Vergiftung zweier Steinadler 2016 im Raum Einsiedeln
Kanton Schwyz weist Vertuschungsvorwürfe klar zurück
Ein Beitrag in den sozialen Medien von letzter Woche behauptet, vergiftete Köder seien gezielt für Wölfe ausgelegt worden, und wirft dem Kanton Schwyz Vertuschung vor. Dabei wird nicht darauf hingewiesen, dass sich der Vorfall bereits vor über zehn Jahren ereignet hat. Der Kanton stellt den Sachverhalt richtig: Der Kanton Schwyz erstattete 2016 Anzeige gegen Unbekannt. Das Verfahren wurde später von der Staatsanwaltschaft mangels Täterschaft ergebnislos eingestellt. Eine Vertuschung hat zu keinem Zeitpunkt stattgefunden.
Im Jahr 2016 wurden im Raum Einsiedeln zwei vergiftete Steinadler aufgefunden. Der Vorfall wurde umgehend von Fachkundigen aufgenommen und dokumentiert. Bei der Untersuchung konnte jedoch nicht festgestellt werden, für welches Tier die vergifteten Köder ursprünglich ausgelegt worden waren. Entsprechend kann auch nicht bestätigt werden, ob die Köder aus Ziegenfleisch bestanden und gezielt für Wölfe ausgelegt wurden – wie in den sozialen Medien behauptet wird.
Staatsanwaltschaft führte Verfahren durch – Einstellung mangels Täterschaft
Der Kanton Schwyz erstattete 2016 Anzeige gegen Unbekannt. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft geführt. Da sich die Ermittlung der Täterschaft bei solchen Fällen erfahrungsgemäss als äusserst schwierig gestaltet, verliefen die Abklärungen ergebnislos. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren in der Folge sistiert. Von einer Vertuschung durch den Kanton kann keine Rede sein – die zuständigen Behörden haben korrekt und transparent gehandelt.
Klare Haltung: Kanton verwendet keine Giftköder
Es wird ausdrücklich festgehalten: Weder das Amt für Wald und Natur noch das Umweltdepartement noch der Kanton Schwyz haben damals oder heute Giftköder für irgendwelche Zwecke eingesetzt.
Umweltdepartement
Remo Bianchi
Vorsteher Amt für Wald und Natur
+41 41 819 18 03
(erreichbar am Montag, 8. Juni 2026: 15:00 - 16:00 Uhr)