Tagesschule
Die Heilpädagogischen Zentren gewährleisten die individuelle Bildung, Förderung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit einer kognitiven und körperlichen sowie mehrfachen Behinderung.
Kindergarten, Primar- und Sekundarstufe
Das Eintrittsalter richtet sich nach der kantonalen Einschulungstabelle für die Volksschule. Die Klassen werden als Lerngruppen bezeichnet. Die maximale Klassengrösse beträgt sieben Schüler und Schülerinnen. Die Klassen werden von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen geführt und mit mindestens einer Klassenassistenz unterstützt. Die Heilpädagogische Tagesschule untersteht keiner Promotionsordnung. Es gibt keine Rückstellung. Im Einzelfall können die Kinder und Jugendlichen einer Stufe länger als vorgesehen zugeteilt werden oder früher in die nächsthöhere Stufe versetzt werden.
Eingangsstufe (ES)
In dieser Stufe lernen die Kinder sich an einem neuen Ort und mit neuen Aufgaben zurechtzufinden. Sie finden heraus, wie der Alltag an einer Schule funktioniert, wie die Rituale ablaufen, wie Beziehungen mit anderen Kindern, mit Lehrpersonen und Therapeutinnen / Therapeuten gelebt werden. Sie machen den nächsten Schritt in die Selbstständigkeit.
Unterstufe (US)
Das spielerische Lernen wird angereichert mit schulischen Inhalten. Die Kinder werden individuell und zielgerichtet gefördert und gefordert. Im Zentrum stehen Schreiben, Lesen und Rechnen, der Umgang mit alltagswichtigen Arbeiten wie zum Beispiel Kochen, die Entwicklung von Sozialkompetenz sowie Wassergewöhnung und Schwimmen.
Mittelstufe (MS)
Die Förderung im Umgang mit Kulturtechniken, mit Verstehen und Erfassen, mit der Entwicklung von Sozialkompetenz und Alltagsfähigkeiten geht weiter. Zum lebenspraktischen Lernen gehört auch die selbstständige Bewältigung des Schulweges.
Oberstufe (OS)
In der Pubertät ist der Umgang mit den eigenen Emotionen ein wichtiges Thema. Zusätzlich zur Entwicklung der Selbstständigkeit stehen das Lernen von Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit, das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen und die Entwicklung einer guten Arbeitshaltung im Hinblick auf den Berufswahlprozess im Mittelpunkt. Geübt werden auch der Umgang mit den neuen Medien und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs.
Anschlussstufe (AS)
Die obligatorische Schulzeit ist abgeschlossen. Die Inhalte der Anschlussstufe sind auf den Berufsfindungsprozess und das Erwachsenenleben ausgerichtet. Unter fachlicher Anleitung machen die Jugendlichen in Ateliers praktische Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen. In den Berufspraktikumstagen schnuppern sie in mehreren Berufsfeldern möglicher zukünftiger Lehrbetriebe oder Erwachseneninstitutionen. In dieser Zeit findet eine enge Zusammenarbeit mit der IV-Berufsberatung statt.
Unterrichtszeiten
HZA
- Eingangs-, Unter-, Mittel- und Oberstufe
Montag bis Freitag: 08.55–15.15 Uhr, Mittwoch 11.20 Uhr Schulschluss (Nachmittag frei) - Anschlussstufe
Montag bis Freitag: 8.30–15.30 Uhr, Mittwoch 11.35 Uhr Schulschluss (Nachmittag frei)
HZI
- Eingangsstufe
Montag und Freitag: 08.40–13.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag: 08.40–15.15 Uhr, Mittwoch 08.40–11.30 Uhr (Nachmittag frei) - Unter- und Mittelstufe
Montag bis Freitag: 08.40–15.15 Uhr, Mittwoch 11.30 Uhr Schulschluss (Nachmittag frei) - Ober- und Anschlussstufe
Montag bis Freitag: 07.55–15.15 Uhr, Mittwoch 11.30 Uhr Schulschluss (Nachmittag frei)
Mittagstisch und Mittagspause
Die Gestaltung der Mittagszeit ist Bestandteil des Förderkonzeptes. Sie wird gemeinsam durch die Klassenlehrpersonen, Fachlehrpersonen, Therapeutinnen und Klassenassistenzen übernommen.
Während der betreuten Mittagspause können die Kinder und Jugendlichen attraktive Freizeitangebote wie Spielplatz, Sandkasten, Velos, Go-Karts, Fussballwiese und anderes auf dem Areal des Heilpädagogischen Zentrums nutzen.
Die Verpflegung im HZI wird durch das Alterszentrum Rubiswil übernommen. Im HZA wird die Verpflegung von der Stiftung Balm bezogen.
Schulergänzende Betreuung am HZI
Aufgrund veränderter Familienstrukturen und weil immer mehr Erziehungsberechtigte Berufstätigkeit und Familie miteinander vereinbaren müssen oder wollen, steigt der Bedarf an ausserfamiliären Betreuungsangeboten.
Das Betreuungsangebot richtet sich an Familien, die ihre Kinder / Jugendlichen, welche am Heilpädagogischen Zentrum Innerschwyz des Kantons Schwyz beschult sind, aus verschiedenen Gründen vor oder nach der Unterrichtszeit betreuen lassen müssen oder wollen. Die Nutzung der Schulergänzenden Betreuung (SeB) ist freiwillig. Die Anmeldung erfolgt durch die Erziehungsberechtigten. Die Betreuungsleistungen ausserhalb der regulären Unterrichtsblockzeiten sind kostenpflichtig und verbindlich.
Bitte senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular per Mail an
Heilpädagogisches Zentrum Innerschwyz
Sekretariat
Gotthardstrasse 116
6438 Ibach
Transport
Die Kinder und Jugendlichen werden mit Schulbussen gemäss Fahrplan morgens abgeholt und nach der Schule wieder nach Hause gebracht. Selbstständige Jugendliche werden in Zusammenarbeit zwischen Schule und Erziehungsberechtigten angeleitet, den Schulweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen. Die Kosten für den Schulweg werden von Kanton, Gemeinde und Bezirk übernommen.