Höhere Sicherheit für das Wohnquartier «Ruostel» bei Euthal
Ergänzende Schutzbauten gegen Murgänge
Das Quartier «Ruostel» bei Euthal im Bezirk Einsiedeln ist verschiedenen Naturgefahren ausgesetzt. Bereits bestehende Schutzbauten reduzieren das Risiko, bieten jedoch gemäss aktuellen Gefahrenbeurteilungen keinen ausreichenden Schutz mehr. Um die Sicherheit des Quartiers langfristig zu gewährleisten, werden in den kommenden Monaten ergänzende Massnahmen gegen Murgänge umgesetzt.
Nach einer intensiven Planungsphase erfolgte Ende April 2026 der Baustart für die zusätzlichen Schutzmassnahmen oberhalb des Quartiers. Vorgesehen ist der Bau von Hangterrassen im steilen Gelände oberhalb der Siedlung. Diese bremsen künftige Murgänge ab und bewirken, dass ein grosser Teil des mitgeführten Materials bereits oberhalb des Wohngebiets abgelagert wird. Parallel dazu werden die bestehenden Schutzbauten aus dem Jahr 1986 instandgesetzt.
Die Wohnsiedlung «Ruostel» befindet sich auf einem Murgangschuttkegel. Beim letzten grossen Murgang im Jahr 1986 wurden mehrere Gebäude beschädigt oder zerstört. In der Folge dieses Ereignisses hat die eigens gegründete Flurgenossenschaft Ruostel verschiedene Schutzbauten erstellt. Dadurch konnte das Schadenrisiko reduziert werden. Neue Erkenntnisse zu möglichen Gefahrenherden sowie vertiefte Analysen haben jedoch gezeigt, dass die bestehenden Massnahmen den heutigen Anforderungen nicht genügen. Auch künftig könnten grosse Schuttmengen mobilisiert werden und das Quartier erreichen.
Mit den ergänzenden Schutzmassnahmen kann die Gefährdung der Wohnhäuser im Quartier «Ruostel» deutlich reduziert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 600 000 Franken. Finanziert wird das Projekt durch Beiträge von Bund, Kanton, Bezirk sowie der direkt betroffenen Grundeigentümerschaft. Bauherrin ist die Flurgenossenschaft Ruostel. Das Amt für Wald und Natur begleitet das Projekt fachlich und organisatorisch.
Umweltdepartement
Lukas Inderbitzin
Leiter Abteilung Naturgefahren
Amt für Wald und Natur
+41 41 819 18 31
(erreichbar am Montag, 1. Juni 2026: 10:30 - 11:30 Uhr)