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Unterbringung und Intergration als gemeinsame Herausforderung

Jahrestreffen der Asylverantwortlichen von Gemeinden und Kanton

Markus Cott, Leiter der Abteilung Integration.

Das Amt für Migration lud Vertreter der Gemeinden zur gemeinsamen Info- und Austauschsitzung «Asyl und Integration» ein. Das Interesse war hoch, rund 60 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Im Zentrum des Austauschs stand die allgemeine Situation im Asylwesen sowie die verschiedenen Aktivitäten im Integrationsbereich.

Die Gemeindevertreter setzten sich zusammen aus Fürsorgepräsidenten, Leitenden der Sozialämter sowie Betreuungspersonen im Asylwesen. Eröffnet wurde der Anlass von Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher. Als politische Zielsetzungen nannte sie die Grundsätze, dass Personen ohne Bleiberecht ins Heimatland zurückkehren müssen, Personen mit Bleiberecht hingegen beruflich und gesellschaftlich integriert werden sollen. Und insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll eine Ausbildung ermöglicht werden, damit diese möglichst nachhaltig wirtschaftlich selbständig sein können.

Hohe Asylzahlen belasten Kanton und Gemeinden
Grosses Interesse zeigten die Anwesenden an den Ausführungen zur allgemeinen Asylsituation und deren Folgen für den Kanton Schwyz. Marcel Käselau, Interimsleiter der Abteilung Asylwesen, informierte rückblickend über die wichtigsten Entwicklungen im Amt. Hervorzuheben ist speziell die im Jahr 2024 veröffentlichte Ampeltabelle, welche über die Verteilung der geflüchteten Personen auf die jeweiligen Gemeinden Auskunft gibt. Marcel Käselau: «Wichtig ist, dass der Verteilschlüssel stets eine Momentaufnahme darstellt und für das Amt für Migration vor allem die mittel- und langfristige Entwicklung wichtig ist.».

Die Darstellung der Zahlen aus der Statistik des Bundes zeigten die Herausforderungen im Bereich Asyl auf: So wurden im letzten Jahr schweizweit 27 740 Asylgesuche gestellt. Zusätzliche 16 616 Gesuche betrafen den Status S. Im Kanton Schwyz sind Ende Januar 2832 Personen aus dem Asylbereich gemeldet, davon 1200 Personen mit Status S. In den Unterkünften des Kantons sind aktuell rund 250 Personen untergebracht, was einer Auslastung von 75 % entspricht. Auch hier spielgelt sich die Praxis des Bundes wieder, da deutlich über ein Drittel dieser Personen noch über keinen Asylentscheid verfügt. Um weiterhin Schwankungen ausgleichen zu können, sei es wichtig, dass der Kanton seine Unterbringungskompetenzen möglichst erhöht, um die Gemeinden entlasten zu können.

Minderjährige bleiben in kantonalen Strukturen
Anschliessend informierte Markus Cott, Leiter der Abteilung Integration, über aktuelle Schwerpunkte der Integrationsarbeit. Ein Fokus bildet die Begleitung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten. Diese werden nach Ankunft im Kanton durch die Caritas betreut: In einer ersten Phase in den Durchgangszentren des Kantons, anschliessend im Rahmen von betreutem bzw. begleitetem Wohnen in kleineren kantonalen Unterkünften. So verbleiben die Jugendlichen rund zwei Jahren in den kantonalen Strukturen, in welchen sie auf das Leben in den Gemeinden vorbereitet werden. Erst danach erfolgt die Zuweisung an die Gemeinden.

Weiter ist das vom Amt für Migration ins Leben gerufene Pilotprojekt «Ukrainer im Gesundheitswesen» ein Erfolg. In Zusammenarbeit dem Schweizerischen Roten Kreuz Kanton Schwyz, dem Berufsbildungszentrum Pfäffikon und dem «Netzwerk Ukraine» wurde ein neuer Kurs für Pflegehelfende initiiert, welcher Geflüchteten aus der Ukraine den Berufseinstieg erleichtern soll. Generell ist das Amt für Migration bezüglich der beruflichen Integration von ukrainischen Staatsangehörigen gut unterwegs: Die vom Bund per Ende 2024 geforderte Erwerbsquote von 40 Prozent ist im Kanton Schwyz mit aktuell 38.0 Prozent beinahe erreicht. Dies ist auch im Vergleich mit dem schweizweiten Durchschnitt von rund 29.5 Prozent bemerkenswert.

110 Personen in Berufslehre
Kanton und Gemeinden sind übereingekommen, im inneren wie im äusseren Kantonsteil je eine Erfahrungsgruppe mit Kantons- und Gemeindevertretern einzusetzen. Die Gruppen sollen bewährte Praxisbeispiele austauschen, um diese auch für andere Gemeinden nutzbar zu machen. Insbesondere geht es dabei um die Frage, wie die Geflüchteten langfristig im Arbeitsmarkt Fuss fassen und wirtschaftlich unabhängig werden. Das Amt für Migration engagiert sich mitunter stark für die berufliche Integration. Markus Cott: «Besonders freut mich, dass aktuell 110 Personen eine EFZ- oder EBA-Lehre absolvieren.».

Volkswirtschaftsdepartement


Tünde Szalay
Vorsteherin Amt für Migration
+41 41 819 22 07
(erreichbar: Montag, 24. Februar 2025, 10.30 – 11.30 Uhr)

 


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