Ausgabenbewilligungen für die Sanierung und den Ausbau der Hauptstrasse Nr. 2b, Ober Nas – Rotschuo, Gersau, und der Hauptstrasse Nr. 386, Schweig – Höhport, Euthal, Einsiedeln
Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen unterstützt die regierungsrätlichen Vorlagen
Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Willi Kälin, beantragt dem Kantonsrat, den Ausgabenbewilligungen von 30.98 Mio. Franken für die Sanierung und den Ausbau der Hauptstrasse Nr. 2b zwischen Ober Nas und Rotschuo in Gersau sowie von 7.3 Mio. Franken für die Sanierung und den Ausbau der Hauptstrasse Nr. 386 zwischen Schweig und Höhport in Euthal zuzustimmen.
Die Kantonsstrasse Nr. 2b führt entlang des Vierwaldstättersees südlich um die Rigi und ist Bestandteil des schweizerischen Hauptstrassennetzes. Der Projektperimeter des Strassenausbaus Ober Nas – Rotschuo beginnt beim Parkplatz der Bunkeranlage der Armasuisse und endet bei der Abzweigung des Fusswegs zum Rotschuo. Dieser in die Jahre gekommene Strassenabschnitt weist bauliche Schäden am Trasse sowie an den bestehenden Kunstbauten auf. Der Strassenquerschnitt entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Verkehrssicherheit ist ungenügend und auch bezüglich Veloinfrastruktur weist die Strecke Defizite auf.
Verbesserungen für die Verkehrssicherheit und den Veloverkehr an der Ober Nas
Das Bauprojekt sieht vor, in den Kurven die Fahrbahn unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit und der vorhandenen Geländeverhältnisse zu verbreitern. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Veloverkehrs ist in Fahrtrichtung Vitznau ein Velostreifen geplant, in Fahrtrichtung Gersau/Brunnen wird das Befahren des Trottoirs für Velofahrer gestattet. Durch die vorgesehene teilweise Trasseverbreiterung, die leicht gestreckte Linienführung und die Sicherung der Stabilität sind im steil abfallenden Gelände seeseitig über den gesamten Projektperimeter neue Kunstbauten und bis zu 8 m hohe und rückverankerte Stützkonstruktionen erforderlich.
Neuanordnung der Parkierungsanlage und behindertengerechter Umbau der Bushaltestelle in Höhport
Die Hauptstrasse Nr. 386 führt von Biberbrugg über Gross und Euthal nach Unteriberg und weiter nach Oberiberg. Gestützt auf einen entsprechenden Grundsatzentscheid des Regierungsrates sowie auf Grundlage des kantonalen Radroutenkonzepts soll der Strassenzug soweit möglich künftig mit einer Langsamverkehrsführung ausgebaut werden. Daneben entsprechen auch der bautechnische Zustand, die Entwässerung und die Parkplatzsituation nicht mehr den Anforderungen einer zeitgemässen technischen Infrastrukturanlage.
Im vorliegenden rund 580 m langen Projektabschnitt zwischen Schweig und Höhport soll deshalb die Strassenanlage neben der erforderlichen Sanierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mit einem abgetrennten Velo- und Gehweg ergänzt werden. Die bestehende, bekieste und nicht vom Strassenraum separierte Parkierungsanlage im Gebiet Höhport wird neu angeordnet und damit ebenfalls verkehrssicherer ausgestaltet. Zudem wird die Bushaltestelle Höhport leicht verschoben und behindertengerecht umgebaut.
Klare Unterstützung
Nachdem die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen anlässlich ihrer Sitzung vom 22. Mai 2025 die Situation an der Ober Nas vor Ort in Augenschein genommen und über die Projekte detaillierte Informationen erhalten hatte, stellte sie sich klar hinter die beiden beantragten Ausgabenbewilligungen von 30.98 Mio. und 7.3 Mio. Franken. Zu Diskussionen führten namentlich die Kosten für die rund 600 m lange Strecke an der Ober Nas, die sich jedoch mit den durchgehend neuen Kunstbauten und aufwändigen Sicherungsmassnahmen erklären liessen, sowie die Massnahmen zur Offenlegung von Gewässerläufen und zur Leitung der Amphibien beim Projekt Schweig-Höhport.
Baubeginn für beide Projekte im Jahr 2026
Nach Genehmigung der Ausgabenbewilligungen durch den Kantonsrat könnte, vorbehältlich eines Referendums, an der Ober Nas im Herbst 2026 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Hauptarbeiten könnten dann voraussichtlich 2028 abgeschlossen und der Deckbelag im 2029 eingebracht werden. In Euthal ist geplant, mit den Arbeiten etwa Mitte 2026 zu beginnen. Die Bauzeit wird insgesamt rund zwei Jahre dauern, wobei im Winter die Bauarbeiten eingestellt werden. Der Einbau des Deckbelages erfolgt gemäss Planung ebenfalls im Jahr 2029.
Kantonsrat
Die vorberatende Kommission