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Runder Tisch zum Patreshaus Nuolen

Anpassungen bei Betreuung und Information

In konstruktiven Gesprächen rund um das Patreshaus werden die gegenseitigen Anliegen ausgetauscht.

Im Nachgang zur emotional geführten Anrainerinformation zur befristeten Asylunterkunft trafen sich die Gemeinde Wangen und der Kanton zu einem runden Tisch. Die Gemeinde stellte verschiedene Forderungen hinsichtlich Betrieb und Information, denen der Kanton nachkommen will.

Die Delegation der Gemeinde stand unter dem Vorsitz des Gemeindepräsidenten Christian Holenstein-Jutz, die Vertretung des Kantons wurde von Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher geleitet. Im Zentrum des konstruktiven und kritischen Gesprächs standen die Sicherheitsbedenken der Bevölkerung sowie die Information.

Verstärkte Sicherheitsmassnahmen und Information
Den verschiedenen Forderungen der Gemeinde will der Kanton nachkommen. Um die Sicherheitsbedenken zu reduzieren, wird die Aufsicht der Bewohner in und um das Patreshaus verstärkt. Ebenso kommt ein im Vergleich zu anderen Unterkünften überdurchschnittlicher Betreuungsschlüssel zum Tragen. Die Betreuung und Aufsicht erfolgt rund um die Uhr. Der Tagesablauf sowie die Beschulung und das Beschäftigungsprogramm werden so ausgestaltet, dass die Bewohner über eine klare Tagesstruktur verfügen und eng begleitet werden.

Einbezug der Anwohner
Die Kontaktgruppe, bestehend aus Vertretern der Zentrumsleitung (Caritas Schweiz), der Polizei, der Gemeinde, des Vereinsvorstands «Mir Nuoler», der Schulen und des Amts für Migration, ist gebildet und trifft sich erstmals im März. Die Einladung ist bereits erfolgt. Bei Fragen oder Vorkommnissen können sich die Anwohner an folgenden Kontakt wenden: nuolen@caritas.ch, 076 349 07 88. Zusätzlich zur Einbindung in die Kontaktgruppe wird die Gemeinde über die Betriebsorganisation in Kenntnis gesetzt.

Stufenweise Betriebsaufnahme
Das Patreshaus wird bereits jetzt von einer Flüchtlingsfamilie bewohnt, welche in der Zuständigkeit der Gemeinde ist. Ab nächster Woche werden sukzessive weitere Geflüchtete hinzukommen. Die maximale Belegung des Hauses liegt bei 35 Personen. Der Gemeinde wurde zugesichert, dass prioritär Familien und alleinstehende Frauen in das provisorische Durchgangszentrum Nuolen zugewiesen werden, zumal sich die verschiedenen 2.5-Zimmer-Wohnungen hierfür gut eigenen. Geplant ist weiter ein «Tag der offenen Tür».

Geleitet wird das Durchgangszentrum von der erfahrenen Lusine Torosyan von der Caritas Schweiz. Sie war bereits Leiterin der Zentren in Brunnen und Ibach, deren Betriebe seit langem ruhig und ordnungsgemäss verlaufen. Die Nutzung des Patreshauses ist befristet – bis der Umbau für die Nachfolgenutzung durch die BSZ Stiftung ansteht. Die Baueingabe hierfür ist im Frühjahr 2026 vorgesehen.

Volkswirtschaftsdepartement


Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher
Vorsteherin Volkswirtschaftsdepartement
+41 41 819 18 00
(erreichbar: Donnerstag, 13. Februar 2025, 10.30 – 11.30 Uhr)


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