahrfähigkeit weitere wichtige Sicherheitsfaktoren bei der Prävention mit einbezogen. Diese Informationskampagnen wurden von gezielten Kontrollen begleitet, um mit der Repression deren Wirkung zu verstärken.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 79'960 (79'761) Ordnungsbussen sowie 1'471 (1'380) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist erneut leicht angestiegen und liegt neu bei 0.41 %. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 6'388'470 (5'952'590) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 890'220 (575'715) aus.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte 2020

Die Unfallzahlen zeigen, dass die Präventionstätigkeit des Kantonspolizei Schwyz Wirkung zeigt. Diese intensive und aufwändige Tätigkeit muss fortgesetzt werden, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Die Kantonspolizei Schwyz wird im Rahmen der bewährten Drei-Säulen-Strategie in der Form von Information, Prävention und Repression weiterhin am Ball bleiben. Die Intensivierung der Informationskampagnen mit modernen Mitteln wie Videos auf Social-Media-Kanälen wird fortgesetzt. Aber auch die traditionellen Kampagnen wie «Fokus auf die Strasse» und zum Thema Fahrfähigkeit tragen zur Verhinderung von Unfällen bei. Um die Wirkung der Informationskampagnen zu verstärken, werden die gezielten Geschwindigkeitskontrollen an sicherheitsrelevanten Örtlichkeiten weiterhin durchgeführt. Auch anlässlich der Schulanfangskampagne wird die Polizei den Verkehr überwachen und Geschwindigkeitskontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit bei den schwächsten Verkehrsteilnehmern zu erhöhen.

2018

Rückgang bei den Unfallzahlen

Im Jahr 2018 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 821 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, im Vorjahr waren es 958. Fünf Personen verloren auf Schwyzer Strassen ihr Leben, 2017 waren es sechs. Am stärksten gingen die Unfälle mit Sachschaden zurück. Unaufmerksamkeit und Ablenkung waren wiederum die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 821 (958 im Vorjahr) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen fünf (sechs) Menschen ihr Leben, 54 (48) wurden schwer verletzt, 289 (316) erlitten leichte Verletzungen. Somit ging insbesondere die Anzahl Unfälle mit Sachschaden stark zurück, bei den Schwerverletzten ist ein kleiner Anstieg zu verzeichnen.

Unfallauswirkungen und –ursachen

Auch wenn die Unfälle aufgrund von Unaufmerksamkeit und Ablenkung von 198 im Vorjahr auf 156 sanken, bilden sie wiederum die häufigste Unfallursache. Trotz eines Rückgangs um 21 auf 128 Unfälle ist das Missachten des Vortritts neu die zweithäufigste Unfallursache. Dies, weil die nicht an die Strassenverhältnisse angepasste Geschwindigkeit noch stärker abgenommen hat, nämlich von 144 Unfällen im Jahr 2017 auf 97. Mit 58 Unfällen bewegt sich der Alkoholeinfluss im Bereich des Vorjahres (59).

Auch die Zahl der Unfälle mit Fussgängern nahm ab, es wurden 28 (41) registriert. 8 von diesen Unfällen ereigneten sich auf Fussgängerstreifen, 2017 waren es deren 15. Unfälle an denen E-Bikes beteiligt sind, bewegen sich weiterhin auf einem tiefen Niveau, die Kantonspolizei Schwyz registrierte lediglich deren zehn (15). Diesem Rückgang steht ein Anstieg den Unfällen mit Fahrrädern gegenüber, von 49 auf 55. Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden vier (fünf) Personen schwer und sechs (neun) leicht verletzt. Acht Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Unfallorte

Innerorts (von 494 auf 438), ausserorts (von 272 auf 244) und auf der Autobahn (von 192 auf 139) sind die Unfallzahlen rückläufig. Auf allen Verkehrsträgern bewegen sich die Zahlen unter dem langjährigen Mittel, innerorts um 61, ausserorts um 24 und auf den Autobahnen um 40 Unfälle pro Jahr. Mehr als die Hälfte der registrierten Verkehrsunfälle passieren innerorts.

Verkehrsprävention

Auch wenn sich die Anzahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder mit elf Unfällen auf anhaltend tiefem Niveau bewegt, setzt die Kantonspolizei Schwyz viel daran, die Zahlen weiter zu senken. 16'985 Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. 1'281 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs durchgeführten Radtests. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 399 Schülerpatrouilleure im Einsatz.

