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Pflanzenbau

Wir bieten praxisnahe Beratung, Weiterbildung und Fachwissen zu Pflanzenbau, Spezialkulturen, Ökologie und Pflanzenschutz – für eine nachhaltige, produktive Landwirtschaft im Kanton Schwyz.

Pflanzenschutz

Schädlinge

Japankäfer

Japankäfer erkennt man an den fünf weissen Haarbüscheln auf jeder Seite des Hinterleibs und den zwei weissen Haarbüscheln am Hinterteil. Foto: iStock.com/epantha.

Im Naturschutzgebiet Sägel am Lauerzersee wurde eine kleine Population Japankäfer entdeckt.

Informationen für Betriebe und Privatpersonen

Kirschessigfliege

Die etwa 2–3,5 mm lange Kirschessigfliege hat rote Augen. Ihr Körper ist gelb bis braun gefärbt mit dunkleren Streifen auf dem Bauch. Das Männchen hat nahe der Spitze jedes Flügels einen dunklen Fleck. Die Weibchen haben keine gefleckten Flügel. Foto: iStock.com/Klejdysz Tomasz.
Monitoring Eiablage Kirschessigfliege im Rebbau

Information über die wöchentlichen Eiablagekontrollen der Kirschessigfliege in der Leutschen. Neue Probenahmemethode gemäss Agroscope-Empfehlungen. Beeren mit Eiablage = Anzahl Beeren mit Eiablage (pro 50 gesunde Beeren einer Sorte).

Datum

Sorte

Beeren mit Eiablage

°Oechsle

Mo, 30.09.2024 Blauburgunder kein Befall 83°
Mo, 23.09.2024 Blauburgunder kein Befall 72°
Mo, 16.09.2024 Blauburgunder kein Befall 76°

Mo, 09.09.2024

Blauburgunder

kein Befall

67°

Di, 03.09.2024 Cabernet Soyhière kein Befall 86°

Maiswurzelbohrer

Maiswurzelbohrer sind etwa 5 mm lang und haben eine gelbschwarze Färbung und charakteristische Fühler, welche den Körper oft überspannen. Foto: iStock.com/Orest Lyzhechka.

Ab 2026 wird der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) in der Schweiz nicht mehr als Quarantäneorganismus eingestuft. Die Bekämpfung des Schädlings wird seit dem 1. Januar 2026 in der Verordnung über koordinierte Massnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen der Kulturpflanzen geregelt.

Ausnahmeregelung 2026 im Kanton Schwyz

Im Jahr 2026 ist Mais nach Mais nur noch erlaubt, wenn 2024 eine Wiese als Hauptkultur oder als Zwischenfutter angebaut wurde, also zum Beispiel:

  • 2024 Wiese – 2025 Mais – 2026 Mais – 2027 kein Mais
  • 2024 Getreide – anschliessend Zwischenfutter – 2025 Mais – 2026 Mais – 2027 kein Mais
Situation des Maiswurzelbohrers im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz wird die Verbreitung des Maiswurzelbohrers mit Pheromon-Klebefallen an sechs Standorten überwacht. 2025 wurden sechs Käfer gefangen. Anzahl und Verteilung schwanken je nach Witterung und Zuwanderung aus Nachbarkantonen.

Wir führen das Monitoring weiter. Nach Saisonende informieren wir jeweils über die Ergebnisse und den Entscheid zum Anbau von Mais nach Mais.

Marmorierte Baumwanze

Marmorierte Baumwanze im Nymphenstadium N5. Foto: iStock.com/Manuel Schauer.

Die marmorierte Baumwanze ist ein invasiver Schädling und verursacht im Obst-, Gemüse- und Ackerbau teils grosse Schäden.

Krankheitserreger

Feuerbrand

Die Blätter und Blüten der vom Feuerbrand befallenen Pflanzen welken plötzlich vom Blattstiel und verfärben sich braun oder schwarz. Die Triebspitzen krümmen sich aufgrund des Wasserverlustes hakenförmig nach unten. Die Pflanze sieht wie verbrannt aus. Foto: iStock.com/Maksimenko Andrey.

Feuerbrand ist eine der gefährlichsten Krankheiten des Kernobsts, welche aber auch weitere Wirtspflanzen befällt. In ausgeschiedenen Gebieten mit geringer Prävalenz haben die Wirtspflanzenbesitzer die Pflicht, ihre Pflanzen regelmässig auf Feuerbrand zu kontrollieren, einen allfälligen Befall zu melden und zu bekämpfen.

