PFAS-Konzept: Regierungsrat stärkt Schutz von Bevölkerung und Umwelt
Kantonale Regelung im Umgang mit langlebigen Chemikalien.
Der Regierungsrat hat ein kantonales Konzept zum Umgang mit PFAS verabschiedet. Dieses dient als zentrales Steuerungsinstrument, um den Herausforderungen im Zusammenhang mit diesen langlebigen Chemikalien zu begegnen und gezielte Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu entwickeln.
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind heute in Böden, Gewässern, im Grundwasser sowie in der Luft nachweisbar. Das kantonale PFAS-Konzept schafft eine klare Grundlage für den Umgang mit diesen Stoffen. Ziel ist es, bestehende Unsicherheiten zu reduzieren und den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen.
Seit den 1950er-Jahren werden PFAS in zahlreichen Industrieprozessen und Alltagsprodukten eingesetzt – etwa in Beschichtungen und Schaumlöschmitteln. Sie verleihen Oberflächen wasser-, fett- und schmutzabweisende Eigenschaften. PFAS können sowohl bei der Herstellung als auch bei der Nutzung und Entsorgung entsprechender Produkte in die Umwelt gelangen. Dort sind sie äusserst persistent und werden kaum abgebaut. Einige dieser Stoffe sind toxisch und können sich in der Nahrungskette anreichern. Aufgrund ihrer hohen Persistenz, ihrer weiten Verbreitung und ihrer potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt stehen PFAS zunehmend im Fokus von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Auf internationaler Ebene – vor allem in der Europäischen Union – wurden in den vergangenen Jahren Grenz- und Richtwerte erarbeitet oder weiterentwickelt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) beteiligt sich aktiv an diesen Arbeiten und orientiert sich an den europäischen Entwicklungen. Die Festlegung zusätzlicher nationaler Grenz- und Höchstwerte sowie Vollzugshilfen werden jedoch noch Zeit in Anspruch nehmen; konkrete Ergebnisse werden in ein bis zwei Jahren erwartet.
Kantonales PFAS-Konzept regelt Umgang und Zuständigkeiten
Der Kanton sieht sich mit einer Problematik konfrontiert, die gesundheits-, umwelt-, agrar- und wirtschaftspolitische Aspekte vereint. Das kantonale PFAS-Konzept definiert Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung, regelt Abläufe bei der Abklärung von Belastungen und legt fest, wie Massnahmen angeordnet und umgesetzt werden. Zudem werden im Konzept auch Fragen der Entschädigung geklärt.
Trinkwasser: Keine Grenzwertüberschreitungen
Im Kanton Schwyz wurden insgesamt 84 Trinkwasserproben untersucht und dabei keine Höchstwertüberschreitungen festgestellt.
Staatskanzlei
Landesstatthalter Sandro Patierno
Vorsteher Umweltdepartement
+41 41 819 21 00
(erreichbar am Donnerstag, 16. April 2026: 14.00-15.00 Uhr)