Nebst der Verkehrsinstruktion für die jüngsten Verkehrsteilnehmer stellen die Erziehungsberechtigten wichtige Multiplikatoren für das korrekte Verhalten im Strassenverkehr dar. 1'613 Erziehungsberechtigte besuchten Informationsabende und konnten so mit den aktuellen Ausbildungsinhalten vertraut gemacht werden. Die Schulanfangskampagne «Rad steht, Kind geht!» brachte sämtlichen Verkehrsteilnehmern das richtige Verhalten gegenüber Kindern am Fussgängerstreifen nahe und trug so zur Erhöhung der Sicherheit auf dem Schulweg bei.

Auch wenn der Fokus der Präventionstätigkeit bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern liegt, werden mit den Verkehrssicherheitskampagnen zu den Themen Ablenkung und Alkohol am Steuer weitere wichtige Sicherheitsfaktoren bei der Prävention mit einbezogen. Diese Informationskampagnen wurden von gezielten Kontrollen begleitet, um mit der Repression deren Wirkung zu verstärken.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 79'761 (81'238) Ordnungsbussen sowie 1'380 (1'395) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist erneut angestiegen und liegt neu bei 0.40 %. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'952'590 (5‘852‘260) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt CHF 575'715 (690‘760) aus.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte 2019

Die Präventionstätigkeit ist, wie die Entwicklung der Unfallzahlen klar aufzeigt, auf dem richtigen Weg. Um die Erhöhung der Verkehrssicherheit nachhaltig sicherzustellen, müssen die aufwändigen und intensiven Präventionstätigkeiten fortgesetzt werden. Die Kantonspolizei Schwyz wird im Rahmen der bewährten Drei-Säulen-Strategie in der Form von Information, Prävention und Repression weiterhin intensiv arbeiten. Insbesondere mit Informationen in Form von Kurzvideos wird die Bevölkerung über die Social-Media-Kanäle direkt angesprochen. Aber auch die traditionellen Kampagnen wie «Keine Ablenkung» und zum Thema Fahrfähigkeit tragen zur Verhinderung von Unfällen bei. Um die Wirkung der Informationskampagnen zu verstärken, werden die gezielten Geschwindigkeitskontrollen an sicherheitsrelevanten Örtlichkeiten weiterhin durchgeführt. Auch anlässlich der Schulanfangskampagne wird die Polizei den Verkehr überwachen und Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

2017

Verkehrsunfallstatistik 2017: Mehr Unfalltote - weniger Schwerverletzte

Im Jahr 2017 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 958 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, 13 mehr als im Vorjahr. Sechs Personen verloren auf Schwyzer Strassen ihr Leben, zwei mehr als noch 2016. Unaufmerksamkeit und Ablenkung waren wiederum mit Abstand die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 958 (Vorjahr 945) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle im Kanton Schwyz. Dabei kamen sechs (vier) Menschen zu Tode, 48 (66) wurden schwer, 316 (299) leicht verletzt.

Unfallauswirkungen und –Ursachen

Unaufmerksamkeit und Ablenkung sind mit 198 (199) wiederum die häufigste Unfallursache. Von 110 auf 144 angestiegen ist die Zahl der Unfälle aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit und damit neu zweithäufigste Ursache. 140 (132) der registrierten Unfälle sind auf das Missachten des Vortritts zurückzuführen. Von 70 auf 59 gesunken ist Alkoholeinfluss, womit sich diese Ursache nach einem Anstieg im Jahr 2016 wieder auf dem Niveau der Vorjahre bewegt.

Wiederum stieg die Zahl der Unfälle mit Fussgängern leicht an von 36 auf 43. 15 von diesen Unfällen ereigneten sich auf Fussgängerstreifen, 2016 waren es deren zehn. Mit E-Bikes wurden mit 15 (8) mehr Unfälle als im Vorjahr  registriert, nach wie vor sind die Unfälle mit E-Bikes auf einem tiefen Niveau. Dem Anstieg steht ein Rückgang bei den Unfällen mit Fahrrädern gegenüber, was die Verlagerung von normalen Fahrrädern zur E-Bikes widerspiegelt. Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden fünf (zwei) Personen schwer und neun (sechs) leicht verletzt. Zehn Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Unfallorte

Während die Unfallzahlen innerorts von 487 auf 494 und ausserorts von 256 auf 272 anstiegen, sanken sie auf den Autobahnen von 202 auf 192. Lediglich auf den Autobahnen wird das Fünfjahresmittel überschritten, das dort 170 beträgt. Das langjährige Mittel innerorts liegt bei 516 und ausserorts bei 274 Unfällen pro Jahr.

Verkehrsprävention

Das Schwergewicht der Verkehrsprävention liegt bei den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Schulkindern. 16'525 Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. Das Präventionsteam organisierte in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs Radtests, welche 2'543 Kinder absolvierten. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 320 Schülerpatrouilleure im Einsatz, die ein sicheres Überqueren der Strasse sicherstellten.

