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Vorberatung des Aufgaben- und Finanzplans 2026–2029

Staatswirtschaftskommission beantragt Steuerfusssenkung für Firmen

Die Staatswirtschaftskommission des Kantonsrats will die Schwyzer Firmen entlasten und beantragt eine Steuerfusssenkung. Die übrigen Teile des Aufgaben- und Finanzplans für 2026 – und somit auch der Antrag der Regierung auf eine Steuersenkung bei den natürlichen Personen – werden gutheissen.

Die Staatwirtschaftskommission hat den Aufgaben- und Finanzplan, welcher auch das Budget fürs kommende Jahr enthält, behandelt. Der Regierungsrat rechnet mit einem Defizit von 87.9 Mio. Franken, was 20 Mio. Franken weniger gegenüber dem letztjährigen Budget ist. Die grössten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr finden sich bei den höher budgetierten Steuereinnahmen und dem grösseren Anteil am Reingewinn der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf der positiven Seite, sowie bei höheren Nettobeiträgen an den Nationalen Finanzausgleich (NFA) und einer tieferen Gewinnzuweisung der SZKB auf der negativen Seite. Die Finanzsituation ist aber trotz budgetiertem Defizit nach wie vor gesund. Einerseits wird mit einem um rund 80 Mio. Franken besseren Jahresabschluss 2025 gerechnet, und andererseits liegt das Eigenkapital immer noch auf über 900 Mio. Franken. «Wir haben weiterhin einen schönen finanzpolitischen Handlungsspielraum», hält der Präsident, KR Fredi Kälin, fest und präzisiert weiter, «es gilt nun das Eigenkapital gezielt für zukunftsweisende Investitionen und für spürbare Entlastungen der Bürger einzusetzen».

Antrag auf Steuerfusssenkung für Firmen
Der Kanton Schwyz konnte in den letzten Jahren den Steuerfuss für natürliche Personen kontinuierlich von 170 % (2018) auf 115 % (2025) senken. Aufgrund der guten finanzpolitischen Ausgangslage beantragt der Regierungsrat für das nächste Jahr eine weitere Senkung auf 110 %. Die Staatswirtschaftskommission unterstützt diese Senkung, ist jedoch mit dem vorgeschlagenen Tempo zum Abbau des Eigenkapitals nicht zufrieden. Eine Mehrheit der Kommission möchte deshalb zusätzlich eine steuerliche Entlastung für juristische Personen um 10 % auf 150 %. «Die Kommission will für unsere KMU ein positives Zeichen setzen und sie am finanziellen Erfolg des Kantons beteiligen», fasst der Präsident die Diskussion zusammen. Er weist aber darauf hin, dass der Handlungsspielraum auf Stufe Kanton aufgrund der bereits sehr tiefen Steuern in den Höfner Gemeinden relativ klein ist, um international nicht auf eine «schwarze Liste» von Ländern mit schädlichen Steuerpraktiken zu geraten. «Der Ball für zusätzliche Entlastungen von KMUs liegt insbesondere bei den übrigen Bezirken und Gemeinden» ergänzt Kälin, «dort sei das Potenzial noch deutlich höher». Das letzte Wort hat der Kantonsrat in der Dezembersession.

Kantonsrat
Staatswirtschaftskommission


Fredi Kälin
Präsident der Staatswirtschaftskommission
+41 78 666 34 28


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