Gewässerschutz
Schwammstadt – Regenwasserretention mit Steinwolle
Das Schwammstadt-Prinzip ist ein planerisches Konzept, welches Niederschlagsabwasser wie in einem Schwamm vor Ort speichert, versickert oder verdunstet anstatt schnell abgeleitet wird. Dieses Prinzip kann Überflutungen während Starkregen reduzieren, das Mikroklima günstig beeinflussen und die Biodiversität fördern.
Neuere Untersuchungen zeigen, dass sich auch Steinwolle als Schwammstadtelement gut eignet. Im Rahmen eines Pilotversuchs wurde im Auftrag des Kantons Schwyz bei der ARA Schwyz während 18 Monaten eine Schwammstadt-Pilotanlage betrieben. Es wurde die Leistungsfähigkeit von Steinwolle untersucht, um das Anwendungspotential dieses Materials als neues Schwammstadtelement in der Schweiz zu evaluieren.
Dabei zeigte sich, dass sich Steinwolle als Schwammstadtelement eignet. Wenn Steinwolle als Schwammstadtelement eingesetzt wird, erfüllt diese mehrere Eigenschaften. Steinwolle speichert Regenwasser und gibt es langsam an den Boden ab. Pflanzen können das Wasser nutzen, weil ihre Wurzeln durch die Steinwolle wachsen können. Ausserdem setzt das Material keine Schadstoffe frei.
Steinwolle vereint somit die Eigenschaften einer Retentionsanlage (Anlage zur Rückhaltung von anfallendem Niederschlagsabwasser) und einer Versickerungsanlage (Abgabe von Niederschlagsabwasser in den Boden). Diese beiden Eigenschaften prädestinieren Steinwolle als Schwammstadtelement und sollte in der Siedlungsentwässerung in Zukunft vermehrt zur Anwendung kommen.
Der Kanton Schwyz ist mit seinen neun Seen und rund 2500 Kilometern Fliessgewässer ein wahrer Wasserkanton.
Schwyzer Seen, Flüsse und Bäche bieten vielen Tieren, Pflanzen und anderen Organismen einen Lebensraum. Diese können aber nur genutzt werden, wenn sauberes Wasser vorhanden ist. Auch unverbaute Ufer, kiesige Flusssohlen oder durchgehende Bachläufe sind entscheidende Faktoren für die Qualität der oberirdischen Gewässer.
Wir setzen uns dafür ein, dass diese erhalten bleiben.