Die Erziehungsberechtigten sind in der Präventionsarbeit sehr wichtig, denn nur wenn die Erwachsenen das richtige Verhalten kennen und vorleben, können sie die Präventionsarbeit der Polizei unterstützen. 1‘992 Eltern besuchten Informationsabende und konnten so mit den aktuellen Ausbildungsinhalten vertraut gemacht werden. Mit der Schulanfangskampagne «Rad steht – Kind geht», welche die Fahrzeuglenker an das richte Verhalten am Fussgängerstreifen erinnert, konnte die Sicherheit auf dem Schulweg weiter auf einem hohen Niveau gehalten werden. Mit elf (neun) Unfällen auf dem Schulweg, bei denen neun (sieben) Kinder verletzt wurden, sind die Unfallzahlen weiterhin erfreulich tief und zeugen von der Wirksamkeit der Präventionstätigkeit. Die Anstrengungen zur Fortsetzung des Trends sinkender Unfallzahlen auf dem Schulweg müssen aber weiter fortgesetzt werden.

Auch wenn der Fokus der Präventionstätigkeit bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern liegt, werden mit den Verkehrssicherheitskampagnen zu den Themen Ablenkung und Alkohol am Steuer weitere wichtige Sicherheitsfaktoren bei der Prävention mit einbezogen. Diese Informationskampagnen wurden von gezielten Kontrollen begleitet, um mit der Repression deren Wirkung zu verstärken.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 81'238 (73'668) Ordnungsbussen sowie 1'395 (1'451) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen ist auf 0.34 % gestiegen. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'852'260 (5'435'650) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei Bussen im Betrag von insgesamt CHF 690'760 (894'420) aus.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte 2018

Die Unfallzahlen zeigen, dass die Präventionstätigkeit ihre Wirkung erzielt. Um die Erhöhung der Verkehrssicherheit nachhaltig sicherzustellen, müssen die Präventionsanstrengungen mit der bewährten Drei-Säulen-Strategie von Information, Prävention und Repression fortgesetzt werden. Mit den Kampagnen «Keine Ablenkung» und «Wer fährt, trinkt nicht» wird Verkehrsunfällen weiterhin präventiv entgegengewirkt. Dazu kommen die bewährten gezielten Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von verkehrstechnischen Schwachstellen, wie zum Beispiel Baustellen. Auch anlässlich der Schulanfangskampagne «Rad steht – Kind geht» wird die Polizei den Verkehr überwachen und Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

Um die technischen Voraussetzungen für eine sichere Fahrt sicherzustellen wird die Zusammenarbeit mit dem TCS im Rahmen der Beleuchtungskontrollen im Herbst fortgesetzt.

2016

Weniger Unfalltote, mehr Schwerverletzte

Im Kanton Schwyz wurden im Jahr 2016 insgesamt 945 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, drei mehr als im Vorjahr. Vier Personen verloren auf Schwyzer Strassen ihr Leben, zwei weniger als noch 2015. Wiederum war eine steigende Zahl Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen, der Hauptunfallursache.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 945 (Vorjahr 942) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle im Kanton Schwyz. Dabei kamen vier (sechs) Menschen zu Tode, 66 (59) wurden schwer, 299 (305) leicht verletzt.

Unfallauswirkungen und –Ursachen

Unaufmerksamkeit und Ablenkung sind mit 199 (190) wiederum Hauptunfallursache und die Zahl dadurch verursachter Unfälle steigt an. Zweithäufigste Unfallursache ist das Missachten des Vortritts, sie hat von 149 auf 132 Unfälle abgenommen. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit mit 110 (129). Unter Alkoholeinfluss verursachte Unfälle stiegen von 44 im Vorjahr auf 70 an.

Die Zahl der verunfallten Fussgänger lag mit 36 um drei höher, als noch im Vorjahr. Zehn von diesen Unfällen ereigneten sich auf Fussgängerstreifen, gleich viele wie 2015. Mit E-Bikes wurden mit acht (elf) leicht weniger Unfälle registriert, die Zahlen verharren auf tiefem Niveau. Dabei wurden zwei Personen schwer und sechs leicht verletzt, fünf Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.

Unfallorte

Während die Unfallzahlen innerorts von 515 auf 487 und ausserorts von 265 auf 256 sanken, stiegen sie auf den Autobahnen von 162 auf 202 an. Lediglich auf den Autobahnen wird das Fünfjahresmittel überschritten, das dort 156 beträgt. Das langjährige Mittel innerorts liegt bei 525 und ausserorts bei 282 Unfällen pro Jahr.

