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Umsetzung des revidierten Maturitätsanerkennungsreglements

Die Eckwerte sind definiert

Neue nationale Vorgaben im Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) verpflichten die Kantone, ihre Maturitätslehrgänge an den Gymnasien neu auszurichten. Der Erziehungsrat hat an seiner letzten Sitzung die Eckwerte für die Umsetzung des revidierten MAR im Kanton Schwyz festgelegt, u.a. hat er Vorgaben zu den Transversalen Unterrichtsbereichen, zum Fächerangebot und zur Lektionendotation gemacht. In der nächsten Projektphase werden neue Lehrpläne und Schulkonzepte erarbeitet sowie das Aufnahme-, Promotions- und Maturitätsprüfungsreglement revidiert. Die Einführung ist für das Schuljahr 2028/2029 geplant.

Die Projektgruppe, bestehend aus der Rektorin und den Rektoren der fünf Mittelschulen sowie Mitarbeitenden des Amts für Mittel- und Hochschulen, hat sich mit der Umsetzung des revidierten MAR auseinandergesetzt. Die Lehrpersonen wurden durch Kick-off-Veranstaltungen, einem Auftrag betr. Vermittlung der Transversalen Unterrichtsbereiche im Fachunterricht, durch Mitarbeit in Arbeitsgruppen und einer internen Anhörung zum «Bericht Eckwerte» in die Projektarbeiten miteinbezogen. Um die Perspektive der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen, wurde die geplante Gymnasialreform mit Delegationen aller fünf Mittelschulen diskutiert.

Transversale Unterrichtsbereiche (TU)
Den transversalen Kompetenzen wird eine hohe Bedeutung beigemessen, weil sie auf aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen vorbereiten. Sie sollen sowohl in einzelnen Schulfächern als auch fächerübergreifend vermittelt werden. Zu den TU gehören: Überfachliche Kompetenzen, Basale fachliche Kompetenzen für die allgemeine Studierfähigkeit, Wissenschaftspropädeutik, Digitalität, Interdisziplinarität, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Politische Bildung. Die Schulen werden die Umsetzung der TU in ihren Schulkonzepten nachweisen.

Fächerangebot
Das Grundprinzip von Grundlagenfächern, Schwerpunktfächern und Ergänzungsfächern bleibt bestehen. Zu den Grundlagenfächern gehören neu die Fächer Informatik sowie Wirtschaft und Recht. Im Wahlpflichtbereich sollen die bisherigen Schwerpunktfächer an den einzelnen Gymnasien weitergeführt werden; damit ist eine gewisse Konstanz gewährleistet. Die Ergänzungsfächer hingegen werden an allen Gymnasien neu kombiniert, denn sie werden künftig interdisziplinär geführt. Im Mittelpunkt soll ein Thema bzw. ein Phänomen stehen, das von zwei oder mehr Disziplinen her untersucht wird. Das kantonale Fach Philosophie (oder Philosophie/ Ethik/Religionen) wird weitergeführt.

Harmonisierte Lektionendotation
Neu im Kanton Schwyz ist die harmonisierte Lektionendotation: Für die vier Gymnasialjahre wird die Lektionendotation mit Blick auf die Schülerinnen- und Schülerbelastung auf 140 Jahreswochenlektionen (JWL) festgelegt. Bisher differierte das Total der JWL an den fünf Gymnasien (von 139 JWL bis zu 145.5 JWL). Bei den Grundlagenfächern ist die Lektionendotation pro Fach festgelegt; dies führt zu einer besseren Vergleichbarkeit des Maturitätslehrgangs im Kanton Schwyz und ist Voraussetzung für den gemeinsamen Lehrplan. Zwei Lektionen stehen den Schulen zur freien Verfügung; sie können bei den Schwerpunkt- oder Ergänzungsfächern, bei Philosophie oder einem schulspezifischen Fach eingesetzt werden.

Neue Lehrpläne und Revision der Reglemente
Für die Grundlagenfächer sowie für das obligatorische Fach Sport wird es künftig einen – von Lehrpersonen aller fünf Gymnasien erstellten – kantonalen Lehrplan geben. Für die Schwerpunkt- und Ergänzungsfächer, Philosophie (oder Philosophie/Ethik/Religionen) und die schulspezifischen Fächer werden schulintern Lehrpläne erarbeitet. Im 2026 werden neben der Lehrplanarbeit zudem das Aufnahme-, Promotions- und Maturitätsprüfungsreglement revidiert. Die Genehmigung der Lehrpläne und der rechtlichen Grundlagen durch den Erziehungsrat und den Regierungsrat sowie die schulspezifische Vorbereitung der operativen Umsetzung der Neuerungen ist für 2027 vorgesehen. Die ersten Klassen nach neuem MAR werden sodann einlaufend ab August 2028 starten.

 

Erziehungsrat


Landammann Michael Stähli
Präsident des Erziehungsrates
+41 41 819 19 00


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