Folgen einer möglichen Verschiebung des Französischunterrichts auf die Sekundarstufe
Erziehungsrat erteilt Prüfauftrag ans Bildungsdepartement
Der Erziehungsrat hat sich im Rahmen einer Klausursitzung intensiv mit der Frage einer möglichen Verschiebung des Französischunterrichts auf die Sekundarstufe I und mit deren allfälligen Konsequenzen befasst. Er hat das Bildungsdepartement beauftragt, dazu die Meinung der Schulträger und Verbände sowie des Gewerbes abzuholen und darüber hinaus mögliche Umsetzungsszenarien zu erarbeiten.
Bei dieser vertieft geführten Diskussion über eine mögliche Neugestaltung des Französischunterrichts an der Volksschule hat der Erziehungsrat mit Zufriedenheit vom aktuellen Entscheid der EDK-Plenarversammlung (Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren) Kenntnis genommen, die EDK-Sprachenstrategie aus dem Jahre 2004 kritisch zu hinterfragen.
Von einer möglichen Verschiebung des Französischunterrichts auf die Sekundarstufe I verspricht sich der Erziehungsrat u.a. eine mögliche Stärkung der Kompetenzen in den Kernfächern Deutsch und Mathematik auf der Primarstufe. Der Erziehungsrat reagiert damit auch auf unbefriedigende Ergebnisse aus dem Langzeitvergleich der Leistungsmessungen in der fünften Primarklasse, bzw. im dritten Jahr der Sekundarstufe I.
Als nächster Schritt soll im Zusammenhang mit der Beantwortung des Postulats P 5/25 «Französisch auf Sekundarstufe I verschieben» eine Befragung der Schulträger sowie relevanter Verbände erfolgen. Basierend auf den entsprechenden Rückmeldungen und Erkenntnissen sowie den nationalen bzw. sprachregionalen Entwicklungen im Blickwinkel sollen danach die weiteren Vorgehensschritte festgelegt und ein Grundsatzentscheid vorbereitet werden.
Erziehungsrat
Landammann Michael Stähli
Präsident
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