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Wasserqualität des Zugersees soll weiter verbessert werden

Der Kanton Schwyz definiert Massnahmen

(AfG/i) Der Zugersee befindet sich trotz des Teilerfolgs in der Reduktion der Nährstoffeinträge immer noch in einem stabilen, stark nährstoffreichen Zustand. Die Kantone Zug, Luzern und Schwyz arbeiten bei der Sanierung des Zugersees eng zusammen. Gemeinsam wird ein Zuströmbereich um den Zugersee bezeichnet, der Massnahmen zur Reduktion von Phosphoreinträgen mit sich bringt.

Nährstoffwerte zu hoch
Verschiedene Messungen und Studien zeigen, dass die bisherigen Anstrengungen zur Reduktion der Phosphorbelastung im Zugersee nicht ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erreichen. Dies aufgrund der seeinternen Nährstoff-Altlasten in Kombination mit der niedrigen Durchflussrate und der Schichtung des Sees. Durch die hohe Phosphorbelastung wachsen zu viele Algen. Als Folge davon ist in den tiefen Schichten des Zugersees zu wenig Sauerstoff für die Wasserlebewesen, insbesondere für die Fische, vorhanden.

Festlegung Zuströmbereich Zo
Der Kanton Schwyz wurde daher durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) aufgefordert, den Zuströmbereich Zo (o = oberirdisch) am Zugersee zu bezeichnen und entsprechende Massnahmen umzusetzen. Der Zuströmbereich Zo wird zum Schutz der Wasserqualität oberirdischer Gewässer festgelegt, wenn das Gewässer durch abgeschwemmte Pflanzenschutzmittel oder durch Nährstoffe verunreinigt ist. Die Bezeichnung wird im Auftrag der zuständigen Regierungsräte in den Anrainerkantonen Zug, Schwyz und Luzern koordiniert. Der dafür betrachtete Perimeter entspricht dem hydrologischen Einzugsgebiet der oberirdischen Gewässer des Zugersees. Die Festlegung erfolgt im Kanton Schwyz auf den 1. Januar 2023 durch das Umweltdepartement und wird per 1. Januar 2024 erlassen.

Massnahmen in verschiedenen Bereichen
Parallel zur Ausscheidung des Zuströmbereichs Zo, welche Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat, werden weiterhin Massnahmen und Optimierungen in der Siedlungsentwässerung getroffen. Zusätzlich laufen Abklärungen seitens Kanton Zug für eine zeitnahe Umsetzung seeinterner Massnahmen (z.B. eine sogenannte Zirkulationsunterstützung mit Pressluft im Winter), welche mit den Kantonen Luzern und Schwyz koordiniert werden. Die alleinige Umsetzung von seeexternen Massnahmen reichen gemäss einer Studie der EAWAG nicht aus, um eine nachhaltige Sanierung des Zugersees zu erreichen. Die Rückführung des Zugersees in den naturnahen Nährstoffzustand bleibt eine Generationenaufgabe. Als gemeinsames Ziel soll die stoffliche Belastung des Sees weiter vermindert und so der naturnahe Zustand für die Wasserqualität langfristig wiederhergestellt werden.

Weiterführende Informationen
Der Perimeter des Zuströmbereichs Zo im Kanton Schwyz ist im WebGIS aufgeschaltet: map.geo.sz.ch.

Umweltdepartement

Perimeter des festgelegten Zuströmbereichs Zo am Zugersee im Kanton Schwyz.

Blick über den Zugersee, dessen Belastung weiter vermindert und so der naturnahe Zustand für die Wasserqualität langfristig wiederhergestellt werden soll.

Auskunft: Regierungsrat Sandro Patierno, Vorsteher des Umweltdepartements, Telefon 041 819 21 00 (erreichbar: 10.00 bis 12.00 Uhr)


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