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Keine Asiatische Tigermücke im Kanton Schwyz

Resultate des kantonalen Mückenmonitorings 2025

2025 wurden im Kanton Schwyz keine Asiatischen Tigermücken nachgewiesen. (Bild: European Centre for Disease Prevention and Control ECDE)

Mit dem Start der Stechmückensaison legt der Kanton Schwyz die Bilanz des Monitorings zu den asiatischen Stechmücken im Jahr 2025 vor. Die Asiatische Buschmücke ist seit 2021 im Kanton etabliert, und auch im letzten Jahr zeigte sie erneut eine stabile und flächendeckende Ausbreitung. Zum Fokus des letztjährigen Monitorings, der Asiatischen Tigermücke, ergibt sich hingegen ein beruhigendes Bild: Sie wurde auch 2025 nicht nachgewiesen.

Die Asiatische Buschmücke konnte 2025 sowohl an bekannten als auch an mehreren neuen Standorten nachgewiesen werden, was ihre stabile und flächendeckende Verbreitung bestätigt. Die Asiatische Tigermücke wurde hingegen erneut nicht gefunden. Der Schlussbericht 2025 ist auf der Homepage des Amts für Gewässer Schwyz verfügbar. 

Ausblick und Prävention
Aufgrund der nationalen Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke bleibt das Risiko einer Einschleppung in den Kanton Schwyz hoch. Beobachtungen aus der Bevölkerung helfen, ein mögliches Auftreten frühzeitig zu erkennen. Verdächtige Funde können über www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden. Zudem kann die Bevölkerung zur Eindämmung beitragen, indem potenzielle Brutstätten konsequent entfernt oder reduziert werden: Stehendes Wasser in Untersetzern, Eimern, Giesskannen oder Regentonnen sollte regelmässig geleert oder abgedeckt werden. Ebenso sollten Wasseransammlungen in Dachrinnen und Abflüssen vermieden werden.

Verbreitung der Asiatischen Buschmücke an den Fallenstandorten im Kanton Schwyz anhand der Kontrollrunden alle zwei Wochen (Quelle: AfG Schwyz).

Monitoring im Kanton Schwyz
Das Monitoring zu den asiatischen Stechmücken wurde erstmals 2019 durchgeführt und bis 2021 jährlich fortgesetzt. Ziel war es, die Verbreitung und Etablierung invasiver Arten zu dokumentieren und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) wurde damals in drei aufeinanderfolgenden Jahren nachgewiesen und gilt seither als etabliert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Asiatische Tigermücke im Kanton nicht nachgewiesen. Da sie sich in angrenzenden Regionen ausbreitet, wurde das Monitoring 2025 erneut aufgenommen. Von Juli bis September waren 52 Fallen an 23 Standorten im Kanton aufgestellt. Der Schwerpunkt lag auf Orten mit erhöhtem Personen- und Warenverkehr, wie Verkehrsknotenpunkten, Transportunternehmen, Industriegebieten, touristischen Hotspots und stark frequentierten Besuchermagneten. Zudem wurden besonders gefährdete geografische und klimatische Regionen dichter beprobt. Die Fallen bestanden aus kleinen schwarzen Eimern mit Wasser, einem biologischen Larvizid und Holzpaddles, auf denen die Mücken ihre Eier ablegen. Alle zwei Wochen wurden die Proben im Labor für angewandte Mikrobiologie der Fachhochschule der italienischen Schweiz analysiert.

Zunehmend günstige Lebensbedingungen für invasive Stechmückenarten
Das mildere Klima schafft zunehmend günstige Lebensbedingungen für invasive Stechmückenarten, auch im Kanton Schwyz. Der internationale Waren- und Personenverkehr begünstigt zudem ihre rasche Ausbreitung. Diese Arten sind sowohl für die Bevölkerung als auch für die Umwelt problematisch. Sie sind sehr lästig, da sie tagsüber und nachts aktiv sind und ihre Stiche oft stärkere Hautreaktionen hervorrufen. Besonders relevant ist die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), da sie Krankheitserreger tropischer Herkunft übertragen kann. Die Umwelt leidet unter ihrer Ausbreitung, da sich asiatische Arten mit einheimischen Mücken konkurrieren und deren Bestände zurückdrängen können, was ökologische Gleichgewichte stört. Ihre Überwachung ist daher von grosser Bedeutung.

Weitere Informationen und Tipps zur Erkennung und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke sind im Factsheet der Umwelt Zentralschweiz verfügbar.

Umweltdepartement


Denise Looser
Amt für Gewässer
+41 41 819 25 76
(erreichbar am Dienstag, 19. Mai 2026: 10.30 bis 12.00 Uhr) 

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