Gesundheitsförderung und Prävention
Gesundheitsförderung zielt auf einen gesunden Lebensstil und gesunde Lebensbedingungen ab. Sie fokussiert sich auf die ganzheitliche Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Prävention bedeutet die Verhütung und Früherkennung von Krankheiten, Invalidität und vorzeitigem Tod. Sie untersucht die Ursachen von Krankheiten und Risikoverhalten, um diese zu vermeiden.
Kantonales Aktionsprogramm (KAP)
Im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms (KAP) «gsund + zwäg» 2025 – 2028 setzen sich der Kanton Schwyz und Gesundheitsförderung Schweiz in Zusammenarbeit mit diversen Gemeinden und Organisationen dafür ein, dass sich Kinder, Jugendliche und ältere Menschen ausgewogen ernähren, regelmässig aktiv bewegen und psychisch gesund bleiben.
Interessiert an einem Projekt?
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Projekten aus dem KAP. Wenn Sie als Gemeinde, Bezirk oder als Fachperson an einem Projekt interessiert sind, wenden Sie sich bitte immer zuerst an uns. Privatpersonen können sich direkt an die verlinkten Fachstellen wenden.
Einige Projekte befinden sich noch in der Aufbauphase.
Familie und Zuhause
Bliib fit – mach mit
Die Fitnesssendung «Bliib fit – mach mit» bietet älteren Menschen die Möglichkeit, mit einfachen und effektiven Übungen ihre Fitness zu steigern – ganz ohne Hilfsmittel und bequem von zu Hause aus.
Unter der fachkundigen Anleitung der Bewegungstherapeutin Ursula Meier Köhler werden die Übungen anschaulich erklärt und laden dazu ein, aktiv und gesund zu bleiben.
frühe Kindheit
Das Angebot «frühe Kindheit» richtet sich an Familien mit Kindern (von der Geburt bis zum Schuleintritt) in belastenden Lebenssituationen.
Fachkräfte wie Gynäkologen, Hebammen oder Kinderärzte erkennen belastete Familien frühzeitig und verweisen sie mit Ihrem Einverständnis an die Anlaufstelle der Einzel-, Paar- und Familienberatung. Dort prüft eine Familienbegleitperson den Unterstützungsbedarf und leitet die Familie an geeignete Fachstellen weiter, um bestmögliche Hilfe zu bieten.
malreden Tandem
«malreden Tandem» ist ein Telefonangebot, das darauf abzielt, soziale Kontakte im Alter zu fördern. Einmal pro Woche können sich Tandem-Partner, die ähnliche Interessen teilen, telefonisch austauschen. Nebst dem Gesprächstandem gibt es auch die Möglichkeit, das Alltagstelefon zu nutzen.
Präventive Hausbesuche zur Vermeidung von Stürzen
Ältere Menschen streben danach, ihr Leben so lange wie möglich selbstständig und vor allem selbstbestimmt zu gestalten. Doch Stürze können diese Unabhängigkeit gefährden.
Gemeinsam mit einer Fachperson werden potenzielle Stolperfallen im Haushalt identifiziert und entfernt. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden wertvolle Tipps zu nützlichen Hilfsmitteln, die den Alltag erleichtern können.
Beratung für Gemeinden und Bezirke
Gemeinden und Bezirke können sich beraten lassen, um bedarfsgerechte, gesundheitsfördernde und präventive Angebote für die Bevölkerung zu entwickeln oder umzusetzen.
Für Gemeinden und Quartiere
Altersgerechte Gemeinde
Im Rahmen des Projekts werden interessierte Gemeinden mit Empfehlungen und fachlicher Beratung unterstützt, um in einem partizipativen Prozess die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern. Ziel ist es, bestehende Angebote besser zu nutzen und vorhandene Lücken gezielt zu schliessen.
Active City
Active City schafft ein Sport- und Bewegungsangebot im öffentlichen Raum, das sich an die gesamte Bevölkerung richtet. Während mehreren Wochen im Sommer wird in enger Zusammenarbeit mit Sportvereinen und weiteren lokalen Anbietern ein attraktives und professionell begleitetes Sport- und Bewegungsangebot angeboten. Active City fördert Bewegung und soziale Kontakte, bietet lokalen Vereinen eine Bühne und stärkt zugleich die Identifikation mit der Wohngemeinde.
