Navigieren im Kanton Schwyz

Radonmessungen in Kindertagesstätten durch das Amt für Umwelt und Energie im Winter 2024/2025

Regelmässig führt das AfU Radonmessungen in Schulräumen durch. Im letzten Winter wurden erstmals auch Kindertagesstätten im Kanton Schwyz untersucht – mit erfreulichen Ergebnissen.

In Schulen und Kindergärten müssen die Kantone die Konzentration des radioaktiven Gases Radon in der Luft messen. Das schreibt seit 2018 die revidierte Strahlenschutzverordnung (StSV) vor. Bereits in den Wintern 2011/12 und 2018/19 wurden zahlreiche Schulen und Kindergärten im Kanton untersucht – mit erfreulichen Ergebnissen. Das AfU hat im vergangenen Winter weitere Messungen durchgeführt. Nun lag der Fokus bei den Kindertagesstätten (Kita), für welche das Gesetz eigentlich gar keine Messungen vorschreibt.

Überschreitungen in zwei Räumen

Über einen Zeitraum von rund drei Monaten wurden in 43 Kitas und 9 weiteren, bis anhin noch nicht gemessenen Schulräumen im Kanton, mehr als 110 Messgeräte, sogenannte Dosimeter, aufgestellt. Die Auswertung dieser Daten liegt jetzt vor. Die Ergebnisse sind sehr erfreulich und bestätigen erneut, dass der Kanton Schwyz kein typisches Radongebiet ist. Lediglich in zwei Räumen – also in weniger als 2 Prozent aller gemessenen Räumen – lagen Überschreitungen vor. Der aktuell gültige Referenzwert von 300 Becquerel pro m3 wurde jeweils nur minimal überschritten. Dabei handelte es sich um zwei Gebäude, die in den 60er-Jahren oder früher erbaut wurden.

Bei beiden Räumlichkeiten, in denen der Referenzwert überschritten wurde, müssen nun innert 10 Jahren Sanierungen vorgenommen werden. Das entspricht der längst möglichen Sanierungsfrist für Schulen und Kindergärten bei einer solch minimalen Überschreitung. Trotz dieser langen Frist haben die Eigentümer der betroffenen Räume bereits Massnahmen in die Wege geleitet. Das AfU geht daher davon aus, dass die Sanierungen in spätestens drei Jahren realisiert sein werden. Der Erfolg wird mit erneuten Radonmessungen überprüft.

Winter und Kälte treiben Messwerte nach oben

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas. Es ist im Erdreich enthalten und kann durch undichte Stellen ins Gebäude eindringen. Insbesondere im Winter kann die Konzentration in der Luft steigen, weil der Luftdruck draussen tiefer und im Gebäudeinnern höher ist, unter anderem aufgrund der Heizung. Radon kann dann dem Boden einfacher entweichen und ins Innere dringen.

Zusätzlich kommt hinzu, dass während der kalten Jahreszeit weniger gelüftet wird, die Luft schlechter zirkuliert und sich das Gas dadurch in der Innenluft stärker ansammelt. Das radioaktive Radon und seine Zerfallsprodukte sind krebserregend und können zu Lungenkrebs führen. Neuere Gebäude sind meistens so gebaut, dass kein Radon eindringen kann.

 

Weiterführende Informationen zu Radon sind auf www.ch-radon.ch verfügbar.

Diese Seite drucken oder teilen:

  • Seite drucken