Navigieren im Kanton Schwyz

Ozon: sich schützen und selbst aktiv werden

Mit dem Sommer nimmt die Ozonsaison wieder Fahrt auf – mit negativen Folgen für den Körper. Mit einfachen Massnahmen lassen sich sowohl Belastung als auch Ozonbildung reduzieren.

Rund 15'000 Liter Luft atmen wir täglich ein. Das entspricht etwa der Menge, die in 1200 bis 1300 Luftballons passen. Neben Sauerstoff atmen wir dabei auch andere Gase sowie Fremdstoffe ein – darunter auch Ozon (O3). Dieses aggressive Reizgas verursacht Entzündungen der Atemwege und reagiert mit der Lungenwand. In hohen Konzentrationen eingeatmet, reduziert Ozon unsere Leistungsfähigkeit, fördert Asthmaanfälle und erhöht die Sterblichkeit. In der Schweiz führt das jährlich zu 200 bis 300 frühzeitigen Todesfällen.

Starke Sonne, hohe Ozonwerte

Da Ozon mithilfe intensiver Sonneneinstrahlung in Bodennähe entsteht, sind die Konzentrationen im Sommer am höchsten. Im Kanton Schwyz wird der Grenzwert trotz generell sinkender Ozonkonzentration immer noch deutlich überschritten. Es empfiehlt sich deshalb, körperliche Belastungen gezielt anzupassen.

Grundsätzlich ist sportliche Betätigung auch an Tagen mit hohen Ozonwerten möglich. Allerdings wird während der heissesten Tageszeit davon abgeraten – die Ozonkonzentration ist dann am höchsten. Besser ist es, Sport am Morgen oder späten Abend zu treiben – oder zumindest in den Wald zu verlegen, da es dort schattiger und kühler ist und damit weniger belastend für den Körper.

Empfindliche oder mit Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma vorbelastete Kinder sollten sich an heissen Nachmittagen nicht zu sehr anstrengen. Dies gilt ebenso für vorbelastete oder empfindliche Erwachsene. Die Empfindlichkeit gegenüber Ozon variiert von Mensch zu Mensch, nicht jeder reagiert gleich auf eine hohe Belastung durch das Reizgas. Informationen über die Luftschadstoffbelastung bieten Apps wie AirCHeck oder MeteoSwiss sowie Websites wie www.in-luft.ch.

Einfache Massnahmen selbst umsetzen

Ozon entsteht bodennah aus verschiedenen Stoffen, überwiegend aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Die Hauptquelle für diese Schadstoffe sind Verbrennungs- und Verdunstungsprozesse. Mit einigen einfachen Massnahmen lässt sich die Entstehung dieser Stoffe reduzieren oder gar vermeiden:

  • So oft wie möglich zu Fuss gehen, mit dem Velo oder öffentlichen Verkehrsmitteln fahren sowie schadstoffarme Fahrzeuge und Fahrgemeinschaften nutzen.
  • Ferien in der Nähe planen, um unnötigen Flugverkehr zu vermeiden.
  • Saisonale und regionale Produkte mit kurzen Transportwegen kaufen.
  • Lösungsmittelfreie Produkte verwenden.
  • Im Hobby und Gartenbereich elektrisch betriebene Geräte einsetzen.

 

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