PLAYGROUNDS
PLAYGROUNDS verwandelt Turnhallen in ein Paradies für kleine Entdecker. An den Sonntagen während der Herbst- und Wintermonate haben Eltern die Möglichkeit, mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren in einer sicheren und bewegungsfreundlichen Umgebung zu spielen, zu lachen und neue Abenteuer zu erleben.
Femmes-Tische und Männer-Runden 55+
Die «Femmes-Tische und Männer-Tische» sind moderierte Gesprächsrunden, die in verschiedenen Sprachen stattfinden. Sie richten sich an Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. Die Moderatoren sprechen die gleiche Sprache und kommen aus der gleichen Kultur wie die Teilnehmenden.
In kleinen Gruppen werden über Themen wie gesunde Ernährung, genügend Bewegung und psychische Gesundheit gesprochen.
Hopp-la
Gemeinden können finanzielle Unterstützung durch das KAP sowie fachliche Begleitung von der Stiftung Hopp-la beantragen, um Bewegungsangebote für Spielplätze zu schaffen. Dies umfasst sowohl den «Bau von Bewegungselementen auf Spielplätzen» als auch die Durchführung von intergenerativen Kursangeboten wie «Hopp-la-Fit».
Kinderfreundliche Gemeinde / Communities That Care
Kinderfreundliche Gemeinde (Fokus Kinder und Jugendliche)
Das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» zeichnet Gemeinden aus, die ihre Kinderfreundlichkeit anhand einer Situationsanalyse systematisch verbessern.
Communities That Care (Fokus Jugendliche)
Mit «Communities That Care» können Gemeinden gezielt an der Verbesserung der Lebenssituation von Jugendlichen arbeiten. Durch eine Jugendbefragung werden wichtige Risiken und Schutzfaktoren aufgedeckt. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde werden im Anschluss konkrete Massnahmen entwickelt.
MidnightSports
Die «MidnightSports-Veranstaltungen» bieten Jugendlichen von 13 bis 17 Jahren in den Wintermonaten jeden Samstagabend die Möglichkeit, kostenlos und ohne Anmeldung gemeinsam Sport zu treiben.
Nachbarschaftshilfe
Im Rahmen des KAP wird der Aufbau von «Nachbarschaftshilfe» in Gemeinden und Bezirken gefördert. Ziel ist es, gegenseitige Hilfe im Alltag zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Durch kleine Alltagshilfen, gemeinsame Aktivitäten oder Begleitdienste wird die Lebensqualität der Beteiligten verbessert.
Quartier-Kaffee / Generationentreff
Gemeinden und Quartiere werden beim Aufbau von «Quartier-Kaffees und Generationstreffs» unterstützt. Diese Treffpunkte fördern die soziale Teilhabe, Vernetzung und Unterstützung, was entscheidend für die geistige und körperliche Gesundheit ist.
Quartierrundgänge
Das Angebot «Quartierrundgänge» richtet sich an Gemeinden, die ihren öffentlichen Raum begegnungs- und bewegungsfreundlicher gestalten möchten.
Beim Quartierrundgang werden mit ortskundigen Personen Infrastruktur-Lücken oder -Hürden identifiziert.
Themenweg
Im Rahmen des KAPs wird ein «Themenweg» für Jung und Alt geschaffen, der sich dem Thema der psychischen Gesundheit widmet.
Zämegolaufe
Im Rahmen des Projekts «Zämegolaufe» kommen Menschen im Übergang zur Pension zusammen, um an ihrem Wohnort gemeinsam Spaziergänge in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu unternehmen. Dabei haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu knüpfen und ihre körperliche Aktivität auf eine angenehme Weise zu fördern.
Schule
Bodytalk PEP – sprich über dich und deinen Körper
Viele Jugendliche sind heute mit ihrem Körper und ihrem Aussehen unzufrieden. «Bodytalk PEP» bietet Workshops (2 Lektionen), die Jugendliche dazu anregen, sich kritisch mit ihrem Körperbild, gängigen Schönheits- und Leistungsnormen sowie deren Einfluss auseinanderzusetzen.
