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Wasserkraft im Kanton Schwyz bereits sehr gut ausgebaut

Studie zum Ausbaupotenzial der Wasserkraft im Kanton Schwyz

Die Muota wird an mehreren Standorten - im Bild das Kraftwerk Wernisberg - für die Stromproduktion genutzt. (Foto: Stefan Zürrer)
Kraftwerk Steineraa, Jahresproduktion ca. 5 GWh (Foto: ebs Energie AG) 

Die Wasserkraft ist national und kantonal die wichtigste erneuerbare Stromproduktion. Über 70 Prozent der Stromproduktion im Kanton Schwyz geschieht mit Wasserkraft. Damit auch künftig genügend Strom zur Verfügung steht, hat das Amt für Umwelt und Energie insgesamt 70 Gewässerabschnitte auf zusätzliche Stromproduktion untersucht. Die Studie zeigt, dass das Potenzial bereits heute sehr gut genutzt wird.

Der Strombedarf im Kanton Schwyz beträgt jährlich rund 900 GWh. Die jährliche Stromproduktion schwankt je nach Niederschlagsmengen zwischen 400 und 500 GWh. Dabei ist der produzierte Bahnstrom des Etzel-Kraftwerks mit der Nutzung des Sihlsees nicht eingerechnet. Der grösste Stromproduzent ist die ebs Energie AG, hauptsächlich mit der Nutzung der Muota an mehreren Kraftwerkstandorten.

70 Gewässerabschnitte untersucht
Um die künftige Stromversorgung nachhaltig zu sichern, hat der Bund die Kantone beauftragt, die Gewässer bezüglich der Eignung für die Wasserkraftnutzung zu untersuchen. Das Amt für Umwelt und Energie hat sämtliche Gewässer mit einem Abfluss von mehr als 200 Litern pro Sekunde im Hinblick auf eine mögliche Nutzung geprüft. Dabei wurden die Schutz- und Nutzinteressen gegeneinander abgewogen und bewertet.

Die nun vorliegende Untersuchung zeigt, dass die Wasserkraft im Kanton Schwyz bereits heute sehr gut ausgebaut ist und nur noch wenig Potenzial für eine zusätzliche Stromproduktion vorhanden ist. Von den 70 untersuchten Gewässerabschnitten gibt es insgesamt 17 Gewässerabschnitte, welche noch ein kleines, bisher ungenutztes Potenzial aufweisen. Bei drei dieser Gewässerabschnitte überwiegt das Nutzinteresse, bei den restlichen 14 Gewässerabschnitten muss das Schutz- und Nutzinteresse im Detail noch gegeneinander abgewogen werden. Das Gesamtpotenzial dieser 17 Gewässerabschnitte beträgt rund 70 GWh pro Jahr. Davon ist das Potenzial eines Gewässers, welches als Verzichtsobjekt im Rahmen eines Projekts vorgesehen ist, abzuziehen. Somit liegt das maximale ausbaubare Wasserkraftpotenzial bei knapp 60 GWh pro Jahr, was rund 7 % des heutigen Strombedarfs oder rund 15'000 Haushalten entspricht.

Ob künftig eines dieser Gewässer auch wirtschaftlich für die Wasserkraftnutzung geeignet ist, wurde im Rahmen der Studie nicht untersucht. Dazu müssten durch einen künftig interessierten Kraftwerkbetreiber im Rahmen eines konkreten Projekts genauere Untersuchungen durchgeführt werden. Erst dann werden mögliche Fassungs- und Kraftwerkstandorte festgelegt, deren Erschliessungsmöglichkeiten geprüft und konkrete Wasserflussmessungen durchgeführt.

Umweltdepartement


Arthur Nauer
Leiter Abteilung Energie und Klima
+41 41 819 15 44
(erreichbar: Donnerstag, 7. November 2024, 10.00–11.30 Uhr)

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