Sanierung einer Kunstbaute zwischen Schwyz und Sattel
Baustart für die Instandsetzung der Rippenkonstruktion Hirschen
Ab Februar 2026 wird mit der Rippenkonstruktion Hirschen eine weitere Kunstbaute an der Hauptstrasse Nr. 8 zwischen Schwyz und Sattel instandgesetzt und dabei leicht verbreitert. Die Sanierung ist aufgrund altersbedingter Schäden notwendig und erhöht gleichzeitig die Sicherheit für den Veloverkehr. Während der Bauzeit wird der Verkehr einspurig geführt.
Für den Ausbau der Strecke Schwyz – Sattel in den 1970er- bis 1990er-Jahren mussten insgesamt über 50 Kunstbauten wie Brücken, Lehnenkonstruktionen, verankerte Stützwände, Bachdurchlässe und Stützmauern erstellt werden. Aufgrund alters- und nutzungsbedingter Schäden müssen diese Kunstbauten laufend instandgesetzt werden. Im Oktober 2025 wurden mit der Chrüzeren- und der Rätigs-Brücke die letzten zwei der fünf grösseren Hohlkastenbrücken auf der Schlagstrasse saniert. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden unter anderem die Fahrbahn verbreitert und talseitig neue Entwässerungsrinnen erstellt. Dadurch konnte insbesondere die Sicherheit für den Veloverkehr erhöht werden. Bei der nun ab Anfang Februar 2026 anstehenden Instandsetzung der Rippenkonstruktion Hirschen wird die Fahrbahn ebenfalls leicht verbreitert.
Instandsetzung Rippenkonstruktion Hirschen
Die 128 Meter lange Rippenkonstruktion Hirschen befindet sich an der Hauptstrasse Nr. 8 zwischen Schwyz und Sattel, unmittelbar nach dem Hirschenrank. Die Rippenkonstruktion und die angrenzenden Stützmauern Seite Sattel wurden in den Jahren 1979 bis 1981 gebaut. Die Tragwerke müssen unter anderem aufgrund alters- und nutzungsbedingter Schäden instandgestellt werden. Mit der Anordnung einer Entwässerungsrinne auf der Talseite erfolgt auch eine leichte Verbreiterung, womit zudem wieder die Verkehrssicherheit für Velofahrer erhöht werden kann. Mit der Anpassung kann nun der Ausbaustandard der Hauptstrasse Nr. 8 mit seitlich angeordneten Entwässerungsrinnen auf praktisch der gesamten Strecke Schwyz – Sattel gewährleistet werden.
Verkehrsführung
Während der Instandsetzungsarbeiten muss der Verkehr einspurig und mittels Regelung durch eine Lichtsignalanlage einspurig geführt werden. Die Anlage wird aufgrund positiver Rückmeldungen erneut mit einer Restzeitenanzeige ausgestattet, wie sie im Kanton Schwyz erstmals bei der Instandsetzung der Gütsch-Brücke 2023 zum Einsatz kam. Der öffentliche Verkehr wird durch eine Busansteuerung priorisiert. Der Veloverkehr in Fahrtrichtung Sattel wird vom motorisierten Verkehr und unabhängig von der Lichtsignalanlage auf einem abgetrennten Velostreifen geführt. Die Velofahrer in Richtung Schwyz werden zusammen mit dem motorisierten Verkehr geführt.
Vorarbeiten Felsreinigung
Der Strassenabschnitt befindet sich in einem Gefährdungsbereich für Steinschlag. Dieser ergibt sich aus einer bis zu 30 Meter hohen, unmittelbar bergseitig der Strasse liegenden Felswand. Aufgrund der Exposition der Verkehrsteilnehmer und Bauarbeiter durch Steinschlag wird vor Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten eine Felsreinigung durchgeführt. Während dieser Arbeiten wird der Verkehr durch einen Verkehrsdienst geregelt.
Arbeiten bis Ende September 2026
Die Felsreinigungsarbeiten erfolgen voraussichtlich im Januar 2026. Der eigentliche Baubeginn an der Rippenkonstruktion ist Anfang Februar vorgesehen, wobei die einspurige Verkehrsführung ab Anfang März eingerichtet wird. In einer ersten Bauphase werden die Sanierung, Verstärkung und Verbreiterung der Rippenkonstruktion und der Stützmauern ausgeführt sowie der Belag auf der Talseite eingebaut. Während der zweiten Bauphase wird der Belag auf der bergseitigen Spur ersetzt. Die Bauarbeiten im Bereich der Rippenkonstruktion Hirschen werden voraussichtlich Ende September 2026 abgeschlossen sein.
Weitere Instandsetzungen
Nach Abschluss der Instandsetzung der Rippenkonstruktion Hirschen sind auf dem Abschnitt Schwyz – Sattel weitere Sanierungen erforderlich. So muss ab Ende September bis November 2026 von der Rätigs-Brücke bis zum Hirschenrank der Belag komplett erneuert werden. 2027 bis 2029 folgen dann verschiedene weitere Instandsetzungen von Kunstbauten – verankerte Bohrpfahlwände und Lehnenkonstruktionen – sowie Belagssanierungen.
Tiefbauamt
Qendrim Mehmeti
Abteilung Kunstbauten
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