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Weiter hohe Nachfrage beim Gebäudeprogramm

Im Kanton Schwyz wurde auch 2025 dank dem Gebäudeprogramm viel in die Energieeffizienz von Gebäuden investiert. Das wirkt sich nachweislich positiv auf den Klimaschutz aus. Doch die Zukunft des Gebäudeprogramms ist derzeit ungewiss.

© Manu Friederich / Das Gebäudeprogramm
© Manu Friederich / Das Gebäudeprogramm

Der Kanton Schwyz kann auch im zu Ende gehenden Jahr eine positive Entwicklung bei seinen Förderprogrammen für energieeffizientes Bauen und Sanieren vorweisen. Allein bis Ende September wurden rund 500 Gesuche mit einer Förderzusage von insgesamt 5.2 Millionen Franken bewilligt. Damit weist das Gebäudeprogramm auch im ersten Jahr nach seiner Verlängerung eine hohe Nachfrage aus.

Seit dem Start im Jahr 2021 wurden im Kanton Schwyz insgesamt rund 3700 Gesuche unterstützt, was Investitionen von rund 250 Millionen Franken anstiess. Neu integriert wurde dieses Jahr das Impulsprogramm des Bundes. Es fördert insbesondere den Ersatz grosser fossiler Heizungen ab 70 Kilowatt Leistung und jener dezentraler Elektroheizungen. Zudem bietet es einen Bonus für energetische Gesamtsanierungen der Gebäudehülle.

Das Impulsprogramm startete zunächst verhalten, gewann aber zunehmend an Fahrt: Bis Ende September wurden für dieses Programm 25 Ersatze von Heizungen und 20 Gesamtsanierungen mit einem totalen Fördervolumen von knapp 800'000 Franken bewilligt.

500 Kilo CO2 pro Kopf eingespart

Die positiven Effekte der Förderprogramme lassen sich auch in Zahlen belegen: Gemäss dem Jahresbericht 2024 des Gebäudeprogramms konnte der Kanton Schwyz pro Einwohner im vergangenen Jahr mehr als 500 Kilogramm CO2 einsparen. Damit liegt er schweizweit auf Platz vier.

Gleichzeitig ist auch die Energieeffizienz der Gebäude gestiegen. Mit einer Energiewirkung von 1800 Kilowattstunden pro Einwohner erreicht Schwyz im nationalen Vergleich den fünften Platz. Das Programm leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der gesetzlich verankerten Netto-Null-Ziele bis 2050.

Neben ökologischen Vorteilen hat das Förderprogramm auch positive Effekte für die Wirtschaft: Eine Studie des Planungs- und Ingenieurunternehmens EBP zeigt, dass jeder investierte Förderfranken die Bruttowertschöpfung erhöht, Arbeitsplätze sichert, Steuereinnahmen generiert und Umweltkosten reduziert.

Künftige Finanzierung des Programms unklar

Für nächstes Jahr ist das Förderprogramm bereits geplant. Trotz der Erfolge der letzten Jahre gibt es im Kanton Schwyz weiterhin viele Gebäude mit fossilen oder elektrischen Heizungen und unzureichender Dämmung. Mit dem Programm können weitere energetische Sanierungen unterstützt und der Klimaschutz im Kanton vorangetrieben werden. Es ist jedoch zu beachten, dass aufgrund des Entlastungspakets 27 (EP 27) eine Fortsetzung des Programms noch nicht als gesichert gilt.

 

 

 

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