Invasive Mücke breitet sich weiter aus
Nach einer vierjährigen Pause wurde im letzten Sommer erneut ein Mückenmonitoring im Kanton Schwyz durchgeführt. Das Resultat: Die Asiatische Buschmücke hat sich weiter etabliert, auf die Asiatischen Tigermücke gibt es weiterhin keine Hinweise.
Erstmals wurde von 2019 bis 2021 ein Mückenmonitoring im Kanton Schwyz durchgeführt. Schon damals wurde die Asiatische Buschmücke an mehreren Standorten nachgewiesen – sie gilt seither als etabliert. Ein Vorkommen der für die menschliche Gesundheit relevanteren Asiatische Tigermücke konnte damals nicht festgestellt werden. Da sich die Tigermücke in angrenzenden Regionen seither aber vermehrt ausgebreitet hat, wurde das Monitoring im letzten Sommer erneut aufgenommen.
Fallen im ganzen Kanton aufgestellt
Von Juli bis September 2025 wurden 52 Fallen an 23 Standorten im gesamten Kantonsgebiet aufgestellt, vor allem an Orten mit erhöhtem Personen- und Warenverkehr. Die Fallen bestanden aus kleinen schwarzen Eimern mit Wasser, einem biologischen Larvizid und einem Holzbrett, auf dem die Mücken ihre Eier ablegen konnten. Alle zwei Wochen wurden die Holzbretter eingesammelt und im Labor ausgewertet.
Die Ergebnisse des diesjährigen Monitorings: Die Asiatische Buschmücke konnte im letzten Sommer sowohl an bekannten als auch an mehreren neuen Standorten nachgewiesen werden. Damit bestätigt sich eine stabile und flächendeckende Etablierung der invasiven Art. Die Asiatische Tigermücke konnte hingegen weiterhin an keinem der 23 Standorte nachgewiesen werden.
Überträger tropischer Krankheiten
Beide untersuchten Mückenarten sind invasive Insekten und gelten als problematisch, weil sie Mensch und Umwelt belasten. Für den Menschen sind sie besonders lästig, da sie sowohl tagsüber als auch nachts aktiv sind und ihre Stiche oft stärkere Reaktionen hervorrufen als jene heimischer Arten. Bei der Asiatischen Tigermücke kommt hinzu, dass sie tropische Krankheiten übertragen kann, was ihrer Überwachung zusätzliche Bedeutung verleiht.
Neben dem Menschen leidet auch die Umwelt unter den invasiven Mückenarten. Die beiden Arten konkurrieren mit einheimischen Mücken und können diese verdrängen. Das stört ökologische Gleichgewichte, weil die einheimischen Mückenarten wichtige Rollen in der Nahrung von Vögeln, Fischen und Amphibien einnehmen. Dank milderem Klima fühlen sich die vom Menschen eingeschleppten Arten in unserer Region zunehmend wohler und können sich besser ausbreiten.
Mithilfe im eigenen Haushalt
Es ist daher wichtig, dass auch Privatpersonen mithelfen, die Ausbreitung invasiver Stechmücken zu verhindern. So sollten potenzielle Brutstätten regelmässig entfernt werden, dazu zählen: Wasser in Untersetzer von Töpfen, Giesskannen, Eimern oder anderen Wasserbehältern, ungenügend gedeckte Regentonnen sowie Abflüsse, Dachrinnen und andere Orte, in denen sich Wasser sammeln kann. Verdächtige Tigermückenfunde sollten über die nationale Meldeplattform www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden.
- Nationale Meldeplattform für Tigermückenfunde: www.muecken-schweiz.ch
- Factsheet zur Asiatischen Tigermücke von Umwelt Zentralschweiz (PDF)