Ziel ist es, ein gesundes Selbstbewusstsein zu fördern und einen positiven Umgang mit dem eigenen Körper zu stärken.
ensa-Kurse
Teilnehmende der ensa Erste-Hilfe-Kurse Teens lernen, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen, diese wertfrei anzusprechen und Betroffene zur professionellen Hilfe zu ermutigen.
Der ensa Erste-Hilfe-Kurs Teens wird vom Kanton Schwyz für interessierte Schulen auf der Sekundarstufe II teilfinanziert.
MoMento
Die Workshops und Unterrichtsmaterialien von «MoMento» zum Thema Achtsamkeit fördern die Lebenskompetenzen sowohl der Lernenden im Zyklus 1 und 2 als auch der Lehrpersonen.
Purzelbaum
Das Projekt «Purzelbaum» bringt mehr Bewegung und ausgewogene Ernährung in den Alltag von Kitas, Spielgruppen und Kindergärten. Der Kanton Schwyz bietet pädagogischen Fachpersonen eine praxisnahe Weiterbildung an, um Kinder durch gezielte Bewegungs- und Ernährungsangebote optimal zu fördern.
«rundum stark» von Purzelbaum richtet sich an pädagogische Fachpersonen, die ihr Wissen zur psychischen Gesundheit in Kitas, Spielgruppen und Kindergärten erweitern oder vertiefen möchten. Es bietet praxisorientierte Ansätze, um das Wohlbefinden der Kinder zu fördern und eine starke, gesunde Basis für ihre Entwicklung zu schaffen.
ready4life
«ready4life»> ist eine Coaching-App für Jugendliche, die ihnen hilft, Lebenskompetenzen wie Stressbewältigung, den Umgang mit Social Media, Gaming und Suchtprävention zu stärken.
Ein virtueller Coach gibt Tipps und stellt spannende Challenges, während Fachpersonen persönliche Fragen in einem Chat beantworten.
Stress? Wir packen das!
Das Programm «Stress? Wir packen das!» richtet sich an Gymnasien und unterstützt Lehrkräfte sowie Lernende dabei, mit Stress besser umzugehen.
In einem partizipativen Prozess werden Strategien zur Stressbewältigung erarbeitet, um die Resilienz zu stärken und eine gesunde Lernumgebung zu fördern.
#standup – Initiative gegen Mobbing
Das Projekt «standup – Initiative gegen Mobbing» unterstützt Schulen bei der Einführung von Präventions- sowie Frühinterventionsmassnahmen gegen Mobbing.
Ziel ist es, die sozial-emotionalen Kompetenzen der Lernenden zu fördern und eine achtsame, fürsorgliche Schulkultur zu etablieren.
Freizeiteinrichtungen
ensa-Kurse
Teilnehmende der ensa Erste-Hilfe-Kurse Teens lernen, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen, diese wertfrei anzusprechen und Betroffene zur professionellen Hilfe zu ermutigen.
Der ensa Erste-Hilfe-Kurs Teens wird vom Kanton Schwyz für interessierte Jugendfreizeiteinrichtungen (z. B. Jubla, Pfadi, Vereine, Jugendzentren) teilfinanziert.
Voilà
Mit dem Programm Voilà werden die Themen Gesundheitsförderung und Prävention in die Arbeit von Jugendverbänden integriert.
Gruppenleitende greifen in Ferienlagern und anderen Verbandsaktivitäten ausgewählte Aspekte der Gesundheitsförderung und Prävention spielerisch mit den Kindern und Jugendlichen auf.
Netzwerk «Gesunde Schulen»
Unsere Volksschulen werden bei der Umsetzung und Verankerung von Gesundheitsförderung und Prävention durch uns unterstützt. Mit dem kantonalen Netzwerk «Gesunde Schulen» stellen wir den Schulen eine breite Palette von Angeboten zur Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung.
Suchtmittel
Häufig sind es nicht die Eltern, die als erste Hinweise auf einen missbräuchlichen Suchtmittelkonsum erhalten. Ärzte oder Lehrpersonen erfahren unter Umständen mehr über Kinder und Jugendliche als die Erziehungsberechtigten. Das Thema Suchtmittel ansprechen.