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Kaufmännische Berufsschule Schwyz zügelt ins Kollegi

Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat eine Ausgabenbewilligung von 2.95 Mio. Franken

Das Kollegium Schwyz verfügt über genügend Reserven, um die Kaufmännische Berufsschule aufzunehmen.

Weil einerseits im Westtrakt des Kollegi-Gebäudes beträchtliche schulische Raumreserven bestehen und andererseits sowohl an diesem als auch am in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Schulhaus der Kaufmännischen Berufsschule Schwyz (KBS) baulicher Investitionsbedarf besteht, sollen die beiden Schulen im Kollegi-Gebäude zusammengeführt werden.

Die örtliche Zusammenführung der beiden weiterhin eigenständigen Schulen im Kollegi-Gebäude bietet aus betrieblicher wie auch pädagogischer Sicht erhebliche Vorteile. Das Kollegi-Gebäude verfügt über zeitgemässe Infrastrukturen, zahlreiche ungenutzte Räume sowie erhebliche Ausbaureserven, so dass der notwendige Raumbedarf der KBS ohne tiefgreifende bauliche Eingriffe abgedeckt werden kann. Zudem lassen sich die ohnehin anstehenden Investitionen in die Empfangs- und Administrationsbereiche sowie die Lernlandschaften bei einer Zusammenführung für beide Schulen und damit doppelt nutzen.

Durch die gemeinsame Nutzung wesentlicher Infrastrukturen wie Verwaltungsbereiche, Mensa, Lernlandschaften und Mehrzweckräume entstehen beträchtliche Synergieeffekte, womit auch laufende Betriebskosten reduziert werden können. Anstelle zweier separater, vollständig ausgestatteter Schulbauten kann der Bedarf künftig gemeinsam abgedeckt werden, was zur langfristigen Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung der kantonalen Immobilien beiträgt.

Auch in pädagogischer Hinsicht ergeben sich Vorteile: Der fachliche Austausch zwischen den Lehrpersonen, die Öffnung von Freikursen, gemeinsame Projekte sowie die Förderung der sozialen Interaktion zwischen unterschiedlichen Schülertypen tragen zur Qualitätssteigerung des Bildungsangebots bei. Zudem wird die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungsgängen gestärkt. Das entstehende Bildungszentrum am Standort Kollegi kann sich zu einem Leuchtturmprojekt mit regionaler Ausstrahlung entwickeln.

Mit Kosten von insgesamt 2.95 Mio. Franken sollen im Kollegi somit neue Lernlandschaften eingerichtet werden, um veränderten pädagogischen Anforderungen Rechnung tragen zu können, sowie die Räume der Administration im Erdgeschoss zentralisiert werden. Gleichzeitig werden zusätzliche, bislang zum Teil ungenutzte Räume zu Schulzimmern umfunktioniert, um für beide Schulen ausreichend und flexibel nutzbare Strukturen zu schaffen.

Selbst nach dem Umzug der KBS verbleibt im Kollegi weiteres, relativ einfach realisierbares schulisches Raumpotenzial, um allfälligen weiteren Entwicklungen in Zukunft Rechnung tragen zu können.

Schliesslich eröffnet auch die Freispielung des bisherigen KBS-Schulhauses zusätzliche strategische Optionen. So kommen verschiedene öffentliche (Übergangs-)Nutzungen in Betracht, sei es durch den Kanton selber oder durch Dritte. Längerfristig könnte sodann die Veräusserung der Liegenschaft bzw. die Abgabe eines Baurechts an eine Dritte, primär staatliche Körperschaft in Betracht gezogen werden. Die Bandbreite an in diesem Zusammenhang notwendigen bzw. möglichen baulichen Massnahmen reicht von einer vollständigen Sanierung mit oder ohne zusätzlichem Dachstockausbau bis hin zu einem Ersatzneubau mit maximal realisierbarem Raumvolumen. All diese Fragen zur weiteren Nutzung des bisherigen Schulhauses der KBS werden nach dem definitiven Entscheid über deren Integration in das Kollegi-Gebäude konkret anzugehen und abzuarbeiten sein.

Staatskanzlei


Regierungsrat André Rüegsegger
Vorsteher Baudepartement
+41 41 819 25 00


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