Jetzt ist Zeit für die Heckenpflege
Nutzen für Landschaft und Tierwelt
Wer Hecken naturnah pflegt, fördert die Artenvielfalt und verschönert die Landschaft. Wo ein Pflegeschnitt nötig ist, soll dieser im Winter geschehen: Winterzeit ist Heckenpflegezeit!
Naturnahe Hecken zieren unsere Landschaften und schützen Felder und Gärten vor Wind und Erosion. Sie bieten zudem zahlreichen Wildtieren Futter, Schutz und Lebensraum. So finden hier zum Beispiel Vögel Nahrung in Form von Beeren, Samen und Insekten, und in dornigen Sträuchern sind ihre Nester vor Feinden geschützt. Viele Tiere nutzen Hecken ausserdem, um sich unbemerkt von einem Ort zum anderen zu bewegen.
Damit Hecken ihre verschiedenen Funktionen auch langfristig leisten können, müssen sie regelmässig gepflegt werden. Dafür ist jetzt, wo sich die Pflanzen in der winterlichen Vegetationsruhe befinden, der beste Zeitpunkt. Von Mitte März bis Mitte Juli sollten Hecken hingegen nicht gepflegt werden, um die darin nistenden Vögel nicht beim Brüten zu stören.
Bei der Heckenpflege ist wichtig, dass nur kurze Heckenabschnitte auf einmal oder nur einzelne Sträucher zurückgeschnitten werden. So bleiben jederzeit genügend Futter- und Versteckmöglichkeiten für die Heckenbewohner. Langsam wachsende, seltenere Sträucher sollten selektiv verjüngt werden. Schnell wachsende, häufige Sträucher wie Hasel oder Hartriegel können bei der Pflege stark gestutzt oder gelegentlich gar auf den Stock gesetzt werden. Damit erhalten die konkurrenzschwächeren Arten mehr Platz und Licht, und die Hecke bleibt dauerhaft vielfältig. Anfallendes Astmaterial und Totholz kann am Rand der Hecke oder in einer Lücke zu einem Asthaufen geschichtet werden. Wiesel, Igel, Kröten und andere Kleintiere werden diesen gerne als Unterschlupf nutzen.
Umweltdepartement
Elena Gimmi
Amt für Wald und Natur
Fachbereich Natur und Landschaft
+41 41 819 18 39
(erreichbar: Dienstag, 17. Dezember 2024, 10.00 – 11.00 Uhr)