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Massnahmenpaket zum Hochwasserschutz am Lauerzersee

Was wurde seit dem Entscheid zum Massnahmenverbund getan?

Der Hochwasserschutz am Lauerzersee wurde bereits verbessert. (Foto: Stefan Zürrer)

Im Frühjahr 2022 wurde informiert, dass mit einem Verbund von Massnahmen der Hochwasserschutz um den Lauerzersee und der Seeweren verbessert werden soll. Dazu zählen die eigene Vorsorge der Grundeigentümer, Beratungsleistungen durch den Kanton, der Ausbau der Seeweren an neuralgischen Stellen, auf längere Frist gezielte Massnahmen auf der Kantons- und Nationalstrasse sowie raumplanerische Massnahmen im Siedlungsgebiet. Der Arbeitsstand des Massnahmenpakets wird mit einer weiteren Informationsveranstaltung aufgezeigt.

Nach dem Wegfall der Möglichkeit den Hochwasserschutz durch eine Seeregulierung zu verbessern, hat der Regierungsrat Mitte 2022 ein Bündel von Massnahmen verabschiedet, um die Hochwassersituation rund um den Lauerzersee langfristig zu entschärfen. Der Verbund von Massnahmen erfüllt die gesetzlichen Vorgaben bezüglich Landschaftsschutz und verbessert gleichzeitig den Hochwasserschutz der Standortgemeinden und der betroffenen Grundeigentümer.

Das Konzept beinhaltet die folgenden Teilprojekte: Eigene Vorsorge der betroffenen Grundeigentümer direkt am Objekt, Beratung der Grundeigentümer durch den Kanton, Ausbau der Seeweren an neuralgischen Stellen, insbesondere zwischen Ausfluss und Restaurant Bauernhof und im Einmündungsbereich in die Muota, auf längere Frist gezielte Massnahmen auf der Kantons- und Nationalstrasse sowie raumplanerische Massnahmen im Siedlungsgebiet.

Angepackte Arbeiten seit 2022

  • Die Objektschutzberatung durch den Kanton wurde von 16 der 42 betroffenen Grundeigentümer in Anspruch genommen. Für jedes der Objekte wurden basierend auf einer Begehung mögliche Massnahmen ausgearbeitet und ein entsprechender Kostenvoranschlag erstellt. Die Umsetzung der Hochwasserschutzmassnahme hat grundsätzlich durch den Grundeigentümer zu erfolgen.
  • Innerhalb des Teilprojekts Seeweren Oberlauf, der vom Seeausfluss bis zum Restaurant Bauernhof reicht, wurden verschiedene Optimierungsvarianten, um die Schäden in Unterseewen zu reduzieren, wie die Ausbaggerung des Seeauslaufs, Aufweitungen und Abtiefungen, die Entfernung von Einbauten oder eine Entlastungsleitung geprüft. Die Möglichkeiten sind beschränkt, trotzdem können im Hochwasserfall mit der Optimierung von Schwachstellen bis zu 5.4 m3/s zusätzlicher Abfluss erzielt werden.
  • Im Teilprojekt «Acherlikreisel» wurden Massnahmen, wie die Installation eines Pumpwerks, welches im Hochwasserfall zurückgestautes Wasser abpumpt, untersucht. Innerhalb des Teilprojekts «Kantonsstrasse Lauerz» wurde ein Vorprojekt erstellt, das die Anhebung der Strasse sowie einen Objektschutz zur Verhinderung einer Überflutung beinhaltet. Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit dieser Massnahmen hat im Gesamtkontext aller Teilprojekte noch zu erfolgen.
  • Der Mündungsbereich der Seeweren in die Muota soll im Rahmen des Revitalisierungsprojekts Muota Abschnitt Kraftwerk Brunnen von der ebs Energie AG und dem Bezirk Schwyz hydraulisch optimiert werden. Ebenfalls plant der Bezirk an der Steineraa ab der SBB-Linie bis zur Mündung in den Lauerzersee ein Revitalisierungsprojekt. Eine Reduktion des Schwemmholz- und Geschiebeeintrags wird dabei überprüft.
  • Die Gemeinde Lauerz hat zudem die Aufnahmen der Kanalisationsleitungen sowie die Schachtabdichtungen im Bereich des Hochwassers abgeschlossen. Die öffentlichen wie die privaten Leitungen werden in nächster Zeit saniert.

Breite Information über den Arbeitsstand des Massnahmenpakets
Der Bezirk Schwyz sowie die betroffenen Gemeinden Schwyz, Lauerz und Steinen werden laufend über den aktuellen Stand der Abklärungen informiert und sind an der Umsetzung der Massnahmenpakete miteinbezogen. Die Bevölkerung wurde an einem öffentlichen Informationsanlass am Mittwoch, 24. Januar 2024, über den Arbeitsstand des Massnahmenbündels orientiert. Der Schwyzer Umweltdirektor, Regierungsrat Sandro Patierno, zeigt sich überzeugt: «Durch die Umsetzung des Massnahmenverbunds in den verschiedenen Zuständigkeitsbereichen werden wir die Hochwassersituation rund um den Lauerzersee und an der Seeweren verbessern können und gleichzeitig unsere wertvollen Landschaften erhalten.»

Umweltdepartement

Auskunft: Regierungsrat Sandro Patierno, Vorsteher Umweltdepartement, 041 819 21 00 (erreichbar 10.00 – 11.00 Uhr)


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