Siegerprojekt für Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach erkoren
Grundlage für die Weiterbearbeitung des Projekts
(BD/i) Eine breit abgestützte Jury hat das Siegerprojekt für das geplante Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach in Schwyz erkoren. Auf dieser Grundlage wird das Projekt nun weiterentwickelt und mit den möglichen Drittpartnern evaluiert. Das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum dient primär als Ersatz für das sanierungsbedürftige Verwaltungsgebäude an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz. Im Idealfall ist es Ende 2027 bezugsbereit.
Der Kantonsrat hat in seiner Sitzung vom 17. November 2021 mit 78 zu 13 Stimmen einer Ausgabenbewilligung in der Höhe von 4.85 Mio. Franken für die Projektierung des Verwaltungs- und Sicherheitszentrums Kaltbach in Schwyz zugestimmt. Aus einem anschliessend durchgeführten offenen, anonymen Projektwettbewerb resultierten unterschiedliche Vorschläge zur Umsetzung. Eine fachlich und politisch breit abgestützte Jury hat das Projekt «Propeller» des Planerteams Sollberger Bögli Architekten AG, Biel, und Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG, Bern, zum Sieger erkoren und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Regierungsrat hat diesem Antrag zugestimmt.
Kaltbach als geeigneter Standort
Das neue Verwaltungs- und Sicherheitszentrum Kaltbach mit rund 400 Arbeitsplätzen dient in erster Linie als Ersatz für das ehemalige AHV-Gebäude an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz, das am Ende der Lebensdauer angekommen ist. Zusätzlich werden einerseits mehrere teure Mietlösungen und andererseits ältere, unterhaltsintensive kantonseigene Aussenstandorte der kantonalen Verwaltung im Talkessel von Schwyz am neuen Standort zusammengeführt, was die Effizienz verschiedener Arbeitsabläufe erhöht und zur Einsparung von Mietkosten von rund 1 Mio. Franken pro Jahr führt. Gleichzeitig soll im Kaltbach eine gemeinsame Einsatzleitzentrale der Kantonspolizeien von Schwyz und Zug realisiert werden, und im Weiteren steht auch die Verlegung der Stützpunktfeuerwehr der Gemeinde Schwyz und des Rettungsdienstes Schwyz an diesen neuen Standort zur Diskussion. Der bisherige Verwaltungsstandort an der Bahnhofstrasse 15 in Schwyz soll einer neuen privatwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden, wofür bereits eine Konzeptplanung läuft.
Weiterentwicklung des Siegerprojekts
Das zur Weiterbearbeitung ausgewählte Projekt besticht insbesondere durch seine funktionale und flexible Gestaltung, die Aufteilung, Volumetrie und äussere Erscheinung mit der Eingliederung zum Bestand und ins Landschaftsbild sowie die im Vergleich gute Wirtschaftlichkeit. Die gewählte Hybridbauweise, welche einen Leichtbau in Holz mit massiven Bauteilen kombiniert, erlaubt es, auf vielen Ebenen sinnvolle Lösungen zu entwickeln. Auch darüber hinaus legt das Projekt grossen Wert auf die Nachhaltigkeitsanforderungen wie etwa die Einhaltung des Minergie-A Standards sowie die Realisierung einer grossflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Gestützt auf das vorliegende Wettbewerbsergebnis können die detaillierten Anforderungen an das künftige Verwaltungs- und Sicherheitszentrum nunmehr verfeinert und auch die weiteren, konkreten Absprachen, Bereinigungen und Entscheidungsprozesse mit den involvierten externen Partnern angegangen werden. Gestützt darauf werden sich Ausgestaltung, Umfang und Raumprogramm des Gesamtprojekts abschliessend festlegen lassen, wobei auch die angestrebte Koordination mit dem ebenfalls in vorbereitender Planung befindlichen neuen Polizei- und Justizzentrum in Biberbrugg weiterverfolgt wird. Sodann werden sich auch die notwendigen Investitionskosten genauer beziffern und beurteilen lassen. Die Ausgabenbewilligung könnte dem Kantonsrat nach aktuellem Planungsstand etwa Anfang 2024 zur Genehmigung unterbreitet werden, ein Bezug des neuen Zentrums wäre im Idealfall dann Ende 2027 möglich.
Baudepartement
Dokumentation:
Auskunft: Landammann André Rüegsegger, Vorsteher Baudepartement, Tel. 041 819 25 00