Schwyzer Staatshaushalt 2024 schliesst besser ab als erwartet
Überschuss von 55.3 Mio. Franken anstelle des budgetierten Fehlbetrags
Die Staatsrechnung 2024 schliesst mit einem Überschuss von 55.3 Mio. Franken ab und damit besser als budgetiert. Das Ergebnis liegt somit leicht über der Erwartung aus dem dritten Quartal 2024. Nach dem zehnten positiven Resultat in Folge befindet sich der Staatshaushalt nach wie vor in sehr guter Verfassung. Die Hauptgründe für das positive Resultat finden sich primär auf der Ertragsseite in höheren Grundstückgewinnsteuern, im höheren Anteil an den direkten Bundessteuern und in der höheren Gewinnausschüttung der Schwyzer Kantonalbank.
Die Erfolgsrechnung 2024 des Kantons Schwyz schliesst bei einem Ertrag von 1.902 Mrd. Franken und einem Aufwand von 1.833 Mrd. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 55.3 Mio. Franken ab. Im Jahr 2023 budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 50.4 Mio. Franken. Die Rechnungsverbesserung beträgt somit 105.7 Mio. Franken und ist leicht besser als dies aufgrund der Prognoserechnung mit einem Ertragsüberschuss von 29 Mio. Franken anfangs September 2024 erwartet wurde.
Ausgeglichene Rechnung mit unerwartet hohen Grundstückgewinnsteuer
Die Jahresrechnung 2024 ist insgesamt planmässig ausgefallen. Insbesondere um 23.6 Mio. Franken höhere Grundstückgewinnsteuern, ein höherer Anteil an den direkten Bundessteuern von 20.9 Mio. Franken und eine höhere Gewinnausschüttung der Schwyzer Kantonalbank von 17.4 Mio. Franken führten zum besseren Rechnungsabschluss. Im Weiteren ergänzten diverse kleinere Unterschreitungen bei Aufwandpositionen, wie weniger Nettoaufwand im Asylwesen von 8.4 Mio. Franken und tiefere Beiträge an die Spitäler von 8 Mio. Franken die Verbesserung gegenüber dem Budget.
Im Vergleich zum Vorjahr resultiert ein um 10.8 Mio. Franken tieferer Ertragsüberschuss, welcher primär auf höhere Nettobeiträge an den NFA von 19 Mio. Franken, höheren Personalaufwand von 11.6 Mio. Franken sowie höheren Nettobeiträgen für Ergänzungsleistungen und die individuelle Prämienverbilligung von insgesamt 6.8 Mio. Franken zurückzuführen ist. Andererseits ergeben sich um 32.1 Mio. Franken höhere Steuereinnahmen insbesondere bei den natürlichen Personen und dem Anteil an den direkten Bundessteuern sowie eine 17.4 Mio. Franken höhere Gewinnausschüttung der Schwyzer Kantonalbank.
Solider Finanzhaushalt als Grundlage für Mehraufwände und Investitionen
Die solide Haushaltssituation mit aktuell erfreulich positiver Erfolgsrechnung, einem Eigenkapital von 938 Mio. Franken und einem Nettovermögen von 873 Mio. Franken bildet eine hervorragende Ausgangslage, um die kommenden finanziellen Herausforderungen mit Zuversicht anzugehen. Nebst steigenden allgemeinen Ausgaben sieht die Finanz- und Aufgabenprüfung 2022 ab 2025 eine Kostenverlagerung von den Bezirken und Gemeinden im Umfang von jährlich insgesamt rund 85 Mio. Franken zulasten des Kantons vor, was eine merkliche Belastung für den Finanzhaushalt darstellt. Entsprechend sieht die aktuelle Finanzplanung 2026–2028 Aufwandüberschüsse im Umfang von mehr als 100 Mio. Franken vor.
- Der detaillierte Jahresbericht 2024 (ab Mitte April 2024)
Finanzdepartement
Regierungsrat Herbert Huwiler
Vorsteher Finanzdepartement
+41 41 819 23 00
(erreichbar am 13. März 2025 zwischen 10.30 und 12.00 Uhr)