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Leben im Alter

Ein erfülltes Leben im Alter bedeutet, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, Wertschätzung zu erfahren und in Würde zu altern. Die Schwyzerinnen und Schwyzer sollen Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung und verlässlicher sozialer Unterstützung haben.

Neben den Sozialdiensten der Gemeinden unterstützen Beratungs- und Informationstellen für Altersfragen Sie in allen wichtigen Themen im Alter. Diese bieten Informationen und Beratung zu passenden Unterstützungs- und Versorgungsangeboten in der Nähe an. Sie vermitteln bei Fragen zu Wohnen, Pflege oder Betreuung im Alter auch Kontakte zu weiteren geeigneten Fachstellen und Dienstleistungen.

Pflegearten

Ambulante Krankenpflege zu Hause

Die Leistungen der ambulanten Krankenpflege können auf ärztliche Anordnung durch eine öffentliche Spitex-Organisation, eine private Spitex-Organisation oder eine selbstständig tätige Pflegefachperson erbracht werden. 

Stationäre Langzeitpflege im Pflegeheim

Die stationäre Langzeitpflege wird in der Regel in einem Alters- und Pflegeheim erbracht und umfasst Pflege und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung sowie die Gestaltung des täglichen Lebens.

Akut- und Übergangspflege

Die Akut- und Übergangspflege ist eine maximal 14-tägige Pflege nach einem Spitalaufenthalt und muss im Spital von einem Arzt verordnet werden.

Unterstützung durch Angehörige und freiwillige Hilfe

Angehörige, Nachbarn und Freiwillige leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung älterer Menschen. Wird jedoch über längere Zeit intensive Betreuung oder Pflege benötigt, stossen diese Hilfsangebote an ihre Grenzen. 

Wohnformen

Ältere Menschen möchten so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt in ihrem Zuhause wohnen. Mit zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden im Alter wird dies meist schwieriger und der Alltag beschwerlicher. Passende Wohnangebote, die ein eigenständiges Wohnen mit bedarfsgerechter Betreuung und Pflege kombinieren, können helfen, Lebensqualität und Unabhängigkeit zu bewahren.

Wohnen zu Hause

Auch ältere Menschen legen grossen Wert auf ihre Selbstständigkeit. Ein Einkaufs-, Reinigungs- oder Mahlzeitendienst und bei Bedarf auch eine Pflegeunterstützung können ermöglichen, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

In unserem Sozialverzeichnis finden Sie Beratungs- und Informationstellen für Altersfragen.

Generationenwohnungen

Innerhalb der Familie

Bei dieser Wohnform leben mehrere Generationen einer Familie unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig mit ihren Möglichkeiten. Der stete Kontakt zur eigenen Familie macht diese Wohnform sehr beliebt. Allerdings ist Rücksichtnahme wichtig und Konflikte sind nicht auszuschliessen.

Ausserfamiliär

Auch hier bleibt die betagte Person in Kontakt mit anderen Menschen und hat eine gewohnte Umgebung. Auch hier ist gegenseitige Rücksichtnahme zur Vermeidung von Konflikten wichtig. Falls die betagte Person ein Zimmer oder einen Teil ihres eigenen Hauses vermietet, kann unter Umständen ein Teil der Miete aus gewissen Dienstleistungen bestehen.

Betreutes Wohnen

Unter betreutem Wohnen sind hindernisfreie (behindertengerechte) kleinere Wohnungen zu verstehen, deren Bewohnerinnen und Bewohner ihren Haushalt soweit als möglich selbst besorgen und verschiedene Dienstleistungen fest als Teil des Pflege- und Betreuungsvertrages (normalerweise mindestens einen Notruf) oder nach Bedarf (Reinigung, Verpflegung, Pflege- und Betreuung usw.) beanspruchen können.

Das betreute Wohnen verbindet die Annehmlichkeit einer eigenen Wohnung mit einer erhöhten Sicherheit eines verfügbaren Dienstleistungsangebotes im Bedarfsfall. Günstig ist die Verbindung zu einem Alters- und Pflegeheim, dessen Dienstleistungen beansprucht werden können. Bei schwerer Pflegebedürftigkeit muss allerdings eine andere Unterbringung gefunden werden.

Alterswohnungen oder Wohngemeinschaften

Alterswohnungen

Alterswohnungen sind Wohnungen, die auf die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind. Eine gute demographische Durchmischung fördert Aktivitäten und den Kontakt zwischen den Generationen. Mehrere Alterswohnungen zusammengefasst mit Gemeinschaftsräumen und gemeinschaftlichen Einrichtungen werden als Alterssiedlung bezeichnet. Häufig liegen die Alterswohnungen direkt neben einem Alters- und Pflegeheim. Für das Wohnen in einer Alterswohnung braucht es eine weitgehende Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Alterswohngemeinschaften

In den vergangenen Jahren ist das Leben im Alter in einer Senioren-WG immer populärer geworden. In Alterwohngemeinschaften können ältere Menschen gemeinsam ihren Lebensabend geniessen und ihren Alltag zusammen abwechslungsreich gestalten. Diese Wohnform fördert die Gemeinschaftlichkeit, ermöglicht gegenseitige Hilfe und spart Kosten. Sie setzt aber eine gute Verträglichkeit und eher hohe Toleranz voraus.

Zeitlich befristete Entlastungsangebote

Statt einer stationären Aufnahme nehmen diverse Alters- und Pflegeheime Gäste für einzelne oder mehrere Tages- oder Nachtaufenthalte auf. Das gibt pflegenden Angehörigen Zeit zum Durchatmen und ermöglicht pflegebedürftigen Menschen eine stabile Tagesstruktur sowie die Möglichkeit, in den Heim-Alltag hineinzuschnuppern:

Für Heime und Organisationen stehen weitere Informationen und Formulare zur Verfügung.

Pflegewohngruppen

Pflegewohngruppen sind Wohngemeinschaften von kleinen Gruppen von pflegebedürftigen älteren Menschen, die rund um die Uhr in einer gemeinsamen Wohnung betreut und gepflegt werden. Verschiedene Evaluationen dieser Wohnform haben gezeigt, dass in dezentralen Wohngruppen eine hohe Pflege- und Betreuungsqualität erreicht werden kann. Die Pflegenden schätzen es, dass sie über längere Zeit Bezugspersonen einer kleinen Gruppe von Betagten sind.

Alters- und Pflegeheime

Die wohl bekannteste Wohnform stellt das Alters- und Pflegeheim dar. Nach wie vor werden sie am meisten von Betagten genutzt, wenn intensivere Pflege benötigt wird. Die ursprüngliche Unterscheidung nach Altersheimen und Pflegeheimen erübrigt sich heute, da praktisch alle Altersheime heute auch Pflege anbieten und auch das Krankenversicherungsgesetz  keine Unterscheidung vornimmt.

Alterspolitik

Die stetig steigende Lebenserwartung führt dazu, dass der Anteil der über 65-jährigen Menschen an der Gesamtbevölkerung kontinuierlich zunimmt. Wirtschaftlich wie politisch kommt ihnen damit ein ständig grösseres Gewicht zu.

Wir alle sind gefordert, uns aktiv an der Gestaltung und Umsetzung der zukünftigen Alterspolitik zu beteiligen und dazu beizutragen, dass sich die älteren Personen im Kanton Schwyz wohlfühlen und im Bedarfsfall auf unsere Unterstützung zählen können.

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