Goldgelbe Vergilbung

Bei Reben, die von der Goldgelben Vergilbung befallen sind, verfärbt sich das Laub je nach Sorte unterschiedlich: Bei weissen Rebsorten vergilbt es, bei roten Sorten nimmt es eine rötliche Färbung an. Foto: Sabrina Herndl-Lanz.

Die Goldgelbe Vergilbung ist eine Rebkrankheit, bei der die befallenen Reben zunächst Krankheitssymptome am gesamten Stock bilden.

Bei weissen Rebsorten vergilbt das Laub, bei roten Sorten verfärbt es sich frühzeitig ins rötliche. Später kommt es zu einem Absterben der befallenen Areale. Die neuen Triebachsen verholzen nur unvollständig, so dass es zu Winterschäden an den Jungtrieben kommen kann. Falls der Befall der Rebe frühzeitig erfolgte, werden ungewöhnlich viele Blüten oder kleine Beeren vom Stielgerüst abgestossen. Anderenfalls schrumpfen die Beeren und die Trauben trocknen ein. Beim Schrumpfen der Beeren stellt sich überdies ein sehr bitterer Geschmack ein.

Unkräuter / invasive Pflanzen

Kreuzkräuter

Viele Kreuzkrautarten enthalten leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide. Foto: iStock.com/Andreas Steidlinger.

Viele Kreuzkrautarten sind stark giftig und stellen eine grosse Gefahr für die Gesundheit von Pferden und Rindern dar. Die Aufnahme von stark verseuchtem Futter führt nach wenigen Tagen zu akuten tödlichen Leberschäden. Niedrigere Toxinkonzentrationen im Futter haben chronische Leberschäden zur Folge.

Einjähriges Berufkraut

Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) hat einen schlechten Futterwert. Es vermehrt sich sehr schnell und stark und verdrängt so andere Arten. Foto: iStock.com/Oleg Marchak.

Das Einjährige Berufkraut dringt zunehmend in empfindliche Gebiete wie Magerwiesen vor, wo es grossen Schaden anrichten kann. Bei einem hohem Aufkommen von Neophyten können BFF-Beiträge gekürzt oder eine Fläche aus der LN ausgeschlossen werden.

Adlerfarn

Adlerfarn stellt eine grosse Bandbreite an Giftstoffen her und kann bei Tieren schwere Vergiftungen verursachen.  Foto: iStock.com/Marina Glebova.

Die gesamte Pflanze ist giftig und für Rinder, Pferde und andere Nutztiere gefährlich. Er breitet sich stark aus und verdrängt andere Pflanzen.

Pflanzenschutz-Informationen

Fachbewilligung Pflanzenschutz

Für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft braucht es eine Fachbewilligung Pflanzenschutz.

Bis 30.06.2026 Alle bisherigen Fachbewilligungen müssen im Portal FaBe PSM in eine digitale Fachbewilligung umgetauscht werden.
Ab 01.01.2027 Der Kauf von Pflanzenschutzmitteln ist nur noch gegen Vorweisen einer gültigen Fachbewilligung möglich.

Dokumente

Weitere Pflanzenbau-Themen

Biolandbau und Ökologie

Wir beraten und unterstützen Sie praxisnah bei der Umstellung auf Biolandbau, bei Nährstoffbilanzen, der Biodiversitätsförderung und beim Alpfutterbau.

Futter- und Ackerbau

Wir beraten Sie bei Themen wie Bewirtschaftung, Düngung, Bestandesverbesserungen, Rekultivierungen und vielen weiteren Fachfragen.

Obstbau

Wir unterstützen Sie bei der Anbau- und Produktionstechnik, der Verwertung, dem Pflanzenschutz sowie bei der Bewertung von Kulturen.

Pflanzenschutzbulletins Obst Mittelland

Feuerbrand

Feuerbrand ist eine der gefährlichsten Krankheiten des Kernobsts, welche aber auch weitere Wirtspflanzen befällt. In ausgeschiedenen Gebieten mit geringer Prävalenz haben die Wirtspflanzenbesitzer die Pflicht, ihre Pflanzen regelmässig auf Feuerbrand zu kontrollieren, einen allfälligen Befall zu melden und zu bekämpfen.

Dokumente und Fachtexte

Weinbau (Rebbau)

Wir beraten Sie in den Bereichen Anbau- und Produktionstechnik, Verwertung, Pflanzenschutz sowie Bewertung von Kulturen.

WINZERINfo

Kirschessigfliege

Goldgelbe Vergilbung

Traubenpass

In der Anwendung «Traubenpass» auf der Plattform Agate wird der Rebbaukataster geführt.

Traubenpass-Anleitungen

    Weisungen und Allgemeinverfügungen

    Fachtexte

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