Verkehrsprävention

Das Schwergewicht der Verkehrsprävention liegt bei den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Schulkindern. Das Präventionsteam bildete 13'499 Schülerinnen und Schüler im richtigen Verhalten im Strassenverkehr aus. Es organisierte in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs Radtests, welche 2'905 Kinder absolvierten und damit ihr Können unter Beweis gestellt haben. An 21 Schulorten standen zudem insgesamt 249 Schülerpatrouilleure im Einsatz, die ein sicheres Überqueren der Strasse sicherstellten.

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Kinder leisten aber auch die Informationsabende für die Erziehungsberechtigten, an denen 1'935 Personen teilnahmen. Nur wenn die Erwachsenen die richtigen Verhaltensweisen kennen, können sie die Kinder darin unterstützen. Hierzu zählt auch die Schulanfangskampagne «Rad steht – Kind geht», welche die Fahrzeuglenker an das richte Verhalten am Fussgängerstreifen erinnert. Mit neun Unfällen auf dem Schulweg, bei denen sieben Kinder verletzt wurden, sind die Unfallzahlen erfreulich tief und zeugen von der Wirksamkeit der Präventionstätigkeit. Die Anstrengungen zur Fortsetzung des Trends sinkender Unfallzahlen auf dem Schulweg müssen aber weiter fortgesetzt werden.

Zur Prävention tragen auch die Verkehrssicherheitskampagnen zu den Themen Ablenkung und Alkohol am Steuer bei. Diese Informationskampagnen wurden von gezielten Kontrollen begleitet, um mit der Repression deren Wirkung zu verstärken.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 73'668 (79'395) Ordnungsbussen sowie 1'451 (1'590) Anzeigen an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 5'435'650 (6'267'620) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei Bussen im Betrag von insgesamt CHF 894'420 aus.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte 2017

Die Präventionstätigkeit hat sich erneut als erfolgreich erwiesen, muss aber fortgesetzt werden, damit die Verkehrssicherheit im Kanton Schwyz weiter erhöht werden kann. Mit der Kampagne «Keine Ablenkung» und «Wer fährt, trinkt nicht» wird der Hauptunfallursache und der gestiegenen Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss Rechnung getragen. Die gezielten Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von verkehrstechnischen Schwachstellen haben sich bewährt und werden fortgesetzt. Auch anlässlich der Schulanfangskampagne «Rad steht – Kind geht» wird die Polizei den Verkehr überwachen und Geschwindigkeitskontrollen durchführen.

Um die technischen Voraussetzungen für eine sichere Fahrt sicherzustellen wird die Zusammenarbeit mit dem TCS im Rahmen der Beleuchtungskontrollen im Herbst fortgesetzt.

2015

Leichter Anstieg der Unfallzahlen, mehr Getötete und Leichtverletzte

Mit 942 Verkehrsunfällen ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Kanton Schwyz im Jahr 2015 leicht angestiegen. Mit sechs Verkehrstoten waren vier mehr zu beklagen als im Vorjahr. Erneut angestiegen und damit wiederum Hauptunfallursache sind Unaufmerksamkeit und Ablenkung.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 942 (Vorjahr 904) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei haben sechs Personen ihr Leben verloren, vier mehr als im Vorjahr. Schwer verletzt wurden 59 (76), 305 (251) leicht.

Unfallauswirkungen und –ursachen

Hauptunfallursache waren erneut Unaufmerksamkeit und Ablenkung, 190 (182) der registrierten Unfälle waren darauf zurückzuführen. Auf Platz zwei ist mit 149 (163) das Missachten des Vortritts. Im Gegensatz zum Vorjahr stiegen die Unfallzahlen aufgrund zu hoher Geschwindigkeit von 104 auf 129. Eine erneute Abnahme ist bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss zu verzeichnen: Bei 59 Verkehrsunfällen hatte der Unfallverursacher zu viel getrunken, im Vorjahr waren es 73.

Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg die Zahl der verunfallten Fussgänger von 22 auf 34. Wie im Vorjahr wurde keiner von ihnen tödlich verletzt. Schwere Verletzungen trugen elf (fünf), leichte 23 (17) davon. Mit zwölf Unfällen auf Fussgängerstreifen ist in diesem Bereich ein ähnlich tiefer Wert wie im Vorjahr (acht) zu verzeichnen. Vier Personen wurden schwer, die übrigen leicht verletzt.

