Optimierung des Energieverbrauchs bei Grossverbrauchern
Schwyz bei der Umsetzung des Grossverbraucherartikels auf Kurs
Energieintensive Unternehmen spielen eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Klima- und Energieziele. Im Kanton Schwyz haben 86 Grossverbraucher die Pflicht, Zielvereinbarungen zur Senkung ihres Energieverbrauchs abzuschliessen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz.
Wichtiger Beitrag von energieintensiven Betrieben
Knapp ein Viertel der energiebedingten CO₂-Emissionen im Kanton Schwyz stammt aus Industrie, Gewerbe und industriellen Prozessen. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen Grossverbraucher mit einem jährlichen Bedarf von über 5 Gigawattstunden Strom oder 0,5 Gigawattstunden Wärme verbindliche Vereinbarungen eingehen.
Die Betriebe verpflichten sich, ihren Energieverbrauch systematisch zu erfassen, Effizienzmassnahmen umzusetzen und ihre Fortschritte regelmässig zu dokumentieren. Unterstützt werden sie dabei von der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) oder der Cleantech Agentur Schweiz (act).
Nutzen für Wirtschaft und Umwelt
Die Zielvereinbarungen helfen Unternehmen, Energiekosten langfristig zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig reduzieren sie ihre CO₂-Emissionen und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Je nach Branche profitieren die Betriebe zudem von Abgabebefreiungen und vereinfachten Vorschriften.
Umsetzung der Massnahmen
Meist erfolgt die Optimierung über eine Universalzielvereinbarung (UZV) mit zehnjähriger Laufzeit. Unternehmen setzen dabei wirtschaftlich sinnvolle Massnahmen um, wie etwa:
- Ersatz von Leuchtmitteln
- effizientere Pumpen und Motoren
- Optimierungen bei IT-Infrastruktur, Servern und Netzwerken
Am häufigsten werden Beleuchtungsprojekte realisiert. Die grössten Einsparungen entstehen jedoch durch Massnahmen in der IT und in Produktionsprozessen. Im Durchschnitt wird mit einer UZV eine Effizienzsteigerung von 10–15 % erreicht.
Stand der Umsetzung im Kanton Schwyz
Von den 86 Grossverbrauchern:
- hatten 42 Unternehmen bereits vor Inkrafttreten der Pflicht eine freiwillige UZV abgeschlossen,
- haben 20 Unternehmen ihren Umsetzungsweg im Zielvereinbarungs- und Monitoring-Tool des Bundes (ZVM-Tool) erarbeitet,
- 17 Unternehmen ihre Vorgehensweise deklariert,
- 7 Unternehmen eine Fristverlängerung beantragt oder die Deklaration noch nicht eingereicht.
Damit verfügen bereits 72 % der Betriebe über eine Zielvereinbarung oder ein Energieverbrauchsabkommen und 92 % haben ihren Umsetzungsweg mindestens deklariert.
Die nächste umfassende Erhebung durch das Amt für Umwelt und Energie ist für 2027 vorgesehen.
Umweltdepartement
Arthur Nauer
Abteilungsleiter Energie und Klima
+41 41 819 15 55
(erreichbar: 10.00 – 11.30 Uhr)