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Ein Jahr kantonales Aktionsprogramm «gsund + zwäg» 2025–2028

Erste Projekte gestartet: Gezielte Förderung der Gesundheit der Schwyzer Bevölkerung

Vor rund einem Jahr hat das Amt für Gesundheit und Soziales das kantonale Aktionsprogramm (KAP) «gsund + zwäg» 2025 2028 lanciert. In Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderung Schweiz und zahlreichen Partnerorganisationen werden 35 Projekte umgesetzt. Der Fokus liegt auf den Themen Ernährung, Bewegung sowie psychische Gesundheit sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für ältere Menschen. Seit Programmstart sind zahlreiche Projekte gestartet.

Erste Erfahrungen nach einem Jahr
Nach dem ersten Programmjahr zeigt sich: Die ausgewählten Projekte bewähren sich. Viele der insgesamt 35 Projekte befinden sich inzwischen in der Umsetzungsphase, erste Angebote werden von Gemeinden, Schulen, Vereinen und der Bevölkerung aktiv genutzt. Besonders gross ist die Nachfrage nach niederschwelligen Bewegungs- und Begegnungsangeboten auf Gemeindeebene. Das KAP «gsund + zwäg» setzt bewusst dort an, wo Menschen ihren Alltag verbringen: in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Familien. Dadurch kann Gesundheitsförderung und Prävention lebensnah und nachhaltig verankert werden.

Generationenübergreifende Gesundheitsförderung
Das laufende Programm richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an ältere Menschen. Es baut damit den Fokus des vorherigen kantonalen Aktionsprogramms 2020 – 2024, das sich ausschliesslich an ältere Menschen richtete, gezielt aus. Der Kanton verfolgt einen generationsübergreifenden Ansatz und legt bewusst den Fokus auf frühe Gesundheitsförderung und Prävention. Denn gesundheitsbewusstes Verhalten wird bereits in jungen Jahren geprägt. Ziel der Projekte ist es, durch gesunde Ernährung, regelmässige Bewegung und die Stärkung der psychischen Gesundheit Risikofaktoren zu reduzieren und die Lebensqualität im Kanton nachhaltig zu verbessern. Im Zentrum steht dabei die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Die Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen bleibt ein zentraler Pfeiler.

Konkrete Massnahmen in zentralen Lebenswelten
Das Programm verankert gesundheitsfördernde Massnahmen gezielt in den zentralen Lebenswelten der Schwyzer Bevölkerung:

  • In Schulen werden Projekte zur Förderung der psychischen Gesundheit umgesetzt, mit Schwerpunkten wie Körperbild sowie Mobbing- und Stressprävention.
  • In Gemeinden und Bezirken entstehen neue Angebote wie alters- und kinderfreundliche Projekte, ergänzt unter anderem durch Beratungsangebote und Bewegungsprogramme.
  • Im Freizeitbereich werden niederschwellige Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen ausgebaut. Zusätzlich wird ein neues Unterstützungsprogramm für Freizeitvereine lanciert.
  • In Familien und im häuslichen Umfeld hat ein neues Angebot im Bereich der frühen Förderung gestartet: Familien in belastenden Lebenssituationen erhalten Unterstützung durch geschulte Familienbegleitpersonen. Ergänzt wird das Angebot durch Projekte wie die Telefonkette «malreden» zur Einsamkeitsprävention oder die Gesprächsgruppen «Femmes-Tische / Männer-Runden 55+», die sich an Menschen mit Migrationshintergrund richten.

Schweizerische Gesundheitsbefragung: Erfreuliche Ergebnisse, aber Handlungsbedarf bleibt
Eine wichtige Grundlage für das laufende Programm bildeten die Ergebnisse der schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022, die alle fünf Jahre im Auftrag des Bundesamtes für Statistik (BFS) durchgeführt wird. Die Daten zeigten ein insgesamt erfreuliches Gesamtbild: 90 Prozent der Schwyzerinnen und Schwyzer ab 15 Jahren schätzten ihren Gesundheitszustand als gut bis sehr gut ein. Ein Wert, der über dem schweizweiten Durchschnitt liegt. Gleichzeitig besteht weiterhin Handlungsbedarf: Rund 31 Prozent der Schwyzerinnen und Schwyzer sind übergewichtig, 13.6 Prozent gelten als adipös. 24.2 Prozent der Schwyzer Bevölkerung sind durch ein gesundheitliches Problem bei gewöhnlichen Aktivitäten leicht bis stark eingeschränkt und 10.1 Prozent der Befragten gaben an, sich mittel- bis stark psychisch belastet zu fühlen. Ein im Vergleich zur gesamten Schweiz (17.8 Prozent) erfreulich tiefer Wert. Allerdings berichteten 8.7 Prozent, dass sie sich im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie schlechter oder viel schlechter fühlten.

Diese Zahlen unterstreichen die Relevanz einer gezielten sowie lebensnahen Gesundheitsförderung, wie sie mit dem kantonalen Aktionsprogramm «gsund + zwäg» zurzeit umgesetzt wird. In den kommenden Jahren werden die laufenden Projekte weitergeführt. Der Fokus liegt darauf, erfolgreiche Angebote zu verstetigen, die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Partnerorganisationen zu vertiefen und möglichst viele Menschen im Kanton Schwyz zu erreichen.

Amt für Gesundheit und Soziales


Jasmine Suter
Fachperson Gesundheitsförderung und Prävention
+41 41 819 16 04
(erreichbar: Donnerstag, 22. Januar 2026, 10.00 – 11.00 Uhr)


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