Mit elf Unfällen, an denen Fahrräder mit Tretunterstützung (E-Bikes) beteiligt waren, ist in diesem Bereich ein Anstieg um fünf Unfälle zu verzeichnen. Bei diesen Unfällen wurden drei Personen schwer und acht leicht verletzt. Dem Anstieg der Verkehrsunfälle mit E-Bikes steht ein Rückgang der Unfälle mit Fahrrädern von 53 auf 45 Unfälle gegenüber.

Unfallorte

Die registrierten Verkehrsunfälle innerorts steigen von 476 auf 515 an, liegen damit aber weiterhin unter dem langjährigen Mittel von 533. Mit 265 (268) Unfällen ausserorts und 162 (160) auf Autobahnen, verharrten diese Zahlen im Bereich des Vorjahres. Damit bewegen sich die Unfälle auf Autobahnen im Gegensatz zu den übrigen Strassenarten weiterhin über dem langjährigen Mittel, das 155 beträgt. Das langjährige Mittel ausserorts beträgt 294.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich 2015 pro Woche 18 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle, einer mehr als im Vorjahr. Mit 97 Unfällen war der Januar der unfallträchtigste Monat, er war im Vorjahr noch derjenige mit am wenigsten Unfälle. 2015 wurden im März mit 63 am wenigsten Unfälle registriert. Auf die Unfallzeit beziehungsweise den Unfalltag bezogen verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz weiterhin zwischen 17 und 18 Uhr (86) und mit 161 freitags am meisten Unfälle.

Präventionskampagnen

Um der neuen Hauptunfallursache Unaufmerksamkeit und Ablenkung entgegenzuwirken wurden die Verkehrsteilnehmer mit einer Informationskampagne – begleitet von gezielten Kontrollen – auf die Problematik aufmerksam gemacht. Weiter führte die Kantonspolizei während der Fasnacht 2015 und im Spätherbst gezielt Schwerpunktkontrollen durch mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss. Im Rahmen des Tags des Lichts und bei Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem TCS wurde im November 2015 der technische Zustand der Fahrzeuge kontrolliert.

Anlässlich der zum Zeitpunkt des Schulanfangs durchgeführten Kampagne «Rad steht – Kind geht» sensibilisierte die Kantonspolizei die Verkehrsteilnehmer für die jüngsten Verkehrsteilnehmer und wies auf das richtige Verhalten am Fussgängerstreifen hin. Die Kampgange wurde von Geschwindigkeitsmessungen im Bereich von Schulhäusern und Schulwegen begleitet.

Prävention im Bereich Verkehr

Das Verkehrsinstruktions-Team bildete im vergangenen Jahr 13'362 (13'456) Kindergärtner und Primarschüler im Verkehrsunterricht im korrekten Verhalten im Strassenverkehr aus. An den jährlich stattfindenden Schülerradfahrertests, die die Lehrpersonen zusammen mit den örtlichen Veloclubs organisierten, nahmen 2'647 (2'405) Schüler teil. Für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgten an 21 Schulorten 272 (288) Schülerpatrouilleure.

Die Kantonspolizei klärte zudem 2'217 (3'037) Erziehungsberechtigte an Eltern-Abenden über die Themen Umgang mit neuen Medien, Fussgängerregeln sowie sicheres Radfahren auf.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 77'805 (127'829) Ordnungsbussen sowie 1'590 (1'868) Anzeigen an die jeweiligen Staatsanwaltschaften. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von CHF 6'267'620 (CHF 9'144'500) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 18'664 (18'310) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von CHF 875'219 (CHF 823'501).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2016

Die Präventionstätigkeit der Kantonspolizei Schwyz hat sich als erfolgreich erwiesen und wird auch 2016 fortgesetzt.  Die Hauptunfallursache wird mit der Kampagne «Keine Ablenkung» weiterhin thematisiert, begleitet von gezielten Verkehrskontrollen. Damit wird der erneuten Zunahme dieser Unfallursache auch in diesem Jahr Rechnung getragen. «Null Promille – Null Probleme» bleibt ebenfalls Thema in der Präventionstätigkeit, damit die Anzahl der nicht fahrfähigen Verkehrsteilnehmer weiter gesenkt werden kann. Bei den Geschwindigkeitskontrollen richtet die Kantonspolizei Schwyz weiterhin ein Augenmerk auf verkehrstechnische Schwachstellen, wie zum Beispiel unfallträchtige Orte, Schulwege, Baustellen und so weiter.

Die Schulwegsicherheit wird mit der Kampagne «Rad steht – Kind geht» von gezielten Kontrollen an Fussgängerstreifen sowie Geschwindigkeitskontrollen begleitet.

Die bewährte Zusammenarbeit mit dem TCS im Rahmen der Beleuchtungskontrollen im Herbst wird fortgesetzt.

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