Grundwasserstände im Bereich des langjährigen Mittels
Grosse Niederschlagsmengen im Juli
Der Sommer 2025 zählt zu den wärmsten Sommern seit Messbeginn 1864. Dennoch liegen die Grundwasserstände im Kanton Schwyz dank den überdurchschnittlich hohen Niederschlägen im Juli im Bereich des langjährigen Mittels.
Vergleich der Messwerte 2025 mit dem langjährigen Mittel
Im inneren wie auch im äusseren Kantonsteil befanden sich die Grundwasserspiegel im Herbst 2025 an allen Messstellen im Bereich des langjährigen Mittels. Während sie im äusseren Kantonsteil und im Muotathal leicht darüber lagen, wurden an Standorten wie Brunnen und Arth etwas tiefere Werte registriert. Ein ähnliches Bild zeigen die höher gelegenen Messstellen in Unteriberg und Rothenthurm. Insgesamt weichen die Werte im gesamten Kantonsgebiet nur geringfügig vom langjährigen Mittel ab. Sowohl die aktuellen Messwerte als auch die Werte des hydrologischen Jahres bewegen sich damit innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite.
Einfluss des Klimas auf die Grundwasserstände 2025 und Jahresverlauf
Gemäss MeteoSchweiz zählt der Sommer 2025 zu den wärmsten seit Beginn der Messreihe. Rückblickend wirkt dies weniger deutlich, da der warme Juni und August durch einen eher kühlen Juli unterbrochen wurden. Die Niederschlagssummen lagen zudem deutlich über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1991–2020. Zu Jahresbeginn wurden an den Messstellen lange Zeit tiefe Grundwasserstände verzeichnet. Erst die überdurchschnittlich hohen Niederschläge im Sommer führten insbesondere im inneren Kantonsteil und in höheren Lagen zu einem markanten Anstieg, wo sehr hohe Stände gemessen wurden. Im äusseren Kantonsteil blieben solche Spitzen aus. Kurz vor der jährlichen Auswertung Ende Oktober gingen die Grundwasserstände wieder zurück. Die lange Phase tiefer Stände zu Jahresbeginn ist darauf zurückzuführen, dass im Winter nur wenig Schnee fiel. Dadurch blieb auch der Zufluss aus der Schneeschmelze gering.
Grundwasserspiegel im Kanton Schwyz in den nächsten Jahren
Steigt die globale Temperatur, wie vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) erwartet, bis 2030 um rund 1.5 °C, dürften extrem heisse und trockene Sommer häufiger auftreten. Heisse Sommer können die Grundwasserqualität beeinträchtigen, führen jedoch nicht zwingend zu tieferen Grundwasserspiegeln, sofern ausreichende Niederschläge fallen. Das zeigt das Beispiel des Sommers 2025. Bleiben die Sommer, wie etwa 2018 oder 2022, jedoch nicht nur heiss, sondern auch trocken, setzen sich Gletscherschmelze und der Rückgang von Eisflächen und Abflüssen fort, was längerfristige Auswirkungen auf die Wasserressourcen haben kann.
Umweltdepartement
Peter Inhelder
Vorsteher Amt für Umwelt und Energie
+41 41 819 20 03
(erreichbar: Dienstag, 9. Dezember 2025, 10.00 - 11.30 Uhr)